Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe an den Diakonie Kliniken Hunsrück bekommt einen neuen Chefarzt: Zum 1. September 2025 übernimmt Dr. med. univ. Tamerlan Aliev die Leitung. Er folgt auf Dr. Kay Goerke, der sich nach mehr als 8 Jahren engagierter Arbeit Ende des Jahres in den Ruhestand verabschieden wird. Vom Assistenzarzt zum Chefarzt Der neue Chefarzt ist für die Klinik, die Patientinnen und viele Eltern kein Unbekannter: Seit 2004 arbeitet Dr. Tamerlan Aliev – mit einer zweijährigen Zwischenstation in Neuwied – in Simmern. Seine Facharztausbildung absolvierte er vollständig im Hunsrück, seit 2011 ist er Leitender Oberarzt. Gemeinsam mit Dr. Goerke und dem früheren Chefarzt Dr. Eibach baute er das Brustzentrum in Simmern auf. Als ausgewiesener Spezialist für gynäkologische Onkologie und zertifizierter „Senior-Mammaoperateur“ liegt sein Schwerpunkt in der Behandlung von Brustkrebspatientinnen sowie in der Diagnostik und Therapie gutartiger und bösartiger Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane. „Wir freuen uns sehr, einen so langjährigen und erfahrenen Kollegen, der die positive Entwicklung der Abteilung entscheidend geprägt hat, nun in der Position des Chefarztes zu wissen. Mit seiner Expertise und seinem Engagement wird Dr. Aliev die hohe Qualität unserer Frauenklinik erfolgreich fortführen“, betont Geschäftsführerin Carina Esch. Verwurzelt im Hunsrück – mit Herz für die Patientinnen Der gebürtige Moskauer kam 2002 über ein Stipendium des Präsidenten der russischen Föderation für eine wissenschaftliche Arbeit zunächst an die Berliner Charité, bevor er nach Zell und schließlich in den Hunsrück wechselte. Heute pendelt der 49-jährige Mediziner zwischen Mainz und Simmern und bezeichnet die Klinik längst als seine berufliche Heimat. Ein besonderes Anliegen ist ihm neben der Geburtshilfe der weitere Ausbau der onkologischen Versorgung und die Weiterentwicklung minimal-invasiver Operationstechniken. Für Dr. Aliev ist die neue Aufgabe eine Herzensangelegenheit: Er schätzt die familiäre Atmosphäre in Simmern und kennt viele Patientinnen seit Jahren – manche von ihnen, die er jetzt bei Geburten begleitet, hat er selbst auf die Welt gebracht. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und darauf, gemeinsam mit meinem Team die Geburtshilfe zu stärken sowie den Mamma-Schwerpunkt unserer Klinik weiterzuführen“, sagt Dr. Aliev. Dabei legt er großen Wert auf ein vertrauensvolles Miteinander mit Patientinnen und Kolleginnen und Kollegen. „Unser Ziel bleibt, ein sicherer und wertschätzender Anlaufpunkt für Frauen und werdende Eltern zu sein – mit individuell abgestimmten Behandlungskonzepten.“ Staffelübergabe Ende des Jahres Die feierliche Staffelübergabe und Verabschiedung von Dr. Kay Goerke wird Ende des Jahres stattfinden.
Am letzten Tag der Ausschreibungsfrist bewarb sich Pfarrer Volker Dressel auf die Stelle als Seelsorger bei der Stiftung kreuznacher diakonie – und er bekam sie. Zur Hälfte wird er in den Diakonie Kliniken, zur anderen Hälfte bei den rheinland-pfälzischen Hospizen tätig sein. In den kommenden Tagen und Wochen wird er sich mit den Kliniken am Standort Bad Kreuznach, mit dem Eugenie Michels Hospiz auf dem Stiftungs-Campus und dem Aenne Wimmers Hospiz in Simmern vertraut machen, denn hier wird er in einem Team Menschen seelsorgerisch begleiten. Das ist nach mehr als 22 Jahren im Dienst der Kirchengemeinde Kirn die neue Herausforderung, die er gesucht hat. Aufgewachsen im rheinischen Westerwald, absolvierte Volker Dressel nach dem Abitur in Altenkirchen eine Ausbildung zum Krankenpfleger. „Irgendwann ist mir aufgefallen, dass meine Kolleginnen in der Zeit, in der ich eine Person gewaschen habe, zwei gewaschen haben. Ich habe mich einfach gerne mit den Menschen unterhalten und daher festgestellt, dass mir die Gesprächsführung liegt. Da beschloss ich, mich zum Seelsorger ausbilden zu lassen“, berichtet er. Der 59-Jährige kommt aus einem christlichen Elternhaus und hat schon früh kirchliche Gemeinschaft erlebt. Studiert hat er in Gießen, Marburg, Bonn und Wuppertal. Mitten im Studium hat er die gelernte Kinderkrankenschwester Silke geheiratet. Nach dem Studium wurde er Vikar im Wuppertaler Stadtteil Cronenberg. Nach dem Zweiten Theologischen Examen wurde er Assistent an der Kirchlichen Hochschule, um schließlich Pfarrer zur Anstellung in der Kirchengemeinde Heckinghausen zu werden. „Als Vater von drei kleinen Kindern lagen zunächst die Krabbelgottesdienste in meiner Verantwortung. Daraus entwickelte sich dann die Familienarbeit mit zahlreichen Mutter-Kind-Gruppen und Familienfreizeiten.“ Seine erste Pfarrstelle als Gemeindepfarrer erhielt er im Jahr 2003 in der Kleinstadt Kirn. „Als ich die Ausschreibung gelesen hatte, wusste ich noch gar nicht, wo Kirn überhaupt liegt“, erinnert er sich lächelnd. Die Gastfreundschaft und die diakonische Ausrichtung der Kirchengemeinde, wie auch ein tolles Teamwork mit seinem Kollegen Michael Zeh und dem Presbyterium unter dem Vorsitz von Michel Heck führten dazu, dass sich die fünf Dressels hier schnell heimisch fühlten – und 22 Jahre lang blieben. Pastorale Schwerpunkte in der Kirchengemeinde waren für Volker Dressel die Kinder- und Jugendarbeit. Er war lange Trägervertreter der Evangelischen Kindertagesstätte Kirn mit 65 Kindern. 2023 gründete er mit der Referentin „Strategieentwicklung, Diakonin Heike Gatzke, den Kirner Stammtisch für Diakonie und Kirche, an dem alle Leiterinnen und Leiter der sechs Kirner Einrichtungen der Stiftung regelmäßig teilnahmen. Das letzte Jahr war geprägt von der fortgeschrittenen Krebserkrankung seiner Frau Silke. Sie war schon 2005 erkrankt, hatte aber durch eine hilfreiche Therapie wieder Kraft bekommen. Doch ihre Erkrankung kam zurück: „Das hat uns natürlich als Familie sehr beschäftigt, aber wir bekamen von Anfang an umfangreiche medizinische Hilfe. Als jedoch Silkes Kraft immer weniger wurde, haben wir Unterstützung durch den Palliativdienst des Krankenhauses St. Marienwörth und den Ambulanten Hospizdienst in Kirn erhalten und letzten Sommer durften wir Silke am Ende Zuhause verabschieden“, sagt Pfarrer Dressel traurig und zugleich dankbar für die gemeinsame Zeit. Klinik- und Hospizseelsorge haben für ihn durch diese persönlichen Erfahrungen noch einmal einen ganz anderen Horizont bekommen und das wird seine seelsorgliche Arbeit auf jeden Fall mitprägen. Nun erfolgt also der persönliche und berufliche Neuanfang für Pfarrer Volker Dressel. Er ist ganz gespannt auf die Vielfalt der Arbeit und der Menschen in der Stiftung kreuznacher diakonie. Der leidenschaftliche FC-Fan („Es gibt nur einen Verein, der mit ´FC´ gemeint sein kann: der 1.FC Köln!“) leidet immer mit bei Aufstiegs- und Abstiegskämpfen, fährt an freien Wochenenden mit seinen Söhnen zu den Spielen in die Stadien. Seine andere Leidenschaft, das Lesen, hat das Umzugsunternehmen jüngst vor eine große Herausforderung gestellt: „Die Möbelpacker waren doch sehr erstaunt über die große Anzahl an Bücherkisten.“ Erholung findet Volker Dressel außerdem beim Spazierengehen und Wandern: „Ich möchte unbedingt die wunderschönen Rundwege hier im Nahetal und auf dem Hunsrück kennenlernen und erwandern.“ Bei der Stiftung kreuznacher diakonie wird er gerade herzlich willkommen geheißen und nicht nur das Seelsorgeteam freut sich sehr über die professionelle Verstärkung.
Ein besonderer Moment in der Geburtshilfe der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach: Am 15. August kam der kleine Dominik um 21:09 Uhr gesund zur Welt. Für seine Eltern Ildiko und Robert Biro aus Gau-Algesheim (Kreis Mainz-Bingen) ist er das erste Kind – für die Klinik bereits die 1.000. Geburt des Jahres 2025. Begleitet wurde die Geburt von Hebamme Danijela Gavrilovic und den beiden Oberärztinnen Lena Kellermann und Dr. Susanne Kother-Groh. Auch Chefarzt Dr. Michael Kumbartski freut sich über diesen Meilenstein: „Jede Geburt ist ein besonderes Ereignis und wir freuen uns, dieses mit den Familien zu teilen.“ Mit insgesamt 20 Zwillingsgeburten wurden bis zum 15. August in den Bad Kreuznacher Kreißsälen 1.020 Kinder geboren, davon waren 529 Jungen und 491 Mädchen. Die Geburtshilfe der Diakonie Kliniken ist als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe ausgewiesen. Damit können Schwangere und Neugeborene auf umfassende medizinische und pflegerische Betreuung zählen – von der hebammengeleiteten Geburt bis zur spezialisierten Versorgung bei Risikoschwangerschaften, Risikogeburten und kleinen Frühgeborenen.
Wer im Hunsrück ein Kind erwartet, kennt die Situation nur zu gut: Lange Wege, zu wenige Geburtskliniken und Hebammen sowie die bange Frage: „Wer begleitet mich in dieser besonderen Zeit?“ Für werdende Eltern gibt es nun gute Nachrichten: Die Eröffnung der Hebammenzentrale der Diakonie Kliniken Hunsrück schließt eine wichtige Lücke in der geburtshilflichen Versorgung der Region. Die zentrale Anlaufstelle unterstützt Schwangere künftig bei der Suche nach verfügbaren Hebammen und begleitenden Hilfsangeboten. Förderung durch das Land und den eigenen Förderverein „Mit der Eröffnung der Hebammenzentrale in Simmern wird ein großer Beitrag zur umfassenden Versorgung von Schwangeren und Gebärenden geleistet und zugleich eine verlässliche Anlaufstelle für Familien in der Region geschaffen“, sagte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch bei der Eröffnung am 11. August. Sein Ministerium für Gesundheit und Wissenschaft fördert die Hebammenzentrale mit 30.000 Euro. Der Förderverein der Diakonie Kliniken Hunsrück und des Aenne Wimmers Hospizes Simmern unterstützen das Projekt ebenfalls mit jährlich 12.500 Euro. „Der Beruf der Hebamme ist einer der wichtigsten und schönsten Berufe, die es geben kann“, so Clemens Hoch weiter. „Für uns hat die Sicherstellung einer flächendeckenden geburtshilflichen Versorgung und einer guten Hebammenbetreuung hohe Priorität. Umso mehr freue ich mich, dass vor allem mit dem Engagement vor Ort hier ein Meilenstein gesetzt wird, um die Geburtshilfe in der Fläche auch in Zukunft zu gewährleisten.“ Die Hebammenzentrale ist die fünfte ihrer Art in Rheinland-Pfalz. Der Minister dankte ausdrücklich dem Förderverein der Klinik in Simmern sowie der Stiftung kreuznacher diakonie als „wichtigem Krankenhausträger in der Region“ für ihr großes Engagement für Schwangere und Familien. Persönliche Begleitung von Anfang an Mit dem neuen Angebot gehen die Diakonie Kliniken Hunsrück einen wichtigen Schritt in Richtung individueller Begleitung. Die Hebammenzentrale hilft werdenden Müttern nicht nur bei der Suche nach einer Hebamme, sondern sorgt auch für Vertretung bei Urlaub oder Krankheit und berät in allen Fragen rund um die neue Familie – ganz gleich, ob es um Vorsorge, Geburtsvorbereitung oder die Wochenbettbetreuung geht. Auch die freiberuflichen Hebammen sollen entlastet werden. Die Hebammenzentrale koordiniert die Anfragen der Schwangeren und klärt vorab Bedarfe und Wünsche. Gleichzeitig fördert sie die Vernetzung unter den Kolleginnen und schafft Raum für den fachlichen Austausch. Carina Esch, Geschäftsführerin der Diakonie Kliniken Hunsrück, zeigt, wie das Angebot für werdende Eltern immer weiterentwickelt wird: „Das von der Lokalen Aktionsgruppe Hunsrück (LAG) geförderte Projekt ‚TeleHebamme‘ war bereits ein guter Anfang, um die Versorgung digital zugänglich zu machen und jungen Müttern in Notlagen die Unterstützung durch eine Hebamme zu ermöglichen. Jetzt gehen wir als Diakonie Kliniken Hunsrück wesentlich weiter mit einem Angebot, das persönliche Nähe und Kontinuität in den Mittelpunkt stellt. Es freut uns sehr, dass das Land Rheinland-Pfalz und unser eigener Förderverein dieses wichtige Projekt finanziell unterstützen.“ Gebündelte Kompetenz unter einem Dach Die Hebammenzentrale ist im ersten Stock des Gesundheitszentrums in Simmern untergebracht, direkt neben der Klinik. Das Team arbeitet dort eng mit dem Kreißsaal, der Elternschule und den freiberuflichen Hebammen in der Region zusammen. Das Ziel ist es, werdende Mütter bestmöglich auf ihrem Weg zu begleiten – von der ersten Frage in der Schwangerschaft über die Geburtsvorbereitung bis zur sicheren Ankunft zu Hause mit dem Neugeborenen. „Was viele nicht wissen: Jede Frau hat Anspruch auf Hebammenhilfe – vor, während und nach der Geburt. Doch gerade im ländlichen Raum gestaltet sich die Suche oft schwierig. Mit der Hebammenzentrale schaffen wir Abhilfe“, erklärt Hebamme Tabea Sitrinovich, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Lydia Junker für das neue Angebot verantwortlich ist. Und das ist viel mehr als nur eine Vermittlungstätigkeit. Für Frauen und Familien, für die keine aufsuchende Hebamme für die häusliche Betreuung gefunden werden kann sowie im Urlaubs- oder Krankheitsfall, bieten die beiden Hebammen eine spezielle Sprechstunde an. „Auch schwierige Themen wie eine Tod- oder Fehlgeburt können hier in einem geschützten Rahmen sensibel aufgegriffen werden“, sagt Junker, die außerdem über eine Qualifikation als Trauerbegleiterin für Sternenkinder und deren Eltern verfügt. „Jede Frau aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis kann die Hebammenzentrale nutzen“, betont Sitrinovich. „Wir beraten ganz individuell und wollen die Frauen passgenau mit den Angeboten unterstützen, die sie während und nach der Schwangerschaft benötigen. Im Idealfall meldet sich eine Schwangere bereits nach dem positiven Schwangerschaftstest bei uns.“ Wer einen Termin in der Hebammenambulanz benötigt, vereinbart diesen am besten per E-Mail unter si-hebammenzentrale@kreuznacherdiakonie.de. Weitere Informationen sind auf der Website zu finden. www.kreuznacherdiakonie.de/diakonie-kliniken-hunsrueck
Sie übernehmen Verantwortung, helfen Menschen und wollen einen Beruf mit Sinn erlernen: 169 Menschen haben am 1. August ihre Ausbildung in der Pflege in Einrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie begonnen – so viele wie nie zuvor. Insgesamt starten 111 Auszubildende in die dreijährige generalistische Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann, weitere 58 haben sich für die einjährige Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe entschieden. Die Theorie holen sich die Auszubildenden an der stiftungseigenen Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe in Bad Kreuznach, Simmern sowie in kooperierenden Berufsbildenden Schulen in der Region. Die Praxis bekommen sie in den Diakonie Kliniken, den Senioreneinrichtungen und den Diakonie Sozialstationen. Damit ist der bundesweite Trend auch im Rhein-Hunsrück-Kreis und im Kreis Bad Kreuznach klar sichtbar: Wie das Statistische Bundesamt kürzlich meldete, entscheiden sich immer mehr junge Menschen in Deutschland für eine Ausbildung in der Pflege. Im Jahr 2024 wurden bundesweit rund 59.400 neue Pflege-Azubis registriert – ein Anstieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Dass sich so viele engagierte Menschen für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden, ist ein starkes Signal für unsere Gesellschaft und für all unsere Einrichtungen im Landkreis Bad Kreuznach“, freut sich Pfarrer Prof. Dr. Holger Böckel, Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie. „Es zeigt, dass der Pflegeberuf an Bedeutung und Attraktivität gewinnt. Und es zeigt, wie wichtig es ist, von Anfang an gute Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Strukturiert, praxisnah und motivierend: Die Onboarding-Woche Bevor es auf in den Praxis- und in Schulalltag geht, werden die Azubis in einer einwöchigen Onboarding-Phase herzlich willkommen geheißen – mit einem durchdachten Programm, das nah an der Praxis ist. Vor allem die Einblicke in die Stiftungskultur und den Pflegealltag sind wichtig in der Einführungswoche. „Wir wollen erreichen, dass sich unsere neuen Auszubildenden ab dem ersten Tag dieses neuen Lebensabschnitts willkommen fühlen und gleichzeitig ein erstes Gespür für die Pflegepraxis entwickeln. Daher verzahnen wir innerhalb unserer Willkommenswoche Theorie und Praxis bestmöglich und bieten dadurch ein spannendes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm“, sagt Personal- und Organisationsentwickler Jonas Reutershan, der im Team mit 17 Praxisanleiterinnen und 15 Azubis im zweiten und dritten Lehrjahr die Woche vorbereitet hat. „Unser Ziel ist es, den jungen Menschen Sicherheit und Orientierung zu geben – und gleichzeitig die Freude an ihrem neuen Beruf zu wecken“, ergänzt Praxiskoordinatorin Franziska Krämer, die für Simmern die Willkommenswoche mit Pflegepädagogen, Praxisanleiterinnen und Azubis organisiert hat. Neben dem Kennenlernen, Vorträgen zu Arbeitssicherheit und Datenschutz, Hygieneschulungen und der Einführung in die benötigten IT-Systeme standen jeden Tag praktische Module auf dem Plan. Beim Rollstuhlfahrtraining spürten die Azubis, wie sich eingeschränkte Mobilität anfühlt. Mit einem Alterssimulationsanzug erlebten sie, wie beschwerlich einfache Bewegungen im hohen Alter sein können. Sie lernten, Vitalzeichen wie Puls und Blutdruck zu messen und trainierten im „SkillsLab“, einem speziellen Übungsraum innerhalt der Schule, den sicheren Umgang mit Säuglingen, das Heben und Wickeln. „Seitdem ich vier Jahre alt bin, wollte ich schon in der Pflege arbeiten. Nach einem Praktikum in den Diakonie Kliniken war klar, dass ich auch hier meine Ausbildung machen“, erzählt die 17-jährigen Nilsu C., die in der Mühlenstraße als Auszubildende beginnt. „Durch die Onboarding-Woche fühle ich mich jetzt gut vorbereitet.“ Ihre Mit-Azubine aus Simmern, Victoria B., hat schon klare Ziele: „Ich will später in der Notfall- oder Intensivpflege arbeiten und die Weiterbildung zur Praxisanleiterin machen.“ Von der gut durchdachten Einführung sind die Auszubildenden begeistert. „Es ist sehr viel Input, macht aber auch viel Spaß,“ sagt die 19-jähige Jasmin P. Ausbildung mit Perspektive und vielen Möglichkeiten Die generalistische Pflegeausbildung qualifiziert für den Einsatz in allen Versorgungsbereichen – im Krankenhaus, in der ambulanten oder stationären Kurz- und Langzeitpflege, bei Menschen jeden Alters. Auch die einjährige Pflegehilfeausbildung legt ein stabiles Fundament für einen verantwortungsvollen Beruf mit Zukunft. Wer die Ausbildung erfolgreich abschließt, hat beste Perspektiven: Mit zahlreichen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten – von der Praxisanleitung über Wundmanager, Breast Care Nurse, Palliative Care bis hin zu Leitungsfunktionen – stehen den Pflegefachpersonen viele Wege offen. „Unsere neuen Auszubildenden haben sich für einen zukunftssicheren und sinnstiftenden Beruf entschieden“, betont Holger Böckel. „Wir begleiten sie dabei mit viel Engagement, Herz und einem starken Ausbildungsteam.“
Nach einer Operation am Fuß oder Sprunggelenk bedeutet die empfohlene Entlastung oft eine wochenlange Einschränkung – vor allem, wenn Gehhilfen wie Krücken nicht genutzt werden können. Um Patientinnen und Patienten dennoch mehr Eigenständigkeit und Teilhabe am Stationsalltag zu ermöglichen, haben die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach einen speziellen Knieroller angeschafft, der eine sichere Fortbewegung erlaubt, ohne den operierten Fuß zu belasten. „Gerade für ältere Menschen oder Patientinnen und Patienten mit zusätzlichen Schulter- oder Armproblemen ist der Orthoscoot eine wertvolle Alternative zu herkömmlichen Gehhilfen“, erklärt Dr. Martina Dafferner-Franzmann, Chefärztin der Orthopädie und Rheumaorthopädie. „Wir sehen täglich, wie positiv sich die frühe Mobilität nach einem Eingriff auf die Stimmung, die Genesung und letztlich auch auf die Rückkehr in den Alltag auswirkt. Ein Hilfsmittel wie unser Roller bedeutet für viele Betroffene ein großes Stück Freiheit.“ Auch Physiotherapeut Christoph Klein sieht deutliche Vorteile: „Gerade bei komplexen Verletzungen, wenn zum Beispiel Fuß und Arm gleichermaßen nicht vollständig belastet werden können und das Gehen mit den Gehhilfen unmöglich ist, ist der Roller perfekt. Damit bleiben Patienten nicht ans Bett „gefesselt“ und ihnen wird eine Teilhabe am Leben ermöglicht.“ Wie hilfreich der Roller sein kann, zeigt das Beispiel von Sabine Z., 66 Jahre alt. Nach einer Versteifung des Sprunggelenks darf sie den Fuß 42 Tage nicht belasten. Dank des Orthoscoot konnte sie aber bereits am Tag nach dem Eingriff selbstständig über die Station fahren. Dies gab ihr nicht nur Sicherheit, sondern auch ein Stück Lebensqualität zurück. Noch vor der Entlassung beantragte sie einen eigenen Roller für die Zeit zu Hause. Denn auch bei längeren Gehstrecken ist der Roller eine Entlastung im Alltag. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach ziehen ein positives Fazit: Ein vergleichsweises kleines Hilfsmittel sorgt für große Wirkung – mehr Bewegung, mehr Eigenständigkeit und ein besseres Gefühl in der sensiblen Phase der Rehabilitation.
Meist findet sie im Hintergrund statt, doch oft ist sie der Schlüssel zur richtigen Diagnose: Die Endoskopie leistet einen unschätzbaren Beitrag zur modernen Patientenversorgung. Ab sofort verstärkt Dr. Markus Mock als neuer Oberarzt die Sektion Endoskopie am Diakonie Klinikum Neunkirchen (DKN). Gemeinsam mit Sektionsleiterin Dr. Daniela Theis-Wieland möchte er die gastroenterologische Diagnostik gezielt weiterentwickeln und neue Standards setzen. Der gebürtige Saarländer ist 35 Jahre alt und studierte Humanmedizin in München und Homburg. Seine Facharztausbildung für Innere Medizin absolvierte er an den Knappschaftskliniken in Sulzbach. Zuletzt war er als Oberarzt an den Knappschaftskliniken in Püttlingen tätig, wo er sich insbesondere auf die Endoskopie spezialisierte und seine Weiterbildung zum Gastroenterologen erfolgreich abschloss. „Die Endoskopie ermöglicht es uns, Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts frühzeitig zu erkennen und zielgerichtet zu behandeln“, erklärt Markus Mock. „Gerade bei chronischen Erkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, bei der Krebsfrüherkennung oder auch in der Notfallmedizin spielt sie eine entscheidende Rolle. Ihr diagnostischer und therapeutischer Wert ist enorm.“ Mit dem Wechsel zum DKN verfolgt Markus Mock ein klares Ziel – die Weiterentwicklung einer modernen, patientennahen Endoskopie: „Ich sehe großes Potenzial in der Sektion Endoskopie. Unser Ziel ist es, modernste Methoden zu etablieren, das Spektrum auszubauen – und dabei stets den Menschen im Mittelpunkt zu behalten.“ Auch die Klinikleitung begrüßt den Neuzugang ausdrücklich: „Mit Dr. Markus Mock gewinnt unser Haus einen engagierten Spezialisten, der sowohl in der Diagnostik als auch im Umgang mit Patientinnen und Patienten überzeugt. Die Sektion Endoskopie wird auch in Zukunft ein wichtiger Pfeiler unseres Leistungsangebotes sein – mit dem neuen Kollegen an Bord ist sie bestens für kommende Herausforderungen gerüstet“, so Andrea Massone, Geschäftsführerin der Diakonie Kliniken Neunkirchen.
Wenn sich Krankenhäuser in Deutschland mit dem Begriff „Massenanfall von Verletzten“ befassen, geht es meist um Szenarien, die überraschend eintreten und auf die sich das Personal nur bedingt vorbereiten kann. Doch jedes Jahr, Anfang August, herrscht ein geplanter Ausnahmezustand in den Diakonie Kliniken Hunsrück: Immer wenn auf der ehemaligen Raketenbasis Pydna bei Kastellaun das Musikfestival Nature One, eine der größten Techno-Veranstaltungen Europas mit rund 65.000 erwarteten Ravern, gefeiert wird, steigt nicht nur der Basspegel, sondern auch die Zahl der Notfälle im Krankenhaus spürbar an. Großeinsatz mit Ansage „Auf das Nature One-Wochenende bereiten wir uns wie auf einen Großeinsatz vor“, sagt die Ärztliche Leiterin der Zentralen Notaufnahme Dr. Stephanie Zang, die das Festivalgeschehen seit mehr als zehn Jahren innerklinisch kennt und begleitet. Was in der Pydna-Zone ausgelassen gefeiert wird, sorgt in Simmern für Hochbetrieb. Statt der regulären 60 bis 80 Notfälle werden dann pro Tag 100 bis 120 Notfälle erwartet, mit allem, was ein Festival mit sich bringt. Von Kreislaufzusammenbrüchen, allergischen Reaktionen und Schnittverletzungen über Stürze bis hin zu Drogenintoxikationen. „Besonders kritisch wird es, wenn wir nicht wissen, welche Substanzen konsumiert wurden. In solchen Fällen bleibt uns oft nur die stationäre Überwachung, nicht selten auch auf der Intensivstation“, berichtet die Notfallmedizinerin Extra-Personal, Notfallpläne und Ersatzkleidung Für die Tage vom 31. Juli bis 3. August wird das Team der Zentralen Notaufnahme (ZNA) personell aufgestockt, sowohl im ärztlichen als auch im pflegerischen Dienst. Zusätzliche Unterstützung mit speziell geschultem Personal kommt aus der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie der Diakonie Kliniken, das im Umgang mit enthemmten oder aggressiven Personen Erfahrung mitbringt „Die Kolleginnen und Kollegen sind nicht nur im Gespräch mit Menschen in einer Ausnahmesituation erfahren, sondern auch Ansprechpartner für unser Team und daher eine große Entlastung“, erklärt Christian Weiler, stellv. Pflegerische Leitung in der ZNA. Mitarbeiter eines externen Sicherheitsdienstes sorgen zusätzlich für Schutz und Deeskalation. Auch logistisch wird aufgerüstet: Infusionen, Verbandmaterial, Wundversorgungssets und Orthesen werden in großen Mengen bestellt. Selbst die Kleiderkammer des DRK, die sich auf dem Gelände der Klinik befindet, ist auf Stand-by – für Festivalbesucherinnen und -besucher, die durchnässt, verschmutzt oder nicht bekleidet eingeliefert werden. Dr. Stephanie Zang hat schon vieles in der Notaufnahme erlebt: „Die Nature One ist ein kunterbuntes Festival und genau so vielfältig sind die Menschen, die zu uns kommen“, erzählt sie schmunzelnd. „Da sehen wir jedes Jahr neue Styles, fantasievolle Kostüme – und manchmal auch gar nichts. Dann sind wir froh, dass wir Kleidung in allen Größen vorrätig haben.“ Das Festival feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen auf dem Hunsrück. Die Mitarbeitenden der Klinik sind also ein eingespieltes Team. Abläufe werden im Vorfeld noch einmal geschärft, Deeskalationsstrategien geübt und ein zweiter Bereich – eine vorab geräumte Station– zusätzlich für Festivalpatienten vorgehalten und personell besetzt, um eine schnelle Versorgung zu gewährleisten. Denn eines ist sicher: Die Zahl der Notfallpatienten wird an diesem Wochenende deutlich ansteigen und damit auch die Wartezeiten. Entlastung durch das Rote Kreuz und trotzdem viel zu tun Direkt auf dem Festivalgelände sorgt das Deutsche Rote Kreuz mit einem eigenen Medical Center und mehreren Hundert Einsatzkräften für die Erstversorgung. Kleinere Verletzungen, Kreislaufprobleme oder Unfälle auf dem Campingplatz werden dort direkt behandelt und entschieden, ob ein Transport in die Klinik nötig ist. „Das hilft enorm, aber es ändert nichts daran, dass es für uns ein Ausnahme-Wochenende wird“, so Zang. Noch ein Festival und ein geschlossenes Krankenhaus Zeitgleich zur Nature One zieht das „Lott-Festival“ Besucherinnen und Besucher in den Hunsrück. „Auch von dort erwarten wir zusätzliche Notfälle“, so Christian Weiler, denn das Krankenhaus im nahegelegenen Zell ist seit kurzem geschlossen. Doch trotz der Belastung bleibt die Stimmung in Simmern professionell und lösungsorientiert: „Wir sind vorbereitet – medizinisch, logistisch und personell. Wir wissen, dass es intensiv wird. Aber wir wissen auch, was zu tun ist.“ Die Mitarbeitenden der Notaufnahme wünschen allen Festivalbesuchern eine unbeschwerte Zeit im schönen Hunsrück. Zugleich erinnern Sie daran, achtsam mit sich umzugehen: „Kenne Dein Limit“, damit aus ausgelassener Feierstimmung nicht plötzlich bitterer Ernst wird. Was nach Techno, Bass und Blaulicht bleibt? Hoffentlich ein fröhliches Festival- Wochenende, das zeigt, wie wichtig Teamgeist, Vorbereitung, Professionalität und ein starkes Team in der Notaufnahme und vor Ort sind – vor allem dann, wenn draußen Raveline tobt.
Drei Tage lang lag die Verantwortung für die Säuglingsstation der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach ganz in den Händen des Nachwuchses – und die fünf Auszubildenden mit dem Vertiefungsschwerpunkt in der Kinderheilkunde meisterten diese Aufgabe mit Bravour. Im Rahmen des Projekts „Azubis leiten eine Station“ organisierten die angehenden Pflegefachpersonen den gesamten Stationsalltag eigenständig. Sie versorgten die kleinen Patientinnen und Patienten im Früh- und Spätdienst, unterstützten die Eltern und begleiteten die Visiten. Mit viel Herz, Köpfchen und Teamgeist bewiesen sie, dass Pflege weit mehr ist als ein Beruf. Begleitet von Mentorinnen und Mentoren – den examinierten Kolleginnen und Kollegen der Kinderstation 4D – wuchsen sie in diesen Tagen über sich hinaus, gewannen Selbstvertrauen und sammelten wertvolle Erfahrungen für ihr anstehendes Examen und den späteren Berufsalltag. Denn im Oktober, nach dem Ende ihrer dreijährigen generalistischen Pflegeausbildung, starten die fünf jungen Frauen als examinierte Pflegefachpersonen auf der Wochenbett- und Kinderstation der Klinik. Für das gesamte Pflegeteam ist das ein echtes Geschenk: „Wir sind sehr stolz auf unsere zukünftigen Kolleginnen. Sie haben gezeigt, wie viel Leidenschaft und Können schon jetzt in ihnen steckt. Wir drücken ihnen und all unseren anderen Azubis für die Prüfungsphase ganz fest die Daumen“, betont Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas. Die eigenverantwortliche Stationsübernahme stärkt nicht nur die Ausbildung, sondern auch die Bindung der künftigen Fachkräfte an die Diakonie Kliniken. Dies ist ein gelungenes Beispiel für gelebte Nachwuchsförderung und moderne Pflegepraxis.
Große Anerkennung für die Abteilung für Innere Medizin der Diakonie Kliniken Hunsrück gGmbH unter der Leitung von Dr. med. Wolfgang Rimili: Sie wurde im aktuellen PJ-Ranking der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V. (bvmd) und der Bewertungsplattform Ethimedis als eine der zehn besten Ausbildungsstätten ihrer Fachrichtung ausgezeichnet. Die Platzierung basiert auf bundesweiten Rückmeldungen von Medizinstudierenden, die ihr Praktisches Jahr (PJ) in den letzten zwölf Monaten in Simmern absolviert haben. In die Bewertung flossen neben objektiven Ausbildungsfakten auch persönliche Bewertungen und Erfahrungsberichte ein. Was die Klinik in Simmern so beliebt macht? Neben einer fundierten, praxisnahen Ausbildung schätzen die Studierenden die enge Einbindung ins Team, die intensive Begleitung durch Mentoren und das kollegiale Miteinander auf Augenhöhe. Hinzu kommen eine attraktive Vergütung, strukturierter Unterricht, moderne Ausstattung und viele kleine Extras wie kostenlose Verpflegung, Dienstkleidung oder ein eigener PJ-Raum. Die Bedingungen stimmen einfach. In Simmern können angehende Medizinerinnen und Mediziner ihr PJ in den Fachabteilungen Innere Medizin, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Anästhesie, Gynäkologie und Geburtshilfe oder der Psychiatrie absolvieren. Für viele ist es mehr als ein Ausbildungsabschnitt: Es ist der Start in eine Karriere, die hier wirklich gefördert wird. „Diese Auszeichnung ist ein starkes Zeichen für die Qualität unserer Ausbildung“, freut sich Dr. Elena Ribel, Ärztliche Direktorin und Studienleiterin PJ. „Sie zeigt, dass wir Studierende nicht nur fachlich gut begleiten, sondern auch menschlich und kollegial überzeugen. Dass das ankommt, zeigt dieses tolle Ergebnis.“
Medizinische Leistungen sind Vertrauensleistungen. Doch wem vertraut man seine Gesundheit an? Die Kriterien sind komplex. Zum wiederholten Mal hat das F.A.Z.-Institut „Deutschlands beste Krankenhäuser“ ermittelt. Die Liste soll Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, eine gute Wahl zu treffen. Dabei wurden offizielle Qualitätsberichte, Zertifikate, ausgewählte Daten des Bundes-Klinik-Atlas und Daten von Bewertungsportalen ebenso zugrunde gelegt, wie die Presse- und Social Media Arbeit der Klinik. In der Kategorie „150 bis unter 300 Betten“ zählt das F.A.Z.-Institut die Diakonie Kliniken Hunsrück gGmbH zu Deutschlands besten Krankenhäusern. „Das ist eine wunderbare Teamleistung aller Mitarbeitenden und bestätigt eindrucksvoll die hohe medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgungsqualität unserer Klinik. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gemeinsam täglich zur medizinischen Versorgung der Menschen im Rhein-Hunsrück-Kreis beitragen“, sagt Geschäftsführerin Carina Esch.
Sie sind schnell, flexibel und in Großstädten sogar überall verfügbar: E-Scooter gehören auch in Bad Kreuznach längst zum Straßenbild. Doch mit ihrer wachsenden Beliebtheit steigt auch die Zahl der Unfälle – und die hat es in sich. Immer öfter enden Stürze mit schweren Verletzungen, besonders betroffen sind Kopf und Beine. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) sowie Mediziner aus Rheinland-Pfalz schlagen deshalb Alarm. Allein Rheinland-Pfalz stieg die Zahl der registrierten E-Scooter-Unfälle im vergangenen Jahr auf fast 540 – ein Plus von 177 Prozent. In Bad Kreuznach gab es im letzten Jahr 28 Unfälle mit E-Scootern, bei rund 63 Prozent waren die Fahrer auch die Unfallverursacher. „Die gefährlichsten Verletzungen betreffen den Kopf“, sagt Prof. Dr. Frank Hartmann, Chefarzt der Unfallchirurgie der Diakonie Kliniken in Bad Kreuznach. „Schädel-Hirn-Traumata, Gesichtsverletzungen und Platzwunden gehören zu unserem traurigen Alltag. Auch Sprunggelenksbrüche sind häufig, wenn der Fahrer mit dem Fuß zwischen Bordstein und Trittbrett gerät.“ Besonders eindrücklich erinnert sich Prof. Dr. Hartmann an einen 14-jährigen Jungen, der mit einem E-Scooter verunglückte und Glück im Unglück hatte. „Er trug einen Helm, der bei dem Sturz zerbrach. Doch genau dieser Helm hat Schlimmeres verhindert. Der Junge kam mit einer Gehirnerschütterung davon und wurde zur Überwachung stationär aufgenommen“, berichtet Hartmann. Ein Beispiel dafür, wie wichtig das Tragen eines Helms ist, besonders für junge Fahrerinnen und Fahrer. Noch ist das Tragen eines Helms bei E-Scootern nicht gesetzlich vorgeschrieben – medizinisch aber wäre es aus Sicht der Unfallchirurginnen und -chirurgen der Diakonie Kliniken dringend geboten. Doch nicht nur der Schutz auf dem Roller ist entscheidend – auch das Verhalten nach einem Unfall kann Leben retten. Wer zu einem Unfall dazukommt, sollte wissen, was zu tun ist. Die DGOU erinnert daher an die Regeln bei der Ersten Hilfe, die auch bei schweren E-Scooter-Unfällen gelten: Den Notruf 112 wählen und den Unfallort sowie sichtbare Verletzungen beschreiben Betroffene beruhigen und nicht allein lassen Bewusstsein und Atmung überprüfen Bei Bewusstlosigkeit verunfallte Person in die stabile Seitenlage bringen Bei Verdacht auf Kopfverletzung den Kopf stabil halten und Person nicht bewegen. Wenn stabile Seitenlage nötig ist, den Kopf möglichst nicht drehen. Mögliche starke Blutungen stoppen, indem mit einem sauberen Tuch Druck auf die Wunde ausgeübt wird. Bei sichtbaren Knochenbrüchen die betroffenen Gliedmaßen nicht bewegen und nach Möglichkeit stabilisieren. Unfälle mit E-Scootern lassen sich nicht komplett vermeiden – aber ihre Folgen können deutlich abgemildert werden. Wer vorsichtig fährt, auf Alkohol verzichtet, gerade auch nachts darauf achtet, gut sichtbar zu sein und einen Helm trägt, schützt sich nicht nur selbst, sondern zeigt auch Verantwortung im Straßenverkehr. Prof. Dr. Frank Hartmann ruft auf, das Thema nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „E-Scooter sind kein Spielzeug“, so der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. „Gerade bei jungen Fahrern sehen wir, wie unterschätzt die Risiken sind.“ Seine Devise lautet: Helm auf, vorausschauend fahren – und im Notfall wissen, was zu tun ist. Nur so kann die neue Mobilität wirklich sicher werden.
Unter großem Applaus verabschieden sich 14 Auszubildende von den Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe der Stiftung kreuznacher diakonie. Nach einem intensiven Ausbildungsjahr halten sie nun stolz ihr Abschlusszeugnis in den Händen und dürfen sich ab sofort Gesundheits- und Krankenpflegehelferin bzw. -helfer (GKPH) nennen. Ein feierlicher Moment, der mehr ist als nur das Ende einer Schulzeit: Die Examensfeier markiert auch den Anfang eines neuen Kapitels. Denn wer die Pflege als Profession wählt, entscheidet sich nicht nur für einen Beruf, sondern für eine Aufgabe mit Sinn. So war die Atmosphäre im festlich geschmückten Raum nicht nur von Stolz, sondern auch von Dankbarkeit und Zukunftsfreude geprägt. Eine, die diese Stimmung auf den Punkt brachte, war Absolventin Kirsten Luth: „Danke, dass Sie an uns geglaubt haben. Wir hatten viel Spaß und Freude – auch wenn die Anforderungen nicht immer leicht waren.“ Ein Satz, der vielen aus dem Herzen sprach. Auch für das Lehrkräfteteam war die Feier ein besonderer Moment. Klassenleitungen Jutta Bauer und Udo Brosche blickten zurück auf die intensive gemeinsame Zeit. „Wenn wir dem vergangenen Jahr eine Überschrift geben müssten, wäre es eindeutig ‚Entwicklung‘“, so die beiden Lehrkräfte. „Seit dem 1. August 2024 haben Sie sich enorm weiterentwickelt. Jetzt halten Sie den Lohn für Ihre Anstrengungen in den Händen, Ihre Examensurkunde. Wir sind unglaublich stolz auf jeden Einzelnen von Ihnen!“ Ähnlich bewegt zeigte sich auch Anja Traut, stellvertretende Schulleiterin. Sie erinnerte sich mit einem Lächeln daran, wie engagiert der Kurs war: „Man hat Sie eigentlich ständig irgendwo lernen sehen: im Klassenraum, auf dem Flur oder draußen auf dem Gelände. Und immer war da diese große Motivation.“ Besonders freut sie sich darüber, dass alle Absolventinnen und Absolventen der Pflege treu bleiben. Einige starten direkt in den Beruf, andere beginnen im August mit der dreijährigen generalistischen Pflegeausbildung. Auch dieser Jahrgang hat wieder unter Beweis gestellt, dass es nie zu spät ist, etwas Neues zu lernen. Menschen im Alter von 16 bis 49 Jahren sind dabei – ein bunter Mix aus Lebenserfahrung und frischen Perspektiven. Diese Vielfalt machte den Unterricht nicht nur lebendig, sondern auch menschlich besonders wertvoll. „Von allen Kolleginnen und Kollegen hörte man: Die neuen GKPHs sind aber nett“, erzählt Traut schmunzelnd. „Auch ich habe sehr gerne mit Ihnen gearbeitet.“ Auf besonderen Wunsch der Klasse fand nach der Notenverkündung eine kleine Andacht mit Diakonin Heike Gatzke statt. Sie betonte die hohe Bedeutung von Empathie als Kernkompetenz des Pflegeberufs in unserer schnelllebigen Gesellschaft. Mit einem herzlichen „Danke für diese besondere Zeit“ verabschiedet sich die Stiftung kreuznacher diakonie von 14 engagierten Nachwuchskräften und freut sich, dass sie ihren Weg in der Pflege weitergehen werden.
Die Gefäßchirurgie der Diakonie Kliniken erhält kompetente Verstärkung: Seit Juli ergänzt der erfahrene Gefäßchirurg Mirsolikh Mirsadikov das bestehende Oberarzt-Team und erweitert die Versorgungskapazität für Patientinnen und Patienten aus der Region. Hintergrund ist der deutlich gestiegene Bedarf an gefäßmedizinischen Leistungen, der sowohl den stationären als auch den ambulanten Bereich betrifft. Seit der Eröffnung des Gefäßzentrums im April 2022 sind die Behandlungszahlen um rund 40 Prozent gestiegen. „Die Zahl der Patientinnen und Patienten mit arteriellen und venösen Erkrankungen steigt stetig“, erklärt Dr. Gunnar Proff, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. „Ursache sind vor allem das zunehmende Durchschnittsalter der Bevölkerung sowie Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und ein ungesunder Lebensstil. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, bauen wir unser Team gezielt aus.“ Mirsolikh Mirsadikov ist Facharzt für Gefäßchirurgie und spezialisiert auf minimalinvasive und endovaskuläre Verfahren. Seine Weiterbildung zum Facharzt für Gefäßchirurgie und zum „Endovaskulären Chirurgen DGG“ (Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie) absolvierte er bei Prof. Dr. Gerhard Rümenapf im Gefäßzentrum am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer. Vor seinem Wechsel nach Bad Kreuznach war er dort als Oberarzt beschäftigt. Er absolvierte sein Hochschulstudium in Sankt Petersburg und ist seit 2015 in Deutschland als Arzt tätig. Die Diakonie Kliniken bieten das gesamte Spektrum der modernen Gefäßmedizin: Dazu gehören unter anderem Eingriffe an der Halsschlagader (Carotischirurgie), die Versorgung von Aortenaneurysmen, Bypass-Operationen bei arterieller Verschlusskrankheit (pAVK), die Behandlung von Krampfadern sowie die Versorgung des diabetischen Fußsyndroms. Notfälle wie arterielle Verschlüsse, die Ruptur eines Aneurysmas oder Embolien können rund um die Uhr versorgt werden. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der hochmoderne Hybrid-OP, in dem klassische (offene chirurgische) Operationen mit bildgesteuerten Kathetereingriffen kombiniert werden können. Hier lassen sich auch komplexe Gefäßverschlüsse oder Aneurysmen effektiv und sicher behandeln. Wo immer es medizinisch möglich ist, kommen schonende endovaskuläre Verfahren zum Einsatz, in der Regel nur unter lokaler Betäubung und ohne Vollnarkose. „Durch kleinste Zugänge über die Haut können wir im Gefäßsystem arbeiten und Stents oder Ballons einsetzen. Das bedeutet für unsere Patientinnen und Patienten eine deutlich schnellere Erholung“, so Dr. Proff. Der Kaufmännische Direktor Manuel Seidel begrüßt den Zuwachs im Team ausdrücklich: „Die Gefäßchirurgie ist ein zentraler Bestanteil unseres medizinischen Leistungsangebotes. Unser Chirurgen-Team leistet hier hervorragende Arbeit, sodass die Nachfrage stetig steigt. Gerade bei Durchblutungsstörungen, die oft mit Mobilitätseinschränkungen einhergehen, ist eine wohnortnahe Versorgung auf hohem fachlichem Niveau entscheidend. Mit dem neuen Kollegen, Herrn Mirsolikh Mirsadikov, setzen wir dafür ein wichtiges Zeichen und investieren gezielt in Qualität und Zukunftsfähigkeit.“ Das Gefäßzentrum der Diakonie Kliniken versteht sich als interdisziplinärer Partner und arbeitet eng mit den Fachabteilungen für Innere Medizin, Diabetologie, Nephrologie (Shuntzentrum), Radiologie, Kardiologie und Onkologie und zusammen. Auch Hausarzt- und Facharztpraxen sind wichtige Partner in der sektorenübergreifenden Versorgung. Durch den Ausbau der gefäßchirurgischen Kapazitäten stellt sich die Klinik den wachsenden Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft und sichert langfristig eine leistungsstarke gefäßchirurgische Versorgung in der Region.
Im Rahmen seiner Sommertour hat der Landtagsabgeordnete Dr. Helmut Martin (CDU) unter anderem das Notarztwesen im Landkreis Bad Kreuznach in den Mittelpunkt gestellt. Gespräche führte er zudem im Eugenie Michels Hospiz und den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach der Stiftung kreuznacher diakonie. Die Notärzte werden im Landkreis von Ärzten der Diakonie Kliniken gestellt, die Rettungswagen und Unfallsanitäter kommen vom Roten Kreuz. Jährlich gibt es etwa 3.000 Einsätze. Ziel seines Besuchs war es, den Menschen zu danken, die rund um die Uhr im Einsatz sind, selten jedoch im Rampenlicht stehen. Station in den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach, Standort Mühlenstraße Dr. Martin informierte sich in der Diakonie Klinik in der Mühlenstraße bei Dr. Oliver Bill und Dr. Frank Halter über die Abläufe bei einem Notfall. Er besichtigte den Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Krankenhauses, einen Notarztwagen sowie den Schockraum, in dem Notfallpatienten versorgt werden. Zukunft der Notfallversorgung und des Hubschrauberlandeplatzes Im Zuge der geplanten gemeinsamen und wesentlich vergrößerten Zentralen Notaufnahme (ZNA) in den Diakonie Kliniken in der Ringstraße war es zu öffentlichen Spekulationen über den Fortbestand des Hubschrauberlandeplatzes am Standort Mühlenstraße gekommen. Die Frage wurde laut, ob ein neuer Landeplatz beim Krankenhaus in der Ringstraße gebaut werden müsse und ob der bestehende Heliport künftig sogar wegfalle. Manuel Seidel, Geschäftsführer der Diakonie Kliniken, und der ärztliche Direktor Dr. Christoph von Buch, stellten beim Treffen mit Dr. Martin klar: Der Hubschrauberlandeplatz am Standort Mühlenstraße bleibt bestehen. Sobald Patienten mit dem Helikopter in der Mühlenstraße ankommen, werden sie in spezialisierte Fachbereiche verlegt. Das sei bewährte Praxis, die beibehalten werde. Rund 60 Prozent der im letzten Jahr mit dem Hubschrauber gebrachten Patienten seien ohnehin ins Diakonie Klinikum in der Ringstraße zur Weiterbehandlung transportiert worden. Meist seien das zeitkritische Herz-Kreislauf-Notfälle, die nach der Landung direkt in die Kardiologie gebracht würden. Schlaganfallpatienten werden auch weiterhin in der Klinik in der Mühlenstraße behandelt, die sich mit ihrer zertifizierten Schlaganfallstation, der sogenannten Stroke Unit, auf diese Patientengruppe spezialisiert hat. Patienten mit schweren Mehrfachverletzungen (Polytraumata), so die Verantwortlichen der Diakonie Kliniken, würden mit dem Helikopter meistens direkt zu spezialisierten Maximalversorger-Kliniken wie der Uniklinik Mainz gebracht und kämen deshalb gar nicht erst nach Bad Kreuznach. Besuch im Hospiz und bei den „Grünen Damen“ Eine weitere Station der Sommertour von Dr. Helmut Martin war das Eugenie Michels Hospiz in Bad Kreuznach. Es besteht seit 21 Jahren und ist eines der ältesten Hospize in Rheinland-Pfalz. Es bietet 12 Plätze für erwachsene Menschen, die sich in ihrem letzten Lebensabschnitt befinden und die von einem multiprofessionellen Team begleitet werden. Dazu gehören 17 Ehrenamtliche, die sich in vielfältigen Aufgaben für die Gäste des Hospizes engagieren. Auch Vertreterinnen der ehrenamtlichen „Grünen Damen“, die sich für die Patienten in der Diakonie Klinik in der Ringstraße engagieren, nahmen am Gespräch teil. Diese ehrenamtlichen Zeitschenker sind eine große Hilfe für Patienten und Fachkräfte. Von Zuhören bis Zeitungholen kümmern sie sich mit um die großen und kleinen Belange der Patienten. „Danke für das, was Sie täglich tun. Sie leisten Großartiges!“, so ein beeindruckter Dr. Helmut Martin an die Einsatzkräfte und Ehrenamtlichen gewandt.
Seit rund einem Jahr leben Sweta und Sibarani mit 13 weiteren jungen Frauen und Männern der Carmel English School im ostindischen Odisha in Kirn und Sargenroth. Gemeinsam absolvieren sie ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Nahe und im Rhein-Hunsrück-Kreis – darunter auch in den Diakonie Kliniken Hunsrück in Simmern. Sie sind Teil des Projektes „Namaste“, das bei den Stadtmissionsgemeinden Kirn und Simmern angesiedelt ist und sich zum Ziel gesetzt hat, jungen Menschen aus Indien eine langfristig berufliche Perspektive zu bieten und dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. Sweta (21) und Sibarani (22) unterstützen als FSJlerinnen das Pflegeteam auf den Stationen. Zu ihren Aufgaben gehören etwa das Austeilen von Mahlzeiten, Patienten zu Untersuchungen zu begleiten, Blutzucker messen oder für Ordnung im Stationsalltag zu sorgen. Ab August beginnen sie an der Pflegeschule der Stiftung kreuznacher diakonie in Simmern mit ihrer dreijährigen Ausbildung zur Pflegefachfrau und damit in eine neue, selbstbestimmte Lebensphase. „Ich bin in einem kleinen Dorf in Indien aufgewachsen“, erzählt Sweta. „Dort haben gerade wir Frauen kaum eine Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen. Das kostet viel Geld. Meine Familie kann sich das nicht leisten. Durch das Projekt konnte ich nach Deutschland kommen. Jetzt habe ich eine berufliche Zukunft.“ Auch Sibarani hat sich inzwischen gut eingelebt. Sie hat gelernt, was in Deutschland anders läuft und was ihr besonders gut gefällt: „In Indien hat man zwar einen Termin, kommt aber nie pünktlich. Das ist in Deutschland anders – und ich mag das sehr. Ich bin auch gern pünktlich“, erzählt sie lachend. Auch im Alltag entdeckt sie vieles neu: „In Indien essen wir häufig Reis. Hier gibt es so viele verschiedene Sachen: Brot und Nudeln mag ich zum Beispiel sehr. Und in Deutschland grüßen sich alle, auch wenn sie sich nicht kennen. Das ist schön.“ Vor ihrer Ankunft im August 2024 hatten beide jungen Frauen bereits eineinhalb Jahre lang intensiv Deutsch gelernt. In Simmern angekommen, besuchen sie aktuell einen weiteren Sprachkurs an der Volkshochschule Kirchberg, um sich bestmöglich auf die Ausbildung vorzubereiten. Neben den Kolleginnen und Kollegen in der Klinik werden die FSJlerinnen auch durch Ehrenamtliche der Stadtmissionsgemeinde Simmern sowie durch das engagierte „Namaste“-Team um den Indienkenner und Initiator Jürgen Reinhardt unterstützt. Gemeinsam helfen sie bei Behördengängen, der Wohnungssuche und der sozialen Integration. „Das Projekt ‚Namaste‘ ist für alle Beteiligten ein großer Gewinn“, sagt Kristin Leininger, die die FSJler und Praktikanten in den Diakonie Kliniken Hunsrück betreut. „Die jungen Frauen und Männer erhalten durch ihr FSJ alle notwendigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg in die Ausbildung. Und wir als Klinik gewinnen engagierte und motivierte Nachwuchskräfte für die Pflege.“ Die Stiftung kreuznacher diakonie verfolgt seit Jahren eine gezielte Strategie, um Pflegekräfte aus dem Ausland zu gewinnen und zu integrieren. In Simmern setzt sie dabei auf ein strukturiertes Modell: Es kombiniert die Anerkennung ausländischer Abschlüsse, die gezielte Ausbildung junger Menschen sowie den Einstieg über ein FSJ. Dabei wird besonderer Wert auf sprachliche, berufliche und soziale Begleitung gelegt. Damit lebt die Organisation nicht nur Integration und eine weltoffene Personalstrategie, sondern übernimmt auch Verantwortung für eine zukunftsfähige Pflege.
Wenn das Herz aus dem Takt gerät, kann das ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – von Herzschwäche und Schlaganfall und bis hin zum plötzlichen Herztod. Deshalb ist eine frühzeitige Behandlung besonders wichtig. Um Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen noch besser zu versorgen, bauen die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach ihr Angebot im Bereich der Elektrophysiologie aus. Am 1. Juli hat Dr. med. Konstantinos Avranas die Leitung dieses Spezialbereichs übernommen und verstärkt das kardiologische Team um Chefärztin Dr. Nevin Yilmaz-Zeytin in der Ringstraße. „Wir freuen uns sehr über diese wichtige Neubesetzung“, sagt Manuel Seidel, Geschäftsführer der Diakonie Kliniken. „Mit Herrn Dr. Avranas gewinnen wir einen erfahrenen Spezialisten, der unser ärztliches Team bereichert und das medizinische Angebot unserer Kliniken weiter stärkt. Dies ist ein weiterer bedeutender Schritt, um die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten auf höchstem Niveau sicherzustellen.“ Dr. Nevin Yilmaz-Zeytin, Chefärztin der Kardiologie, ergänzt: „Dank der umfangreichen Erfahrung von Herrn Dr. Avranas in der Diagnostik und Behandlung von Herzrhythmusstörungen können wir nun sämtliche moderne Verfahren der invasiven Elektrophysiologie direkt in Bad Kreuznach anbieten und unser kardiologisches Spektrum gezielt ausbauen.“ Dr. Konstantinos Avranas ist Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin. Zuletzt war er als Oberarzt in der Sektion für invasive Elektrophysiologie an der Asklepios Klinik in Langen, Hessen, tätig. Im Jahr 2024 absolvierte er eine spezialisierte Weiterbildung am weltweit anerkannten Zentrum für Elektrophysiologie der Universität La Paz in Madrid und ist seit Ende des letzten Jahres von der Europäischen Gesellschaft für Herzrhythmusstörungen (EHRA) als invasiver Elektrophysiologe zertifiziert. Er ist zudem Dozent an der European University Cyprus in Frankfurt und veröffentlicht regelmäßig in internationalen Fachzeitschriften. Elektrophysiologische Untersuchungen, kurz EPU, helfen dabei, die genaue Ursache von Herzrhythmusstörungen zu finden und direkt zu behandeln. Dabei werden über dünne Katheter elektrische Signale im Herzen gemessen, um fehlerhafte Impulsgeber zu erkennen – ähnlich einer inneren EKG-Ableitung. So können die für die Störung verantwortlichen krankhaften Erregungsquellen punktgenau verödet werden. „Die Therapiemöglichkeiten von Herzrhythmusstörungen haben sich rasant weiterentwickelt – wir können heute mit Katheter-Ablationen sehr wirksam und gleichzeitig schonend behandeln. Aktuell erweitern wir unser Leistungsspektrum durch eine neue Energieform. Neben den etablierten Verfahren wie Radiofrequenzablation (Verödung mittels Hitze) und Kryoablation (Kälte) wird künftig auch die neuartige Pulsed-Field-Ablation (PFA) angeboten. Diese Technik nutzt gezielte elektrische Impulse zur Verödung krankhafter Herzzellen und ist besonders schonend für umliegendes Gewebe wie die Speiseröhre oder Nerven. Das bedeutet weniger Komplikationen und eine schnellere Erholung für unsere Patientinnen und Patienten“, erklärt Dr. Yilmaz-Zeytin. Unter Verwendung modernster Technik versorgt das kardiologische Team jährlich rund 2.000 Patientinnen und Patienten mit koronaren und strukturellen Herzerkrankungen. Das Spektrum reicht von der Implantation von Stents, Herzschrittmachern, CRT-Systemen und Defibrillatoren bis hin zu interventionellen Klappentherapien, Vorhofohr- und Septumverschlüssen sowie dem gesamten Bereich der modernen Kardiologie. Das Herzstück der Abteilung sind die zwei vollausgestatteten Herzkatheterlabore, in denen auch die elektrophysiologischen Untersuchungen durchgeführt werden. Auch komplexe Ablationen, einschließlich ventrikulärer Tachykardien, sind nun in Bad Kreuznach möglich. Diese Herzrhythmusstörungen entstehen in den Herzkammern, wenn dort fehlerhafte elektrische Impulse kreisen oder zusätzliche elektrische Signale auftreten. Dies kann zum Beispiel durch Narbengewebe nach einem Herzinfarkt oder andere strukturelle Veränderungen verursacht werden. Die Herzfrequenz kann dabei deutlich erhöht sein und in ungünstigen Fällen in ein lebensbedrohliches Kammerflimmern übergehen, bei dem das Herz unkoordiniert zuckt und den Kreislauf nicht mehr aufrechterhalten kann. Zur präzisen Abklärung von Herzrhythmusstörungen bietet die Kardiologie bereits eine spezialisierte Rhythmussprechstunde an. Eine Überweisung/Einweisung durch Haus- oder Fachärzte ist jederzeit möglich, Termine können bereits unter der Nummer 0671/605-2170 vereinbart werden. „Damit schaffen wir eine wichtige Schnittstelle zu den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in der Region, die uns Patienten bei unklaren Befunden oder zur Überprüfung der Notwendigkeit einer invasiven Rhythmustherapie (Ablation) gezielt vorstellen können“, erklärt Dr. Avranas. Der neue Leiter freut sich auf seine neue Aufgabe und das Team: „Herzrhythmusstörungen sind für Betroffene eine erhebliche Belastung und nehmen im höheren Alter weiter zu. Umso wichtiger ist es, moderne Behandlungsverfahren wohnortnah verfügbar zu machen – und genau das können wir hier in Bad Kreuznach bieten.“ Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Eine gut erreichbare, spezialisierte Versorgung in diesem Bereich ist deshalb von großer Bedeutung. Mit dem Ausbau der Elektrophysiologie und der personellen Verstärkung festigen die Diakonie Kliniken ihre Rolle als leistungsstarkes medizinisches Zentrum im Naheland.
Die Diakonie Kliniken Neunkirchen befinden sich mitten in einer umfassenden Neustrukturierung. Ein zentrales Element dieses Prozesses: die Einstellung eines neuen Pflegedirektors. Mit gerade einmal 34 Jahren übernimmt Marc Detzler ab sofort die pflegerische Leitung des Diakonie Klinikums Neunkirchen (DKN) und der Diakonie Kliniken Fliedner Neunkirchen (FKN) – und bringt dabei nicht nur neue Impulse, sondern auch fundierte Erfahrung aus der Praxis mit. Der gebürtige Püttlinger ist ausgebildeter Gesundheits- und Krankenpfleger. Seine Karriere begann auf einer kardiologischen Intensivstation. Diesen Job hat er aus tiefer Überzeugung gemacht – hat aber auch schnell erkannt, dass es viele Strukturen und Abläufe gibt, die er gerne ändern würde, aber dafür nicht in der richtigen Position ist. Berufsbegleitend absolvierte er deshalb ein Studium in Pflegemanagement und -wissenschaft. Gleich nach dem Studium konnte er als Pflegedienstleiter Erfahrung sammeln. Anschließend wurde er Pflegedirektor in den Knappschaftskliniken Püttlingen und Sulzbach, bevor er nun zur Stiftung kreuznacher diakonie gewechselt ist. Dass er selbst jahrelang in der Pflege tätig war, ist für seine jetzige Position entscheidend: „Es ist noch nicht lange her, da bin ich selbst noch im Kasack über die Intensivstation gelaufen. Ich kenne die Herausforderungen, die der Pflegealltag mit sich bringt. Genau deshalb ist es mir wichtig, gemeinsam mit den Mitarbeitenden Lösungen zu entwickeln – auf Augenhöhe, mit Respekt und Offenheit.“ Mit einem neu aufgestellten Leitungsteam will Marc Detzler moderne Strukturen schaffen. Im Zentrum steht dabei ein partizipativer Führungsstil: „Flache Hierarchien und eine Kultur des Miteinanders sind für mich keine Floskeln, sondern Grundvoraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit. Ich habe bereits einige Kolleginnen und Kollegen kennengelernt und alle sind hochmotiviert – das motiviert auch mich“, so der neue Pflegedirektor. Im Hinblick auf seine künftige Position in den Diakonie Kliniken verfolgt er ein klares Ziel: „Ich möchte uns als attraktiven und vertrauenswürdigen Arbeitgeber positionieren – sowohl für unsere bestehenden Kolleginnen und Kollegen als auch für neue Fachkräfte.“ Ein besonderes Anliegen ist ihm die Weiterentwicklung der flexiblen, arbeitnehmerfreundlichen Arbeitszeitmodelle: „Der Pflegeberuf muss wieder attraktiver werden. Dafür brauchen wir Lösungen, die zum Leben der Menschen passen – nicht umgekehrt.“ Dass sich die Diakonie Kliniken in der Neustrukturierung befinden, sieht Marc Detzler als Chance, seine neuen Impulse wirksam einbringen zu können und um die Zukunft aktiv mitzugestalten. In diesen Zeiten des Wandels ist es ihm wichtig, dass niemand auf der Strecke bleibt und man die Veränderungen, die durch die Krankenhausreform auf die Belegschaft zukommen, gemeinsam bewältigt, beispielsweise durch fundierte Weiterbildungs- und Schulungsangebote. Auch bei der baulichen Umgestaltung der Häuser will das neue Direktoriumsmitglied die Bedürfnisse des Pflegepersonals mitdenken: „Wer gute Pflege leistet, braucht auch die passenden räumlichen und technischen Rahmenbedingungen. Wir müssen fragen: Was braucht ihr, um euren Job gut machen zu können? Und dann danach handeln.“ Wertschätzung ist für ihn ein zentraler Begriff, den er bei jungen Nachwuchskräften bereits frühzeitig lebendig einbringen will: Am DKN ist eine Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe angegliedert, mit der er die Zusammenarbeit und den Austausch intensivieren möchte. So plant er regelmäßige Feedback-Gespräche, die den angehenden Kolleginnen und Kollegen helfen sollen, ihre Fähigkeiten besser einzuschätzen und zu optimieren. Die Geschäftsführerin der Diakonie Kliniken, Andrea Massone, ist überzeugt, mit Marc Detzler die richtige Entscheidung getroffen zu haben: „Er steht für eine neue Generation von Führungskräften – jung, nah an der Basis und mit einem klaren Gestaltungswillen. Gemeinsam mit dem neuen Leitungsteam ist er ein zentraler Baustein auf unserem Weg zu einem zukunftsfähigen, attraktiven Krankenhaus.“ Mit dieser Personalentscheidung setzen die Diakonie Kliniken ein starkes Zeichen: für eine moderne Pflege und zuverlässige medizinische Versorgung in der Region, für ein echtes Miteinander – und für eine zukunftsfähige Krankenhausstruktur.
Die Geburtshilfe und Neonatologie der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach freuen sich über eine besondere Spende: Eine Übungspuppe, die im Rahmen des Präventionsprojekts „#SchüttelMichNicht“ von der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem German Council of Shopping Places (GCSP) initiiert wurde. Gespendet wurde die Puppe vom Shopping-Center „K in Lautern“, betrieben durch die ECE Marketplaces GmbH & Co. KG. Ziel des Projektes ist es, über die Gefahren des Schütteltraumas aufzuklären und so die Zahl betroffener Säuglinge zu reduzieren. Die Puppe ist etwa so groß und schwer wie ein Neugeborenes. Auf Knopfdruck beginnt sie laut zu weinen. Wird sie geschüttelt, verstummt sie, und in ihrem durchsichtigen Kopf leuchten LED-Lampen an den Stellen auf, an denen bei einem echten Baby Hirnverletzungen auftreten würden. So wird eindrucksvoll sichtbar, wie gefährlich das Schütteln eines Säuglings ist. „Mit diesem Modell können wir sehr anschaulich zeigen, welche schwerwiegenden Folgen das Schütteln eines Babys haben kann“, erklärt Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Kerstin Weber, die in den Diakonie Kliniken für Kinderschutz und Frühe Hilfen zuständig ist. Ein Schütteltrauma entsteht, wenn ein Säugling, der seinen Kopf noch nicht selbst halten kann, heftig und gewaltsam geschüttelt wird. Dadurch prallt das Gehirn gegen die Schädelwand, Nervenbahnen und Blutgefäße können reißen. Die möglichen Folgen reichen von schweren körperlichen und geistigen Behinderungen bis hin zum Tod. Wichtige Präventionsarbeit Die Puppe wird in den Diakonie Kliniken bei Mitarbeiterschulungen, Netzwerktreffen und Informationsveranstaltungen für Eltern eingesetzt. Noch immer ist das Schütteltrauma eine der häufigsten Formen von Kindesmisshandlung im Säuglingsalter. In Deutschland erleiden jährlich etwa 100 bis 200 Babys und Kinder unter zwei Jahren ein Schütteltrauma. Zehn bis 30 Prozent der betroffenen Kinder überleben die dabei entstandenen Hirnverletzungen nicht. 50 bis 70 Prozent der Betroffenen Kinder erleiden schwerste bleibende körperliche und geistige Behinderungen. „Eltern zu sein ist wunderschön, aber manchmal auch sehr herausfordernd“, so Weber weiter. „Gerade bei Babys, die viel oder lange schreien, können Stresssituationen schnell eskalieren. Deshalb ist es so wichtig, Eltern frühzeitig auf solche Situationen vorzubereiten und ihnen Alternativen aufzuzeigen.“ Eltern, die sich überfordert fühlen, empfiehlt sie: „Bleiben Sie ruhig. Es ist besser, das Kind sicher auf den Boden zu legen und kurz den Raum zu verlassen, um durchzuatmen und wieder zur Ruhe zu kommen. Wer sich unsicher fühlt, sollte frühzeitig Hilfe suchen – etwa bei seiner Hebamme, den Frühen Hilfen, Familienkinderkrankenschwestern, Kinderärzten, Schwangerenberatungsstellen, Schreiambulanzen oder Familien- und Erziehungsberatungsstellen.“ Hintergrund: Das Projekt „#SchüttelMichNicht“ Das Präventionsprojekt wurde von der Berliner Charité ins Leben gerufen. Im Rahmen der Aktion spenden Shopping-Center in ganz Deutschland jeweils eine Schüttelpuppe an ein Krankenhaus in ihrer Region. Der Wert einer Puppe liegt bei rund 2.000 Euro. In Bad Kreuznach hat das „K in Lautern“ diese Patenschaft übernommen. „Wir freuen uns, mit dieser Spende einen Beitrag zum Schutz der Kleinsten leisten zu können“, sagt Sabine Friedrich, Center-Managerin des „K in Lautern“, bei der Übergabe der Paten-Urkunde in Bad Kreuznach.
Drei Jahre lang haben sie gelernt, gepflegt und begleitet – nun ist der Moment gekommen: Acht Absolventinnen und Absolventen der generalistischen Pflegeausbildung der Diakonie Kliniken am Standort Marienwörth haben ihr Examen erfolgreich bestanden. Ab sofort dürfen sich Rostand Bialeu, Jannis Bredel, Sarah-Michelle Bussmann, Justin Druck, Elizaveta Frits, Kristina Taseska und Thomas Venakuzhi Biju Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann nennen. Trotz der vergleichsweise kleinen Kursgröße ist die Freude groß – gerade, weil der Weg dorthin nicht immer leicht war. „Unsere Auszubildenden haben in den vergangenen Jahren mit großem Einsatz, Empathie und Durchhaltevermögen gezeigt, was diesen Beruf ausmacht“, sagt Praxisanleiter Patrick Krieg, der den Kurs in der Mühlenstraße intensiv begleitet hat. „Die Gruppe musste sich so mancher Herausforderung stellen. Umso schöner, dass sie einen so starken Zusammenhalt entwickelt hat – das hat sie durch die Prüfungen getragen.“ Beim Gottesdienst und der Examensfeier wurde der Abschluss gebührend gefeiert. Patrick Krieg und die zentralen Praxisanleiterinnen und -anleiter, richteten persönliche Worte an die frisch Examinierten: „In den letzten drei Jahren haben Sie gezeigt, dass Sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – für Ihre Mitmenschen und für die Zukunft der Pflege. Ihr bestandener Abschluss ist mehr als verdient – Sie haben nicht nur das notwendige Fachwissen erworben, sondern auch die innere Stärke entwickelt, die in diesem Beruf so wichtig ist. Im Namen aller Teams gratulieren wir Ihnen herzlich“, so Krieg weiter. Für die frisch examinierten Pflegefachpersonen beginnt mit dem Abschluss der Ausbildung ein neuer beruflicher Lebensabschnitt mit vielen Perspektiven und der Gewissheit, in einem der wichtigsten Berufe unserer Gesellschaft angekommen zu sein. Fünf der neuen Pflegefachpersonen bleiben den Diakonie Kliniken treu und werden im September in der Mühlenstraße ins Berufsleben starten. Ein Absolvent wird künftig im Seniorenheim Haus St. Josef arbeiten. Ihre beruflichen Aussichten sind ausgezeichnet. Nicht nur in der Region, sondern auch bundes- und europaweit werden Pflegefachkräfte dringend gebraucht. Dass die generalistische Pflegeausbildung weiterhin stark nachgefragt ist, zeigt der Blick auf die kommenden Ausbildungsjahrgänge: Im August 2025 starten 90 neue Auszubildende an der Gesundheits- und Pflegeschule der Stiftung kreuznacher diakonie in Bad Kreuznach – so viele wie nie zuvor. „Was uns besonders macht, ist die große Vielfalt, die wir bieten“, erklärt Schulleiterin Tanja Lucas. „Unsere Auszubildenden können bei uns alle Vertiefungsbereiche der Pflegeausbildung durchlaufen: von der Kinderklinik über Krankenhausstationen und Hospize bis zur ambulanten und stationären Seniorenhilfe. Diese vielfältigen Einblicke in die Pflege machen eine Ausbildung bei der Stiftung so attraktiv.“ Wer sich für die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann interessiert, findet alle Infos unter: https://www.kreuznacherdiakonie.de/karriere/ausbildung Die Schule nimmt ab sofort Bewerbungen für den Ausbildungsbeginn im August 2026 entgegen.
Die Diakonie Kliniken in Bad Kreuznach planen den umfangreichen Ausbau der modernen Zentralen Notaufnahme (ZNA) am Standort Ringstraße. Damit bündelt die Klinik ihre Notfallkompetenz an einem Ort. Mit diesem Schritt sichert die Geschäftsführung die Zukunftsfähigkeit und reagiert auf gestiegene Anforderungen in der Akut- und Notfallmedizin sowie auf gesetzliche Vorgaben, die den Betrieb mehrerer Notaufnahmen innerhalb eines Krankenhauses untersagen. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach gGmbH hatte am 1. Februar das Krankenhaus Marienwörth übernommen. Gerade läuft der komplexe Prozess, das Medizinkonzept für die Versorgung der Region umzusetzen. Darüber hatte die Stiftung kreuznacher diakonie am 23. Juni 2025 in einer Pressemitteilung informiert. „Viele Menschen in der Stadt bewegt die Zusammenführung der beiden Häuser und sie haben ein großes Interesse daran, zu erfahren, wie es mit den medizinischen Angeboten weitergeht“, sagt Geschäftsführer Manuel Seidel und stellt zum Thema ZNA klar: „Es wird keine Schließung geben. Wir planen eine medizinisch sinnvolle Verlagerung mit dem Ziel, mehr Kapazitäten, eine moderne Ausstattung und eine sichere Versorgung für unsere Patientinnen und Patienten zu schaffen. Gleichzeitig möchten wir unsere Mitarbeitenden entlasten, indem wir doppelte Strukturen auflösen.“ Eine leistungsfähigere Notaufnahme für die Region Die Zentrale Notaufnahme wird auf dem Klinikgelände in der Ringstraße zusammengeführt. Dafür sind größere Umbaumaßnahmen nötig. Mit drei Schockräumen, 22 bis 24 Behandlungsplätzen und einem Überwachungsbereich mit bis zu acht Betten wird diese deutlich größer als die bisherigen beiden Einheiten zusammen. Damit erfüllt die neue ZNA alle gesetzlichen Strukturvorgaben für eine erweiterte Notfallversorgung – ein Qualitätsversprechen an die Bevölkerung. Der Hintergrund: Nach dem Erwerb des ehemaligen Krankenhauses St. Marienwörth durch die Diakonie Kliniken gelten die beiden Häuser aufgrund ihrer räumlichen Nähe von rund 1.000 Metern gesetzlich als ein gemeinsames Krankenhaus. Dafür sieht die Vorgabe des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) nur eine ZNA vor. Bis zur Fertigstellung der neuen ZNA bleibt in beiden Häusern die Notaufnahme bestehen. Auch später wird es in der Mühlenstraße eine Notfalleinheit für bestimmte Patientengruppen geben. Mediziner wirken an Entscheidung mit Die Entscheidung für die Ringstraße als Standort der neuen ZNA wurde in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe getroffen, in der Notfallmediziner und Pflegefachpersonen beider Standorte mitgewirkt haben. Dr. Oliver Bill, Leiter der ZNA in der Mühlenstraße, erklärt: „Die Hauptaufgabe einer Notaufnahme ist es, lebensbedrohlich verletzte oder erkrankte Menschen zu stabilisieren bzw. eine sofortige Anschlussbehandlung anzuordnen, zum Beispiel in den OP bei einem Polytrauma (Mehrfachverletzung) oder in ein Herzkatheterlabor nach einem Herzinfarkt. Dafür bietet die Ringstraße mit ihren OP-Kapazitäten, zwei Herzkatheterlaboren, dem regionalen Traumazentrum und der größeren Intensivstation die besten Voraussetzungen.“ Sinnvolle Verteilung – für Patienten und Personal Das neue Versorgungskonzept der Diakonie Kliniken sieht es vor, die Akut- und Notfallversorgung sowie spezialisierte Fachbereiche in der Ringstraße zu bündeln. Dazu gehören beispielsweise die Kardiologie, Orthopädie, Wirbelsäulen- und Unfallchirurgie sowie die Viszeral- und Gefäßchirurgie. Die Mühlenstraße bleibt in diesem Konzept aber substantiell wichtig: Hier konzentrieren sich künftig planbare Eingriffe und ambulante Behandlungen. Auch die spezialisierte Stroke Unit (Schlaganfallstation) wird weiterhin dort stationär verortet sein, bewusst an einem Standort mit Hubschrauberlandeplatz. „Bei schweren Schlaganfällen zählt jede Minute, insbesondere wenn eine rasche Verlegung in eine neurochirurgische Klinik erforderlich ist“, erklärt der Ärztliche Direktor Dr. Christoph von Buch. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den neuen gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden und die Notfallversorgung spürbar zu verbessern. „Die Notaufnahmen in Deutschland sind vielerorts am Limit“, sagt Manuel Seidel. „Die neue Struktur und die eng verzahnten Abläufe in der künftigen Zentralen Notaufnahme geben uns die Möglichkeit, genau darauf zu reagieren und schaffen zusätzliche räumliche und personelle Ressourcen.“ Durch die Zusammenführung können zudem bisher doppelt vorgehaltene Strukturen, wie Rufbereitschaften, effizienter organisiert werden. Das entlastet die Personalplanung und die Mitarbeitenden im Alltag. Der Baubeginn der neuen ZNA ist für Herbst/Winter 2025 vorgesehen. „Natürlich wollen wir unser neues Versorgungskonzept zügig umsetzen. Aber viele Schritte sind auch von externen Faktoren abhängig“, erklärt Seidel. „Wir sind im engen Austausch mit den Verantwortlichen, um die nächsten Meilensteine zu erreichen.“ Dazu finden im Juli Gespräche mit dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit statt. Mit den Planungen für die neue Notaufnahme in Bad Kreuznach stellen die Diakonie Kliniken die Weichen für eine der modernsten und zukunftssichersten Notfallversorgungen in Rheinland-Pfalz: leistungsstark und mit dem Blick – auf die die bestmögliche Versorgung der Menschen in der Region.
Diakonin Doris Borngässer wurde jetzt nach 45 Jahren in der Stiftung kreuznacher diakonie mit einem feierlichen Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet. Im Laufe von mehr als zwei Jahrzehnten hat sie Generationen von Diakoninnen und Diakonen geprägt. Am Anfang ihrer Karriere hätte sie selbst das wohl am wenigsten erwartet. Denn als Doris Borngässer vom Arbeitsamt in Mainz den Tipp bekam, die Ausbildung zur Diakonin zu absolvieren, musste sich die damals frisch gebackene 19-Jährige Erzieherin erst einmal drüber informieren, was Diakoninnen und Diakone überhaupt so machen. „Eigentlich wollte ich Gemeindepädagogik studieren, weil mir die Arbeit in der Kirchengemeinde im Kindergottesdienst und als ehrenamtliche Mit-Organisatorin in der Jugendarbeit so viel Spaß gemacht hat – aber dafür hätte ich das Abi nachholen müssen“, erzählt sie. 1979 bewarb sie sich schließlich doch bei verschiedenen Trägern von Diakonen-Ausbildungen und stellte beim Bewerbungswochenende in Bad Kreuznach fest: „Ich in falsch bei Ihnen, weil Sie ja nur für Menschen mit Behinderung arbeiten“. Diakon Hajo Mahlendorf, damals Leiter der Diakonen-Ausbildung, überzeugte die junge Frau in einem sehr persönlichen Brief jedoch davon, es sich noch einmal anders zu überlegen und zumindest das einjährige Grundseminar zu absolvieren. Doris Borngässer blieb und entdeckte bald ihr Herz für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Im Grundseminar wechselten sich Theorie und Praxis ab. Sie lernte die Angebote der Behindertenhilfe an den Standorten Meisenheim und Bad Kreuznach kennen und stellte fest: „Das ist hundertprozentig meins.“ Zwischen das Grundseminar und Oberkurs der Diakonen-Ausbildung schob sie daher die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin dazwischen. 1986 wurde sie eingesegnet. Nach der Geburt von Sohn Felix folgte dann noch ein Studium in Erziehungswissenschaften, immer begleitet von Stellenanteilen bei der Stiftung kreuznacher diakonie, hauptsächlich im Aufbau und der Begleitung von Außenwohngruppen für Menschen mit Behinderung. Nach dem Ende ihres Studiums baten die damaligen Vorstände Pfarrer Dietrich Humrich und Dr. Frank Rippel Doris Borngässer, die Diakonen-Ausbildungder Stiftung kreuznacher diakonie zu übernehmen. Sie zögerte zunächst. „Haben Sie doch Vertrauen in uns. Wir sehen, was in Ihnen steckt – wir haben Vertrauen in Sie!“ Mit diesen Worten schafften sie es, Doris Borngässer zu überzeugen. Sie war an der richtigen Stelle angekommen. „Ich habe unglaublich gerne Menschen begleitet in ihren beruflichen Wagnissen – das wurde eine Herzenssache für mich“, berichtet sie. Seit 2004 hat Doris Borngässer die Diakonen-Ausbildung in Bad Kreuznach maßgeblich geprägt, indem sie die inhaltliche Ausrichtung, die Organisation und die persönliche Begleitung der Auszubildenden verantwortete. Unter ihrer Leitung wurde die Ausbildung nicht nur als reine Wissensvermittlung verstanden, sondern als umfassende Entwicklung von Haltung und Persönlichkeit. Sie betonte stets, dass Diakoninnen und Diakone Brückenbauer zwischen Kirche, Diakonie und Gemeinwesen seien und ihre Aufgabe darin bestehe, Menschen in existenziellen Lebensfragen zu begleiten. Doris Borngässer legte besonderen Wert darauf, dass die Ausbildung praxisnah und lebensrelevant gestaltet wird. Dazu gehörte auch, dass die Teilnehmenden ihre eigenen beruflichen und persönlichen Erfahrungen aktiv einbringen konnten. Neben der Diakonen-Ausbildung war Doris Borngässer viele Jahre lang zudem Fachfrau für ethische Fragestellungen in der Stiftung kreuznacher diakonie. Mit ihrem Namen verbunden bleiben die Ethik-Foren, Projekte wie „Kunst trotz(t) Demenz“, „Kunst trotz(t) Armut“, die Arbeit am Leitbild und – ihr in besonderer Erinnerung geblieben – das Versöhnungsprojekt mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und -arbeitern aus der Ukraine, die in den damaligen Diakonie-Anstalten arbeiten mussten. „Diese hochbetagten Menschen haben uns teilhaben lassen an dem Unrecht, das ihnen widerfahren ist, ohne dabei bitter oder vorwurfsvoll zu sein“, erinnert sie sich. Ihrer Nachfolge hinterlässt die 64-jährige ein wohlbestelltes Feld. Um für sich selbst den richtigen Übergang in den Ruhestand zu finden, hat sie sich vorgenommen, zunächst einmal auf Abstand bleiben zur gerade einmal einen Kilometer von ihrer Haustür entfernten alten Wirkungsstätte – auch, wenn ihr das bestimmt nicht immer ganz leichtfallen wird.
Nach dem Zusammenschluss des Diakonie Krankenhauses und des ehemaligen St. Marienwörth unter dem gemeinsamen Dach der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach wurde heute das neue medizinische Versorgungskonzept vorgestellt. Ziel der Neustrukturierung ist es, medizinische Kompetenzen gezielt zu bündeln, Synergien zu schaffen und eine ganzheitliche, zukunftsweisende Patientenversorgung in der Region zu gewährleisten. Mit der Zusammenführung medizinischer Schwerpunkte in der Ring- und in der Mühlenstraße entsteht ein klar strukturiertes Leistungsangebot: So werden die Kardiologie, die Orthopädie und Unfallchirurgie, die Zentrale Notaufnahme und die Viszeral- und Gefäßchirurgie künftig in der Ringstraße gebündelt. In die Mühlenstraße wird unter anderem die Plastische Chirurgie ziehen und in der Klinik für Innere Medizin wird der Fokus auf die Gastroenterologie gelegt. In der Mühlenstraße findet weiterhin die Versorgung durch die Akutpsychosomatik statt und der Ausbau eines ambulanten Zentrums wird zeitnah beginnen. Zusammen mit diesem Ausbau sind auch weitere bauliche Maßnahmen erforderlich, die die neue Struktur optimal unterstützen sollen. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach gGmbH ist bezüglich einer Förderung für diese Investitionen im Millionenbereich mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit im Austausch. „Als Träger sehen wir es als unseren Auftrag, die Zukunft der medizinischen Versorgung langfristig zu planen und sicher zu stellen“ erklärt Andreas Heinrich, Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie und Manuel Seidel, Geschäftsführer der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach, ergänzt: „Wir bündeln unsere hohe medizinische Expertise, erweitern unsere Behandlungsmöglichkeiten und schaffen ein vollumfängliches medizinisches Angebot für die Region.“ Im Rahmen der Planung des medizinischen Konzeptes sind auch externe Vorgaben zu berücksichtigen, die das KHVVG (Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz) ab Ende 2026 vorgibt. Das jetzige Medizinkonzept ermöglicht es, die Akutversorgung und die Geburtshilfe am Standort Ringstraße zu bündeln und viele elektive Eingriffe und ambulante Behandlungen effektiv in der Mühlenstraße durchzuführen. In der Mühlenstraße sind weiterhin auch die Leistungen im Bereich der Gynäkologie und das Brustkrebszentrum, die Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie, die Onkologie und Palliativmedizin sowie die Stroke Unit (Schlaganfallstation) stationär verortet. Aus medizinischer Sicht ist die Neukonzeptionierung ein bedeutender Schritt. Sie ermöglicht eine engere interdisziplinäre Zusammenarbeit, kürzere Wege für Notfälle und den gezielten Ausbau des medizinischen Leistungsangebotes. Als erste Maßnahme wird die Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Jens Rothenberger in den nächsten Wochen in die Mühlenstraße umziehen. Die Neuausrichtung der medizinischen Struktur geht Hand in Hand mit der Weiterentwicklung des Personals. So wird in den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach verstärkt in Fort- und Weiterbildungen investiert, um die hohe Qualität der Versorgung halten und auszubauen sowie Mitarbeitende gezielt zu fördern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Ausbildung von Ärzten und Pflegekräften: Die Anzahl der Ausbildungsplätze in der generalistischen Pflegeausbildung der Stiftungseigenen Pflegeschule wurden nochmals erhöht. „Im August 2025 starten 90 neue Auszubildende – ein Rekordwert“, freut sich Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas. Für Ärztinnen und Ärzte gelten die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach als attraktiver Ausbildungsort: Schon jetzt können Medizinstudierende ihr Praktisches Jahr (PJ) in einer Vielzahl unterschiedlicher Wahlfächer absolvieren. Darüber hinaus verfügen alle Chefärztinnen und Chefärzte über umfangreiche Weiterbildungsbefugnisse, sodass Ärztinnen und Ärzte ihre komplette Facharztausbildung in Bad Kreuznach absolvieren können. „Krankenhäuser müssen heute den Bedarfen der Menschen gerecht werden und den Herausforderungen der Zukunft standhalten. Dafür braucht es neben der apparativen Ausstattung vor allem sehr gut qualifizierte und engagierte Mitarbeitende. Mit unseren mehr als 1.600 Mitarbeitenden sind wir bestens aufgestellt, um diesen Weg erfolgreich zu gehen und die medizinische Versorgung von morgen zu sichern“, betont Manuel Seidel, Geschäftsführer der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach.
Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach gehen einen entscheidenden Schritt in Richtung digitale Zukunft: Schrittweise wird die klassische Papierakte durch eine digitale Patientenakte ersetzt. Damit setzt das Haus nicht nur eine zentrale Vorgabe des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) um, sondern entlastet perspektivisch das ärztliche und pflegerische Personal von zeitintensiven Verwaltungsaufgaben und verbessert die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Der Startschuss fällt auf ausgewählten Pilotstationen sowie in der Zentralen Notaufnahme. Hier werden die neuen digitalen Prozesse im Praxisalltag intensiv getestet und die Mitarbeitenden nochmals gezielt geschult. Nach erfolgreichem Testbetrieb wird das System nach und nach in allen Bereichen der Kliniken eingeführt. In den Fachabteilungen in der Mühlenstraße ist die elektronische Patientenakte bereits im Einsatz. „Mit der digitalen Patientenakte schaffen wir mehr Transparenz im Behandlungsverlauf, stärken die Kommunikation zwischen den Berufsgruppen und können in Zukunft den Dokumentationsaufwand verringern“, erklärt Dr. Christoph von Buch, Ärztlicher Direktor und Chefarzt für Kinder- und Jugendmedizin. Alle relevanten Informationen sollen für Ärzteteams und Pflegekräfte künftig schnell, lesbar und überall in der Klinik verfügbar sein. Ob Vitalwerte, Medikamente, Laborergebnisse oder Pflege- und Behandlungsdokumentation: Alles wird wie bisher sorgfältig eingetragen, nur eben digital. „Unsere Pflegefachpersonen können schon während der Visite wichtige Daten direkt an den mobilen Visitenwägen erfassen. Das spart wertvolle Zeit, die direkt den Patientinnen und Patienten zugutekommt. Die Digitalisierung hilft uns, fachfremde Tätigkeiten zu reduzieren und Prozesse zu vereinfachen. So bleibt wieder mehr Raum für das, was unseren Beruf ausmacht – das Kümmern um unsere Patienten,“ betont Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas. Alle Stationen und Funktionsbereiche wurden mit mobilen Visitenwägen ausgestattet. Auch das bestehende Spracherkennungssystem wurde erweitert, sodass nun auch sprachbasiert dokumentiert werden kann. „Natürlich bringt die Umstellung in der Anfangsphase zusätzliche Herausforderungen mit sich“, sagt Alisa Wilbat, Klinische Pflegeexpertin und Mitglied des Projektteams. „Aber wir sind gut vorbereitet: Seit dem Kick-off im April 2024 haben Projektgruppen aus Pflege, Medizin, Apotheke und IT gemeinsam mit externen Partnern ein durchdachtes Konzept für die neuen Prozesse entwickelt. Unsere Keyuser wurden intensiv geschult und geben ihr Wissen an die Teams weiter. Selbst erstellte Kurzvideos und die enge Begleitung durch das Projektteam helfen zusätzlich.“ Dass dieser Meilenstein erreicht wurde, ist das Ergebnis des großen Engagements vieler Kolleginnen und Kollegen, wie Kaufmännischer Direktor Manuel Seidel betont: „Steigende Dokumentationsanforderungen machen die Digitalisierung alternativlos. Wir sind überzeugt: Mittel- und langfristig werden uns die neuen digitalen Prozesse entlasten. Danke an all diejenigen, die in den letzten Monaten Anforderungen analysiert, digitale Lösungen bewertet und praxisnahe Strategien entwickelt haben. Nur durch diese engagierte und gute Zusammenarbeit ist eine nachhaltige Umsetzung im Klinikalltag überhaupt möglich.“ Die digitale Patientenakte ist Teil eines umfangreichen Digitalisierungsprojekts im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes und wird durch den Krankenhauszukunftsfonds mit Mitteln der Europäischen Union – Next Generation EU – mitfinanziert. Weitere Fördermittel sind in benötigte Lizenzen, ein leistungsstarkes WLAN und den Ausbau der IT-Sicherheit geflossen. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach gehen mit diesem Projekt einen wichtigen Schritt in Richtung moderne und sichere Patientenversorgung – und stärken zugleich ihre Position als attraktiver und fortschrittlicher Arbeitgeber im Gesundheitswesen.
Wenn Schülerinnen und Schüler des Herzog-Johann-Gymnasiums und der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus in Simmern nicht nur den Aufbau des menschlichen Körpers lernen, sondern auch Puls messen, Säuglingspflege üben, Verbände anlegen oder erleben, wie eine Infusion funktioniert, dann steht auf dem Stundenplan nicht Biologie – sondern Pflege. Im Rahmen des Projekts Care4Future haben 15 Jugendliche der Klassenstufen 9 und 10 in den vergangenen sieben Monaten in den Diakonie Kliniken Hunsrück der Stiftung kreuznacher diakonie einen tiefen Einblick in die Welt der Gesundheitsberufe erhalten. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen frühzeitig für eine Ausbildung oder ein Studium im sozialen oder pflegerischen Bereich zu begeistern. Ende Juni präsentierten die Teilnehmenden zum Projektabschluss ihre Erfahrungen und nahmen stolz ihre Zertifikate entgegen. Pflege: Vielseitig, sinnstiftend und nah am Menschen „Das Projekt ist eine wertvolle Gelegenheit für Jugendliche, Pflege jenseits gängiger Klischees kennenzulernen“, sagt Franziska Krämer, Praxiskoordinatorin für Pflegeberufe in den Diakonie Kliniken, die gemeinsam mit den Praxisanleitungen die Inhalte und Unterrichtsmodule entwickelt hat. „Sie erleben, wie vielseitig, verantwortungsvoll und sinnstiftend die Arbeit mit und für Menschen ist.“ Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler fielen durchweg positiv aus. Einige können sich nun eine spätere Tätigkeit in der Klinik vorstellen – ein starkes Signal angesichts des bestehenden Fachkräftemangels in der Pflege. Theorie trifft Praxis Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit den beiden Schulen und den Diakonie Kliniken Hunsrück realisiert. Im zweiwöchigen Rhythmus fanden Unterrichtseinheiten statt, die von den Auszubildenden der Klinik geleitet wurden – ein Konzept, das authentische Einblicke und den Austausch auf Augenhöhe ermöglicht. Auf dem Programm standen praktische Themen wie Mobilisation, Vitalzeichenkontrolle, Infusionstherapie und Verbandslehre. Auch Mundpflege und Nahrungsaufnahme wurden im Selbstversucht erprobt. Ergänzt wurde das Angebot durch Module zur Säuglingspflege mit Besuch im Kreißsaal, zur Ergotherapie und Physiotherapie sowie durch einen Tag im Dr. Theodor-Fricke-Altenpflegeheim der Seniorenhilfe. Weitere Schwerpunkte waren Erste Hilfe, Hygiene und mentale Gesundheit. Ausbildung mit Zukunft Zum 1. August beginnen voraussichtlich 29 junge Menschen ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann an der Gesundheits- und Pflegeschule der Stiftung kreuznacher diakonie in Simmern. Der generalistische Abschluss ist EU-weit anerkannt und eröffnet vielfältige Karrierewege – etwa im Krankenhaus, in der Altenpflege oder im Ambulanten Dienst. Voraussetzung ist ein guter mittlerer Bildungsabschluss oder die (Fach-)Hochschulreife. Zusätzlich besteht seit dem diesem Jahr in Simmern die Möglichkeit, eine einjährige Ausbildung im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe zu absolvieren. Für weitere Informationen und Bewerbung: bewerbung-sim@kreuznacherdiakonie.de
Der Kommunalpolitiker und Fitnessunternehmer Hans Gerhard Merkelbach hat 3000 Euro für die Arbeit des Palliativ-Stützpunktes der Diakonie Kliniken am Standort Mühlenstraße/Marienwörth gespendet. „Mir ist bekannt, dass dort gute und wertvolle Arbeit geleistet wird. Deshalb möchte ich meine Sitzungsgelder, die ich im vergangenen Jahr für meine Arbeit im Stadtrat bekommen habe, ist voller Höhe für die Palliativversorgung spenden“, erklärte er bei einer symbolischen Scheckübergabe an Dr. med. Katja Schwan, der stellvertretenden ärztlichen Leiterin des Teams für spezialisierte ambulante Palliativversorgung Rheinhessen-Nahe (SAPV-RHN). „Einen großen Teil ihrer Spende werden wir dafür verwenden, naturreine ätherische Öle von renommierten Herstellern zu kaufen, um mit deren Düften zur Steigerung des Wohlbefindens und zur Entspannung unserer Klienten der Palliativmedizin beizutragen, z.B. in Fällen von Atemnot können diese Öle zur Erleichterung beitragen. Wir nutzen bei Bedarf auch ein ,Wegbegleiter-Öl‘, das wir selbst aus verschiedenen Ölen zusammenmischen, um eine gewisse Leichtigkeit bei den Patienten zu fördern. Unter anderem verwenden wir Muskel- und Gelenköle, die bei Einreibungen gegen Schmerzen zum Einsatz kommen. Es gibt auch milde Öle, deren Düfte Übelkeit lindern können“, erklärte Dr. Schwan im Zusammenhang mit der Verwendung der Spende. Der Einsatz solcher Öle in der Palliativbehandlung habe sich schon seit Jahren bewährt. Ihr Einsatz müsse zum Teil durch Ärzte veranlasst werden. Es gibt eine spezielle Ausbildung für Aromaexperten. „Die Anwendungen mit ätherischen Ölen ist eine wertvolle Ergänzung zur Palliativmedizin“, fasste Dr. Schwan zusammen.
Das Diakonie Krankenhaus Kirn der Stiftung kreuznacher diakonie passt seinen OP-Betrieb an und arbeitet zu diesem Zweck eng vernetzt mit den anderen Klinikstandorten der Stiftung. Ab Juli 2025 werden operative Eingriffe in Kirn an zwei festen Tagen pro Woche – jeweils montags und donnerstags – durchgeführt. Die Erstversorgung vor Ort ist weiterhin jederzeit gewährleistet. „Gerade bei komplexen Krankheitsbildern und Hochrisikopatienten profitieren unsere Patientinnen und Patienten von der Behandlung im Klinikverbund: Komplexe Operationen, die ein umfassendes medizinisches Backup erfordern, werden auf hohem Niveau in Bad Kreuznach durchgeführt. So können wir höchste Behandlungsqualität, maximale Patientensicherheit und eine optimale Nutzung unserer personellen und technischen Ressourcen auch künftig gewährleisten“, betont der Kaufmännische Direktor Manuel Seidel. Notfälle außerhalb der beiden OP-Tage werden selbstverständlich weiterhin stationär aufgenommen, erstversorgt und – falls erforderlich – zur weiteren operativen Behandlung in die Diakonie Kliniken oder ein anderes spezialisiertes Krankenhaus verlegt. Der ärztliche Bereitschaftsdienst der Zentralen Notaufnahme für internistische und chirurgische Patienten ist unverändert abgedeckt. Das OP- und Anästhesiepersonal wird – wie bereits erfolgreich praktiziert – an anderen Standorten innerhalb unseres Klinikverbundes flexibel eingesetzt. „Auf diese Weise können wir künftig die bedarfsgerechte, qualitätsorientierte und kontinuierliche Versorgung unserer Patienten sicherstellen“, so Seidel weiter. Konkret bedeutet das für Patientinnen und Patienten ab Juli 2025: • Die Wirbelsäulenchirurgie bietet unverändert ihre Ermächtigungssprechstunden sowie ambulante Behandlungen (z.B. Infiltrationen) in Kirn an. • Handchirurgische Eingriffe werden ab Juli 2025 in Bad Kreuznach durchgeführt. • Orthopädische und unfallchirurgische Eingriffe bleiben weiterhin Teil des operativen Angebots vor Ort und werden wie gewohnt in Kirn vorgenommen. • Arbeitsunfälle (BG-Sprechstunde) werden im Rahmen des Durchgangsarzt-Verfahrens weiterhin in Kirn behandelt. • Auch alle internistischen ambulanten und stationären Leistungen, wie beispielsweise Gastroskopien (Magenspiegelung) und Koloskopien (Darmspiegelung) werden in Kirn angeboten und perspektivisch weiter ausgebaut. Mit diesen Maßnahmen sichert die Stiftung kreuznacher diakonie die Versorgungssicherheit, und bietet Patientinnen und Patienten insbesondere bei komplexen Erkrankungen die bestmögliche Behandlung im Rahmen eines leistungsstarken Klinikverbundes.
Rekord für die Stiftung kreuznacher diakonie (Skd) beim Firmenlauf 2025: Von mehr als 360 Läuferinnen und Läufern im vergangenen Jahr war das inklusive Team aus Läufern, Rollis und Gehern in magentafarbenen Shirts diesmal auf 655 angewachsen. Das sicherte zum wiederholten Mal den Pokal für das größte Team bei diesem Event. „Positives bewirken – als Team mit Dir. Gemeinsam stärker!“ – überall auf der Strecke begegnete man diesem Spruch – und die beiden Vorstände der Stiftung, Prof. Dr. Holger Böckel und Andreas Heinrich hatten ihre Freude daran, beim Laufen immer wieder auf Mitarbeitende, Beschäftigte, Bewohnerinnen und Bewohner zu treffen. „Ich bin zusammen mit meinen beiden Schwiegersöhnen gelaufen und wir haben immer wieder die Möglichkeit genutzt, andere anzufeuern, besonders natürlich aus unserem super Team, das man überall an den Magenta-Shirts erkannte“, berichtet Holger Böckel. „Der Fun-Faktor stand für mich eindeutig im Vordergrund“. Mit seiner Laufzeit von 34:13 Minuten war er ebenfalls sehr zufrieden. Andreas Heinrich kam kurz zuvor, mit einer Zeit von 33:58 Minuten ins Ziel. „Ich bin damit sehr zufrieden. Was mich beim Firmenlauf immer wieder beeindruckt, ist das große Engagement und die tolle Atmosphäre während des Laufes und insbesondere auch hinterher im Kurpark. Das macht mir ganz besonders viel Spaß“, betont er. Bei der Verleihung der Pokale konnten sich die Läuferinnen und Läufer in Magenta gleich zweimal freuen: Neben dem Preis für das größte Team gab es in diesem Jahr auch den für das Unternehmen, das die meisten Auszubildenden auf die Strecke geschickt hatte. Daher war der Jubel im Kurpark entsprechend groß. Zusammen mit den Eltern und natürlich den Bewohnerinnen und Bewohnern nahmen – ganz im Sinne der Inklusion – unter anderem auch die Mitarbeitenden des Hauses am Bühl am Firmenlauf teil. „Das war toll! Es stärkt das Gemeinschaftsgefühl, zusammen etwas geschafft zu haben“, erzählt Diakonin Brigitte Scholz. Ohne vorher trainiert zu haben, ist die Gruppe losgezogen und alle genossen es sehr, unterwegs immer wieder Menschen in den gleichen Shirts zu treffen und zu wissen: Auch wenn man sich nicht persönlich kennt, sind doch alle für die Stiftung unterwegs gewesen. Herzlichen Dank allen 655 Teilnehmenden, die den Firmenlauf in Bad Kreuznach zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben – ein neuer Rekord! Wir waren als Stiftung nicht nur sportlich, sondern auch als Gemeinschaft überall sichtbar und hatten eine wunderbare Stimmung! Der Lauf war ein echtes Gemeinschaftserlebnis – über alle Bereiche und Standorte hinweg. Danke für Ihren Teamgeist, Ihr Engagement und dieses starke Zeichen des Miteinanders!
Mit dem neuen Veranstaltungsformat „#Stiftungsnavi“ hat die Stiftung kreuznacher diakonie eine informative und richtig herzliche Willkommensplattform für die Kolleginnen und Kollegen am Campus in der Mühlenstraße geschaffen. Der Auftakt war am Montag – mit viel Austausch, spannenden Einblicken und in einer offenen, positiven Atmosphäre. Ganz klares Ziel ist die Idee, das Ankommen zu erleichtern: mit wertvollen Informationen, gelebten Werten und Raum für Begegnungen. Ein geistlicher Impuls zum Thema „Zusammen kommen – zusammen wachsen“ eröffnete die Veranstaltung. Danach ging es weiter mit einem lebendigen Einblick in 136 Jahre Stiftungsgeschichte, ergänzt durch die 134-jährige Tradition der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz – beides verbunden durch ein gemeinsames christliches Werteverständnis. Leitbilder, Führungsprinzipien, eine Übersicht der Organisation inklusive Videos, Informationen zu Benefits und vielem mehr wurden nicht nur präsentiert, sondern im offenen Dialog zwischen den 25 Teilnehmenden und den Moderatorinnen Heike Gatzke (Strategie) und Julia Rohleder (HR) vertieft, die jedes offene Thema klären konnten. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv: motivierte Teilnehmende, interessierte Fragen, gute Gespräche – ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht. Die nächsten Termine sind bereits in Planung.
Seit dieser Woche verstärken vier angehende Ärztinnen und Ärzte das Team der Diakonie Kliniken Hunsrück. Mit dem Start ihres Praktischen Jahres (PJ) beginnt für sie ein entscheidender Abschnitt ihrer medizinischen Ausbildung – und für die Klinik eine wertvolle Investition in die Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung. „Wir freuen uns, dass sich diese vier motivierten Studierenden für unser Haus entschieden haben“, sagt Dr. med. Elena Ribel, Studienleiterin und Ärztliche Direktorin. „Das Praktische Jahr ist für uns nicht nur eine Ausbildungsphase, sondern auch eine Chance, junge Talente frühzeitig zu fördern und langfristig an unsere Klinik zu binden.“ Seit 2009 sind die Diakonie Kliniken Hunsrück akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Mit einer breiten Palette an Pflicht- und Wahlfächern – von Innerer Medizin und Chirurgie über Anästhesie, Gynäkologie bis hin zu Psychiatrie – bieten die Kliniken in Simmern ein vielseitiges Ausbildungsumfeld. Besonders geschätzt werden die persönliche Atmosphäre des Hauses, die enge Begleitung durch erfahrene Fachärzte und die Möglichkeit, eigene Patienten unter Supervision zu betreuen. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal: Die Diakonie Kliniken Hunsrück tragen das Zertifikat „Faires PJ“. Dieses Siegel steht für transparente Rahmenbedingungen, verlässliche Strukturen, eine hochwertige Ausbildung sowie eine angemessene Wertschätzung der Studierenden. Dazu gehören beispielsweise die monatliche Aufwandsentschädigung von 812 Euro, der regelmäßige PJ-Unterricht und zahlreiche weitere Zusatzleistungen. Um ihr Praktisches Jahr in Simmern zu absolvieren, kommen Johannes Kuhne aus Frankfurt, Gillawa Baloochi aus Hargesheim, Sophie Hoffmann aus Würzburg und Celine Lehr aus Ingelheim. Wie sie darauf gekommen sind? „Durch Recherchen im PJ-Portal, Rankinglisten, Erfahrungsberichte vorheriger Jahrgänge und Gespräche mit Freunden“, erzählen sie. „Unsere PJler sind von Anfang an Teil unserer Teams“, betont Yana Schäfer, Fachärztin und Studienbeauftragte. „Sie erhalten nicht nur fundiertes medizinisches Wissen, sondern erleben auch den kollegialen Zusammenhalt und die familiäre Atmosphäre unserer Klinik.“ Viele der Studierenden entscheiden sich nach dem Examen dafür, als Assistenzärztinnen und -ärzte in Simmern zu bleiben – oft auch für ihre gesamte Facharztausbildung. „Das zeigt uns immer wieder, wie sehr die persönliche Betreuung, die flachen Hierarchien und das breite Spektrum an medizinischen Fachgebieten geschätzt werden“, so Dr. Elena Ribel. „Wer hier sein PJ macht, findet nicht selten seinen langfristigen Arbeitsplatz.“ Der aktuelle PJ-Jahrgang der Diakonie Kliniken Hunsrück hat kürzlich erfolgreich das medizinische Staatsexamen bestanden. Für die Klinik ist dies ein schöner Beweis, dass sich die intensive Betreuung und praxisnahe Ausbildung bewähren. Das Team freut sich besonders darüber, dass die beiden Absolventinnen, Alina Kuhn und Lisa-Marie Mainzer der Klinik treu bleiben und im Herbst ihre Assistenzarztzeit in Simmern beginnen werden. „Gerade als PJ-Studierende fühlt man sich hier nicht wie eine Nummer, sondern als echter Teil des Teams. Die Ärztinnen und Ärzte nehmen sich Zeit, erklären viel und lassen uns aktiv mitarbeiten. Für mich war schnell klar: Nach dem Examen möchte ich gern als Assistenzärztin in der Inneren hierbleiben“, sagt Alina Kuhn. Mit dem Start des neuen PJ-Jahrgangs setzen die Diakonie Kliniken Hunsrück ein Zeichen für die Förderung des medizinischen Nachwuchses und die Sicherung einer hochwertigen Patientenversorgung in der Region.
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Zusammenwachsen der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach: Erstmals kamen jetzt die Leitungskräfte der Pflege und der Funktionsdienste aus beiden Häusern – Mühlenstraße und Ringstraße – zu einer gemeinsamen Pflegekonferenz zusammen. Ziel des Tages: ein erstes persönliches Kennenlernen, Austausch über aktuelle Themen und ein gemeinsamer Blick in die Zukunft. Bereits bei der Begrüßung wurde deutlich: Die Pflege nimmt eine zentrale Rolle im Zusammenwachsen beider Standorte ein. Neben aktuellen Informationen zur Entwicklung des Zusammenschlusses stand vor allem das persönliche Kennenlernen im Mittelpunkt. In offener und wertschätzender Atmosphäre begegneten sich die Führungskräfte beider Häuser auf Augenhöhe – bei Vorstellungsrunden, Workshops, Gesprächen in den Pausen oder beim gemeinsamen Mittagessen. „Es war schön zu sehen, wie viele Gemeinsamkeiten uns verbinden – in der Haltung zur Pflege, in unseren Herausforderungen, aber auch in unseren Ideen“, sagte David Loch, Abteilungsleitung in der Mühlenstraße. „Man spürt: Wir sind auf einem guten Weg,“ bekräftig Marion Bauer Leitung Intensivstation in der Ringstraße. Am Nachmittag ging es um konkrete Themen aus der Praxis: die Anforderungen der Fortbildungsordnung der Pflegekammer RLP, offene Punkte in der Bildungsbedarfsplanung und der Prozess zur doppelten Dienstplanführung. Auch ein Update zu Digitalisierung und KHZG und aktuelle Zahlen zur Sturzauswertung standen auf dem Programm – ergänzt durch Berichte aus der Praxisanleitung. „Eine rundum gelungene Veranstaltung – informativ, kollegial und ermutigend“, zog Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas Bilanz. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Pflegeführungskräften die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten in der Region weiter zu stärken.“ Die Pflegekonferenz stellt damit nicht nur einen wichtigen organisatorischen Meilenstein dar, sondern vor allem ein menschliches: den Beginn eines vertrauensvollen Miteinanders, geprägt von offenem Austausch und dem gemeinsamen Ziel, eine Pflege auf höchstem Niveau zu gewährleisten.
Für 23 angehende Ärztinnen und Ärzte beginnt diese Woche ein spannendes neues Kapitel: Ihr Praktisches Jahr (PJ) an den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. Was für die Studierenden praktische Erfahrungen im Klinikalltag bedeutet und der letzte Schritt in Richtung Examen ist, ist für die Krankenhäuser in der Ringstraße und der Mühlenstraße eine wichtige Investition in die Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung. Seit vielen Jahren sind die Diakonie Kliniken akademische Lehrkrankenhäuser der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Besonders attraktiv ist das breite Ausbildungsspektrum: Neben den Pflichtfächern Innere Medizin und Chirurgie können die Studierenden auch Einblicke in Fachbereiche wie Psychosomatik, Anästhesie, Pädiatrie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Orthopädie oder Radiologie gewinnen. So erhalten sie ein realistisches Bild vom ärztlichen Berufsalltag und wertvolle Impulse für ihre weitere Laufbahn. Und diese Perspektiven führen viele zurück: „Wir freuen uns jedes Jahr, wenn ehemalige PJler nach ihrem Examen als Assistenzärztinnen und -ärzte zu uns zurückkehren“, so Chefarzt und Studienleiter Prof. Dr. Hartmann. Seit 2008 konnten wir bereits 68 von ihnen dauerhaft für unser Team gewinnen – ein starkes Zeichen für die Qualität unserer Ausbildung und das kollegiale Miteinander.“ Ein Beispiel ist Anna Forst. Sie absolvierte ihr PJ in Bad Kreuznach, legte vor einem Jahr das Examen ab und befindet sich nun in der Facharztausbildung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. „Für mich stand schnell fest, dass ich hierbleiben möchte. Die gute fachliche Breite, die enge Vernetzung der Abteilungen und die persönliche Atmosphäre haben mich überzeugt. Ich kann meine gesamte Weiterbildung in einem Haus absolvieren – in einem wertschätzenden Umfeld“, sagt sie. Genau diese persönliche Atmosphäre wird von vielen PJ-Studierenden besonders geschätzt. Flache Hierarchien, das Lernen mit Chef-, Ober- und Assistenzärzten sowie eine enge Begleitung durch persönliche Ansprechpartner ermöglichen es, früh Verantwortung zu übernehmen – ohne auf sich allein gestellt zu sein. Ergänzt wird das durch praxisnahe Seminare, Fallbesprechungen und Hands-on-Kurse. Auch der Standort Bad Kreuznach kann punkten: „Viele schätzen die gute Anbindung, die kurzen Wege und die hohe Lebensqualität hier vor Ort“, berichtet Oberarzt Johannes Nikolay, der die Studierenden im chirurgischen Tertial in der Mühlenstraße betreut. „Das macht uns auch überregional zu einem attraktiven Lehrkrankenhaus.“ Sein Fazit: „Die jungen Kolleginnen und Kollegen, die jetzt ihr Praktisches Jahr beginnen, sind die Ärztinnen und Ärzte von morgen. Ihre Ausbildung ist der Grundstein für eine verlässliche und wohnortnahe medizinische Versorgung. Umso mehr freuen wir uns, einige von ihnen nach dem Examen als feste Teammitglieder in der Klinik wiederzusehen.“
Die Abteilung für Orthopädie und Rheumaorthopädie der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach wurde erneut als EndoProthetikZentrum der höchsten Versorgungsstufe – als EPZmax - rezertifiziert. Die renommierte Auszeichnung wurde von der Initiative EndoCert der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) verliehen und bestätigt einmal mehr die herausragende Expertise der Klinik in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Gelenkerkrankungen. „Als EPZmax sind wir schon seit 2012 zertifiziert und waren damals das 32. Zentrum in Deutschland“, berichtet Chefärztin Martina Dafferner-Franzmann. „Seitdem erfüllen wir Jahr für Jahr die anspruchsvollen Qualitätsvorgaben und gehören inzwischen zu einem exklusiven Kreis von nur 186 zertifizierten Zentren in ganz Deutschland. Die erneute Auszeichnung bestätigt unsere Strukturen, Prozesse und die hohe Qualität, die wir Tag für Tag für unsere Patientinnen und Patienten sicherstellen“, so Dafferner-Franzmann weiter. Die umfassende Re-Zertifizierung findet alle drei Jahre statt und beinhaltet eine detaillierte Überprüfung des gesamten Behandlungsprozesses: von der Diagnostik über die Operation bis hin zur Nachsorge. Bewertet wurden dabei unter anderem die Patientenzufriedenheit, die Komplikationsraten und die Einhaltung standardisierter Abläufe. Die Auditoren bescheinigten den Diakonie Kliniken bei allen Stationen entlang des Patientenweges erneut höchste Qualität. Die langjährige Erfahrung des gesamten Teams wurde besonders hervorgehoben. In einem EPZmax müssen die Fallzahlen nicht nur von der Abteilung insgesamt, sondern auch von den einzelnen Operateurinnen und Operateuren nachgewiesen werden. Die Diakonie Kliniken hat fünf spezialisierte Ärztinnen und Ärzte, vier davon sind Senior-Hauptoperateure. Jede bzw. jeder von ihnen muss jeweils 100 endoprothetische Eingriffe pro Jahr nachweisen, Hauptoperateure mindestens 50. Insgesamt führt das Team jährlich mehr als 700 endoprothetische Operationen an Hüft- und Kniegelenken durch. Darüber hinaus bietet die Abteilung auch spezialisierte Eingriffe an Schulter-, Fuß- und Ellenbogengelenken an – und gewährleistet so eine umfassende Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Dies wird durch den Einsatz modernster Behandlungsmethoden wie Operationsrobotern und minimalinvasiven Verfahren sowie durch die enge Zusammenarbeit mit den kooperierenden Fachabteilungen der Diakonie Kliniken unterstützt. „Uns geht es nicht um möglichst hohe Fallzahlen, sondern um eine exzellente, individuelle und wohnortnahe Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Für uns ist es wichtig, bei Operationen möglichst schonend vorzugehen. An der Hüfte können wir durch minimalinvasive vordere Zugänge muskelschonend operieren und in den meisten Fällen auf eine Drainage verzichten. So können Betroffene schon am Tag der Operation aufstehen und mobilisiert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie weniger Schmerzen haben und schneller in ihren Alltag zurückkehren können“, betont Dr. Martina Dafferner-Franzmann. „Die erneute Zertifizierung ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich, diesen hohen Standard zu halten und weiter auszubauen.“
Landrat Sören Meng, Oberbürgermeister Jörg Aumann, der Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie, Andreas Heinrich, und die Geschäftsführerin der Diakonie Kliniken Neunkirchen, Andrea Massone, sowie Regionaldirektor Christian Jungmann haben sich über die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Landkreis ausgetauscht. Vor dem Hintergrund der bundesweiten Krankenhausreform bekräftigte die Klinikleitung: Das Diakonie Klinikum Neunkirchen (DKN) ist von zentraler Bedeutung für den Landkreis und soll sich zu einem modernen Gesundheitszentrum für die Region weiterentwickeln. Das gelingt nur, wenn der Landkreis, die Stadt Neunkirchen, die bereits mit fünf Prozent an dem Klinikum beteiligt ist, und der Träger des DKN, die Stiftung kreuznacher diakonie, kollegial und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Diese Kooperation soll fortan intensiviert werden, um das DKN für die Zukunft zu stärken. „Die Gesundheitsversorgung im Saarland steht durch die Krankenhausreform unter großem Druck. Umso wichtiger ist es, dass der Landkreis Neunkirchen als medizinisches Rückgrat für die mehr als 130.000 Menschen unserer Region ein gut positioniertes Klinikum hat“, erklärt Andrea Massone nach dem Gespräch. „Die Bürgerinnen und Bürger können darauf vertrauen, dass eine zuverlässige und kompetente Versorgung angeboten wird - dazu arbeiten wir alle in einem engen Schulterschluss zusammen. Wir stehen gemeinsam für die zukunftsfähige Versorgung der Bevölkerung ein.“ Das bekräftigt auch Oberbürgermeister Jörg Aumann: „Wir haben als Stadt immer die Bedeutung eines leistungsfähigen Krankenhauses betont. Die Stiftung kreuznacher diakonie ist auf einem sehr guten Weg, die medizinische Grundversorgung in der Innenstadt zu sichern und weiter auszubauen. Das ist wichtig, denn: Ein großes Klinikum mit einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung ist das Herzstück des Gesundheitsstandorts Neunkirchen.“ Seit Mitte 2024 arbeitet die neue Geschäftsführung mit Hochdruck an der Neuausrichtung. „Unser Ziel ist ein Klinikum, das medizinische Qualität mit regionaler Verantwortung verbindet“, so Regionaldirektor Christian Jungmann. Die ersten Maßnahmen zeigen Wirkung: Das Haus wird umfassend renoviert, die Pflegedienstleitung wurde personell verstärkt, um die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte stetig zu optimieren. So wurden innovative Arbeitszeitmodelle entwickelt, das Projekt Vier-Tage-Woche und ein Flex-Pool initiiert. Außerdem wurde erst kürzlich gemeinsam mit dem Chefarzt der Gefäßchirurgie, Dr. Martin Adolph, ein intersektorales Wundzentrum etabliert, von dem insbesondere Menschen, die unter dem diabetischen Fußsyndrom und anderen chronischen Wunden leiden, profitieren. Mit einem neuen Schwerpunkt in der Palliativmedizin wird auch den besonders vulnerablen Patientengruppen Rechnung getragen. Für die Orthopädie und Unfallchirurgie wurde ein innovatives roboterarm-assistiertes System angeschafft, mit dem Kniegelenkersatz passgenau und besonders schonend gelingt. Das Verfahren ist einzigartig im Saarland. „Wir haben zudem exzellente Fachkräfte gewinnen können“, betont Geschäftsführerin Andrea Massone. Darunter den anerkannten Experten für Diabetologie, Dr. med. Mark Neufang, als Chefarzt der Inneren Medizin, der ein Versorgungsnetzwerk für Betroffene im Kreis aufbaut, sowie die renommierte Gastroenterologin Dr. med. Daniela Theis-Wieland. Die Spezialistin für Gallenwegs- und Pankreaserkrankungen deckt das komplette Spektrum der Gastroenterologie ab und ergänzt die Leistungen der Allgemeinchirurgie und der Onkologie optimal, um Tumorerkrankungen frühzeitig zu entdecken und eine qualitativ hochwertige Behandlung garantieren zu können. Andrea Massone erklärt: „Im DKN arbeiten bereits hervorragende Fachkräfte mit umfassender Expertise, zum Beispiel in unserer neurologischen Abteilung mit zertifizierter Schlaganfall-Station. Mit den neuen Kolleginnen und Kollegen bauen wir unsere bisherigen Schwerpunkte auch in der Notfall-Versorgung weiter aus. Wir gehen nach vorne und haben ein gutes Gefühl dabei.“ Parallel entwickelt die Geschäftsführung gemeinsam mit den vorhandenen Fachabteilungen und externen Partnern zukunftsweisende medizinische Versorgungsmodelle, die in einem Medizinkonzept zusammengefasst und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit übermittelt wurden. Vorstand Andreas Heinrich ist überzeugt: „Dieses Klinikum hat Perspektive – weil hier nicht nur reagiert, sondern gestaltet wird. Das stärkt nicht nur die Stadt, sondern den gesamten Landkreis.“ Landrat Sören Meng lobt die Arbeit des Trägers: „Ein zukunftsfähiger Landkreis braucht eine verlässliche Gesundheitsversorgung – sowohl stationär als auch ambulant – für seine Bürgerinnen und Bürger. Diese Versorgung muss wohnortnah, qualitativ hochwertig und für alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen zugänglich sein. Nur durch eine starke Vernetzung von medizinischen, pflegerischen und sozialen Einrichtungen können wir sicherstellen, dass Menschen in allen Lebenslagen die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.“ Alle Beteiligten der gestrigen Gesprächsrunde sind sich einig: Die medizinische Versorgung darf nicht an den Stadtgrenzen enden. Ein starkes Klinikum in Neunkirchen ist ein zentraler Baustein für die flächendeckende Versorgung im Saarland – und ein Beispiel dafür, wie Transformation gelingen kann.
Pünktlich zum Internationalen Tag der Pflege setzen die Diakonie Kliniken ein deutliches Zeichen für die Zukunft der Pflegeausbildung: Mit einem neuen, einheitlichen Ausbildungskonzept wird die praktische Ausbildung des Pflegenachwuchses in Kirn sowie an den beiden Bad Kreuznacher Klinikstandorten – Ringstraße und Mühlenstraße - standortübergreifend harmonisiert. Im Zuge des Zusammenschlusses der Kliniken wachsen nicht nur Strukturen und Teams enger zusammen – auch die Pflegeausbildung wird neu gedacht und inhaltlich gebündelt. Ziel ist es, eine durchgängig hohe Ausbildungsqualität sicherzustellen, den Berufseinstieg für Auszubildende besser zu begleiten und die Diakonie Kliniken als attraktive Ausbildungs- und Arbeitsstätte weiter zu stärken. Rund 200 Auszubildende durchlaufen derzeit ihre dreijährige Ausbildung in den Diakonie Kliniken in Kirn und Bad Kreuznach. Sie profitieren von einem strukturierten, qualitativ hochwertigen Praxiskonzept, das weit über gesetzliche Anforderungen hinausgeht. Entwickelt wurde es von den zentralen Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern, in enger Zusammenarbeit mit den Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe und der externen Beraterin Cornelia Kühn-Hempe. Erstmals kamen im Rahmen einer Fachtagung auf dem Campus in der Ringstraße alle Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter aus Bad Kreuznach und Kirn zusammen, um das neue Konzept kennenzulernen. Diese examinierten Pflegefachpersonen mit zusätzlicher Weiterbildung sind ein zentrales Bindeglied zwischen Theorie und Berufsalltag – sie begleiten die Auszubildenden engmaschig auf den Stationen und prägen damit maßgeblich die Qualität der praktischen Ausbildung. Auch die Praxisanleiter sind sich ihrer Rolle bewusst. „Wir möchten die Auszubildenden auf ihrem Weg durch die dreijährige Ausbildung bestmöglich unterstützen, Mut machen, Unsicherheiten nehmen und unsere eigene Leidenschaft für den Pflegeberuf weitergeben. Sie sollen sich in ihrem Entwicklungs- und Lernprozess gut begleitet fühlen“, so Carolin Totten, die als Praxisanleiterin im Diakonie Krankenhaus in Kirn arbeitet. „Eine fundierte, strukturierte Praxisanleitung ist entscheidend für einen gelungenen Einstieg in den Pflegeberuf“, betont Jutta Magmer-Melaas, Pflegedirektorin der Diakonie Kliniken. „Mit dem neuen Konzept schaffen wir die Voraussetzungen für eine Ausbildung, die sowohl fachlich als auch menschlich überzeugt – und unterstreichen unseren Anspruch, pflegerische Exzellenz zu fördern.“ Mit diesem Schritt positionieren sich die Diakonie Kliniken als starker, verlässlicher und zukunftsorientierter Arbeitgeber, der nicht nur dem Fachkräftemangel aktiv begegnet, sondern den Pflegeberuf mit Leidenschaft und Perspektive gestaltet.
Manchmal ist es nicht nur die Therapie, die heilt – sondern auch die liebevolle Geste, die zeigt: Du bist nicht allein. Genau das beweist die Selbsthilfegruppe krebserkrankter Frauen aus Idar-Oberstein mit ihren handgenähten Herzkissen für Patientinnen des Brustkrebszentrums Nahe der Diakonie Kliniken. Zusammen mit weiteren 30 Kissen übergaben Ernie Weber und Karla Schüßler im April symbolisch das 1.300ste liebevoll genähte Herzkissen an die Abteilung für Gynäkologie und Senologie in der Mühlenstraße – und setzen damit eine über zehnjährige Tradition fort. Die farbenfrohen Kissen sind mehr als nur ein Zeichen der Anteilnahme: Sie wurden speziell für Brustkrebspatientinnen entwickelt. Durch ihre besondere Form mit verlängerten „Ohren“ lassen sie sich bequem unter den Arm klemmen. Sie lindern Narbenschmerzen nach operativen Eingriffen zur Tumorentfernung oder Brusterhaltung und helfen, den Druck unter dem Arm, der durch Lymphschwellung entsteht, zu reduzieren. Nicole Leuteritz pflegerische Abteilungsleiterin des Brustkrebszentrums, nahm die Spende mit großer Dankbarkeit entgegen: „Die Herzkissen haben nicht nur einen medizinischen Zweck. Sie sind auch Seelentröster für unsere Patientinnen, die in dieser schweren Lebensphase Unterstützung gebrauchen können. Mit der herzlichen Geste zeigen die fleißigen Näherinnen Solidarität und Mitgefühl.“ Seit 15 Jahren ist das Brustkrebszentrum Nahe ein zertifiziertes Zentrum für die Diagnostik und Behandlung von Brustkrebs und bietet Patientinnen eine umfassende, fachübergreifende Versorgung. In enger Zusammenarbeit von Gynäkologie, Radiologie, Onkologie, Pathologie, plastischer Chirurgie, Psychoonkologie und weiteren Fachrichtungen entsteht ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das individuell auf die Bedürfnisse jedes Patienten abgestimmt wird. Neben modernster medizinischer Versorgung legt das Zentrum besonderen Wert auf menschliche Zuwendung und persönliche Betreuung – in jeder Phase der Erkrankung. Die Diakonie Kliniken danken der Selbsthilfegruppe für ihr langjähriges Engagement, ihre Kreativität und ihren unermüdlichen Einsatz für Brustkrebspatientinnen in der Region. Eine Spende, die von Herzen kommt – und genau dort auch ankommt.
An der Gesundheitsschule der Stiftung kreuznacher diakonie haben zehn Pflegefachpersonen und eine Hebamme ihre Weiterbildung zur Praxisanleiterin bzw. zum Praxisanleiter erfolgreich abgeschlossen. Sie übernehmen künftig eine zentrale Rolle bei der Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen sowie bei der praktischen Ausbildung des Pflegenachwuchses in den Diakonie Kliniken in Bad Kreuznach und Simmern, der Diakonie Sozialstation in Simmern, der Häusliche Krankenpflege Schütz, der Zweite Hilfe GmbH und beim ASB. Die Weiterbildung zum Praxisanleiter umfasst 300 Stunden und vermittelt vertiefte Kenntnisse in den Bereichen Pädagogik, Kommunikation, Didaktik und rechtliche Grundlagen. Ziel ist es, Auszubildende sowie neue Mitarbeitende professionell zu begleiten, anzuleiten und ihre Kompetenzen gezielt in den verschiedenen pflegerischen Bereichen weiterzuentwickeln. „Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter sind für eine qualitativ hochwertige Pflegeausbildung und eine nachhaltige Einarbeitung neuer Pflegekräfte unverzichtbar. Ihren Einsatz und ihre Motivation für unsere Auszubildenden können nicht hoch genug geschätzt werden. Ich wünsche mir, dass diese wichtige Tätigkeit, gerade auch dezentral auf den einzelnen Stationen, in Zukunft stärker honoriert wird“, betont Tanja Lucas, Schulleiterin der Gesundheitsschule, die gemeinsam mit Maximilian Dockendorff die Weiterbildung leitete. Der Pflegepädagoge ergänzt: „Praxisanleiter sind das Pendant zu uns Lehrern in der Schule. Sie sind die Lehrer in der Fachpraxis, wo die Auszubildenden die meiste Zeit verbringen und mit realen beruflichen Situationen konfrontiert werden. Was wir an beruflicher Handlungskompetenz anbahnen, entwickeln die Praxisanleiter weiter und tragen so dazu bei, dass wir neue Kolleginnen und Kollegen gewinnen und halten.“ Gemeinsam mit Mareike Steinbach (Pflegedienstleitung Diakonie Kliniken), Daniel Parker (Regionalleiter Seniorenhilfe) sowie weiteren Führungskräften gratulierten sie den Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihren sehr guten Abschlüssen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels leisten die neuen Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter Halegül Atik, Noah Bonn, Stefanie Buschbaum (Hebamme), Tanja Domann, Dennis Gräff, Tanja Jost, Ramona Kallauke, Sebastian Kunz, Sabine May, Lisa- Marie Stroh und Anette Woll- Nageleinen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Pflegequalität. „Einen guten Praxisanleiter an der Seite zu haben ist für jeden Auszubildenden eine Bereicherung. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, junge Menschen für diesen wichtigen Beruf zu begeistern und ihnen den Einstieg zu erleichtern. Deshalb kann ich die Praxisanleiter-Weiterbildung sehr empfehlen,“ berichtet Noah Bonn von den Diakonie Kliniken Hunsrück. Die nächste Funktionsweiterbildung „Praxisanleiter:in in den Pflegeberufen“ startet im November, Anmeldungen für die Weiterbildung nimmt die Schule bereits per Mail entgegen: sgp-bk@kreuznacherdiakonie.de Zugangsvoraussetzungen für die Teilnahme an der Weiterbildung sind eine abgeschlossene dreijährige Pflegeausbildung und mindestens ein Jahr Berufserfahrung.
Am 25. April war es so weit: Unser Geburtshilfe-Team in Bad Kreuznach durfte die 500. Geburt in diesem Jahr begleiten – 34 Tage früher als im Vorjahr! Willkommen, kleine Lara! Mit 2660 g und 49 cm kam sie gesund und munter zur Welt. Für Mama Olga und Papa Philipp aus Seibersbach ist sie das erste große Glück. Begleitet wurde die Geburt von unseren engagierten Hebammen Manuela Schindler und Dr. Susanne Kother-Groh – danke für Eure liebevolle Betreuung! Nach dem sich die Geburtshilfestationen der Standorte Ring- und Mühlenstraße zusammengeschlossen haben, steigen natürlich auch die Geburtszahlen. Insgesamt wurden bis Ende April bereits 290 Jungen, 252 Mädchen, darunter 16 Zwillingspaare in den Diakonie Kliniken geboren. Ein riesiges Dankeschön an unser tolles Team – und die besten Wünsche an alle frischgebackenen Familien! Danke für das Vertrauen.
Nach einem erfolgreichen Start im Klinikalltag wurde der neue hebammengeleitete Kreißsaal der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach feierlich eröffnet. Mit dabei: Staatssekretärin Nicole Steingaß vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium, Landtagsabgeordneter Michael Simon, die Vorsitzende des Hebammenverbandes Juliane Müller, Landrätin Bettina Dickes und Oberbürgermeister Emanuel Letz. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen setzten sie ein deutliches Zeichen für die Stärkung einer selbstbestimmten Geburt und bessere Arbeitsbedingungen für Hebammen. Der Hebammenkreißsaal (HKS) hat sich bereits seit fünf Monaten in der Praxis bewährt und erweitert das geburtshilfliche Angebot der Diakonie Kliniken in der ganzen Region an der Nahe um ein innovatives Betreuungskonzept: Schwangere, deren Schwangerschaft komplikationslos verläuft, können ihre Geburt im HKS ausschließlich von Hebammen begleiten lassen – ganz ohne ärztliche Intervention, aber mit der Sicherheit, dass bei Komplikationen jederzeit das gesamte Sicherheitsnetz der Klinik und des Perinatalzentrums Level 1 zur Verfügung steht. „Der Hebammenkreißsaal unterstützt die freie Wahl des Geburtsortes und rückt die Geburtsphysiologie in den Vordergrund. Wir wollen jeder Frau ein bestärkendes, ermutigendes Geburtserlebnis ermöglichen“, betont Hebamme und Projektleiterin Katharina Maucher. Für sie und ihre 32 Kolleginnen ist der HKS ein echtes Herzensprojekt. Modell der Zukunft Das Projekt wurde durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit gefördert. Insgesamt unterstützt das Land sechs Kreißsäle im Land – darunter auch die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach und Simmern. Staatssekretärin Nicole Steingaß betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung solcher Modelle für eine moderne und individuelle Geburtshilfe: „Hebammen spielen eine zentrale Rolle für eine sichere und selbstbestimmte Geburt. Ein hebammengeleiteter Kreißsaal ist Ausdruck einer Geburtshilfe, die auf Augenhöhe funktioniert, werdende Mütter stärkt und somit ein zukunftsweisendes Modell der Geburtshilfe in Rheinland-Pfalz darstellt.“ Juliane Müller, Vorsitzende des Hebammenverbands Rheinland-Pfalz, würdigte das Projekt auch aus berufspolitischer Sicht: „Der HKS stärkt nicht nur die Wahlfreiheit der Gebärenden, sondern schafft auch attraktive Rahmenbedingungen für Hebammen. Er ist ein wertvoller Lernort für die Hebammenstudierenden und ein Ort, an dem Hebammen gerne arbeiten - das ist gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel ein starkes Signal.“ Verbesserungen für Personal und Patientinnen Tatsächlich wurden rund um die Einführung des HKS zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Arbeitsbedingungen der Hebammen nachhaltig zu verbessern. „Wir haben unsere Prozesse optimiert, das Personal aufgestockt und Hebammen zurückgewonnen, die zuvor der klinischen Geburtshilfe den Rücken gekehrt hatten“, berichtet Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas. 13 neue Kolleginnen wurden alleine im ersten Quartal in der Ringstraße eingearbeitet. Zusätzlich wurden Mitarbeitende für stationäre Aufnahme, Untersuchungen, CTG-Kontrolle und Nachsorge eingestellt – mit spürbarer Entlastung für die Teams im Kreißsaal. „Damit sind wir für die in diesem Jahr erwarteten 2000 Geburten bestens gerüstet“, so Magmer-Melaas weiter. Erfreulich ist auch die Ausbildungssituation: Aktuell werden zwei Hebammenstudentinnen, zwei Auszubildende sowie zwei Hebammen aus der Ukraine im Anerkennungsverfahren in den Diakonie Kliniken betreut. Ein Raum für Vertrauen und Sicherheit Nicht nur das Personal, auch die Räumlichkeiten im siebten Stock wurden gezielt aufgewertet: Die Kreißsäle sind mit Unterstützung der Ossig-Stiftung umfassend renoviert und teilweise umgebaut, ein zusätzlicher Untersuchungsraum geschaffen und die organisatorischen Abläufe neu strukturiert worden – alles mit Blick auf eine persönliche, sichere und respektvolle Geburtserfahrung. In der Startphase werden derzeit zehn hebammengeleitete Geburten pro Monat angenommen. Das Interesse ist groß, aber leider ist der Hebammenkreißsaal nicht für jede Frau geeignet. Voraussetzung ist eine unauffällige Schwangerschaft. Frauen mit Mehrlingsschwangerschaften, Gerinnungsstörungen oder drohender Frühgeburt werden weiterhin durch das interdisziplinäre Team im ärztlich geleiteten Kreißsaal betreut. Ein starkes Signal für die Region Mit dem neuen HKS wird das medizinische Angebot in Bad Kreuznach und die wohnortnahe Geburtshilfe gestärkt. Nicole Steingaß lobte das Engagement der Klinik: „Als Landesregierung ist es uns wichtig, ein differenziertes Angebot an geburtshilflicher Versorgung anzubieten. Die Diakonie Kliniken in Bad Kreuznach sind ein wichtiger Teil dieser Versorgung.“ Die offizielle Eröffnung war nicht nur ein Festakt, sondern auch ein Ausdruck der Wertschätzung für alle, die diesen besonderen Ort der Geburt möglich gemacht haben. Foto (v.l.nr.r): Emanuel Letz (Oberbürgermeister von Bad Kreuznach), Staatssekretärin Nicole Steingaß, Michael Simon (MdL), Juliane Müller (1. Vorsitzende des Hebammenverbandes RLP, vorne), Jutta Magmer-Melaas (Pflegedirektorin), Ulrike Eschrich-Lengert (Hebamme und Projektleiterin HKS), Dr. Michael Kumbartski (Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe), Iris Kruska (leitendes Hebamme), Katharina Maucher (Hebamme und Projektleiterin HKS), Manuel Seidel (Kaufmännischer Direktor), Bettina Dickes (Landrätin Kreis Bad Kreuznach), Dr. Christoph von Buch (Ärztlicher Direktor)
„Hospizarbeit ist gelebte Menschlichkeit – jeden Tag aufs Neue.“ Mit dieser Haltung begleitet Thomas Steffen seit vielen Jahren schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen im Paul Marien Hospiz in Saarbrücken und im Fliedner Hospiz in Neunkirchen. Ab sofort übernimmt er die Gesamtleitung der beiden Einrichtungen und löst damit Ute Seibert ab, die sich in den Ruhestand verabschiedet hat. Während ihrer langjährigen Karriere hat sie die Hospizarbeit im Saarland maßgeblich geprägt. Gemeinsam mit Thomas Steffen als Vertreter hat sie die beiden saarländischen Hospize der Stiftung kreuznacher diakonie geleitet. Die Erfahrungen, die der gebürtige Saarländer dabei gesammelt hat, setzt er ein, um Menschen eine würdevolle letzte Lebensphase zu ermöglichen. Ursprünglich ist der 55-Jährige gelernter Bergmechaniker und hat wegen der Grubenschließungen in den späten 1990ern zum Gesundheits- und Krankenpfleger umgeschult. Mittlerweile hat er eine Weiterbildung, die es nur in seiner Heimat gibt: Er ist Fachkrankenpfleger für Schmerztherapie, onkologische Pflege und Palliativmedizin. Für seine neue Position als Hospizleiter orientiert er sich an der Jahreslosung der Evangelischen Kirche, die er besonders passend findet: „Prüft alles und behaltet das Gute". Sie stammt aus dem 1. Brief von Paulus an die Thessalonicher. Was Thomas Steffen gut findet: „In beiden Hospizen möchte ich möglichst flache Hierarchien, ich lebe einen kollegialen Führungsstil. Entscheidungen werden im Team besprochen, Impulse gesammelt und zusammen eruieren wir, was das Beste für das Team, für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und ihre An- und Zugehörigen ist. So profitieren wir von allen Sichtweisen und Erlebnissen, die wir hier im Arbeitsalltag sammeln.“ Mit dieser Motivation hat er sich im Paul Marien Hospiz für eine ungewöhnliche Konstellation in der pflegerischen Leitung entschieden: zwei Teilzeitkräfte teilen sich die Stelle: „Frauen, die in Teilzeit arbeiten, werden oft benachteiligt, wenn es um Führungspositionen geht. Das wollten wir ändern.“ Mit Carol Cremer und Ilona Kostbar hat er sich für zwei Mütter entschieden, die erfahrene Pflegekräfte sind, aber keine Vollzeitstelle annehmen können. „Zusammen sorgen wir dafür, dass unsere palliative Pflege sich weiterentwickelt, immer auf dem neuesten Stand ist, unsere Mitarbeitenden gut ausgebildet sind und sich die Menschen hier wie Zuhause fühlen können“, fasst Carol Cremer zusammen. Für sie ist es wichtig, neben ihrer organisatorischen Leitungsaufgaben auch weiterhin in der Pflege, mit direktem Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern zu arbeiten: „Nur so kann ich verstehen, was unser Team beim Arbeiten braucht, nur so kann ich spüren, was sie sich von uns wünschen.“ Durch die Personalunion mit Ilona Kostbar, die das ebenso handhabt, ist das auch weiter möglich. Im Fliedner Hospiz Neunkirchen wird Thomas Steffen von Beate Peuckmann unterstützt, die auch die stellvertretende Leiterin der beiden Hospize ist und in Neunkirchen die Pflegerische Leitung übernimmt. Die 59-Jährige war zuvor knapp sieben Jahre als Pflegekraft im Paul Marien Hospiz tätig. Am Hospiz in Neunkirchen hat sie vor allem die familiäre Atmosphäre gereizt: „In unserem Fliedner Hospiz sind vorwiegend Menschen aus Neunkirchen und Umgebung. Die Menschen hier sind sehr heimatverbunden und das spürt man am Miteinander. Wir bilden mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern eine geschlossene Einheit, es ist eine absolute Wohlfühl-Umgebung.“ Als sie neu ins Team kam, hat sie sich schnell eingelebt und hatte sofort einen Draht zu ihrem zukünftigen Stellvertreter: Guido Allar. Der Gesundheits- und Krankenpfleger aus Schnappach ist bereits seit fünf Jahren im Neunkircher Hospiz und nimmt die Impulse der vergangenen Jahre mit in seine neue Position. Viel verändern möchte er nicht, das Team ist für ihn „perfekt“. Was ihm aber am Herzen liegt: „Wir möchten mehr Aufklärungsarbeit betreiben, damit Menschen den Hospizgedanken kennenlernen und verstehen. Damit Ängste abgebaut werden und jedem deutlich wird: Das Hospiz ist ein lebendiger Ort, der die Würde der Menschen am Lebensende wahrt und Angehörigen die Freiheit gibt, Abschied zu nehmen.“ Und weil sie das aus Überzeugung tun, arbeiten er und Beate Peuckmann neben ihren organisatorischen Aufgaben ebenfalls weiter in der Pflege. Die gute Stimmung in den Teams ist für Hospizleiter Thomas Steffen etwas sehr Wertvolles: „Wenn es meinen Mitarbeitenden gut geht und hier viel gelacht wird, spürt man das im ganzen Haus, auch die Menschen, die sich uns anvertrauen. Das möchten wir unbedingt bewahren, denn wir machen unseren Job mit Leidenschaft.“ Für Monika Kolling, Geschäftsbereichsleiterin der Seniorenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie, ist es ein Gewinn, dass ein bereits erfahrener und geschätzter Kollege wie Thomas Steffen die Leitung übernimmt: „Seine langjährige Erfahrung, sein feines Gespür für die Bedürfnisse der schwerstkranken Menschen und sein Engagement für die Hospizarbeit machen ihn zur idealen Besetzung für diese verantwortungsvolle Aufgabe.“
Zwei Wochen lang standen die Auszubildenden des Oberkurses der generalistischen Pflegeausbildung im Mittelpunkt des Klinikalltags: Sie haben eigenverantwortlich eine Station der Inneren Medizin geführt – von der Patientenversorgung bis zur Dienstplanung. Das Projekt bereitet die Pflegeauszubildenden in den Diakonie Kliniken Hunsrück der Stiftung kreuznacher diakonie in Simmern praxisnah auf ihr Examen im Sommer und den späteren Berufsalltag vor. In Früh- und Spätschichten übernahmen die Auszubildenden alle pflegerischen Aufgaben: Sie versorgten Patientinnen und Patienten, planten eigenständig Dienste, führten Übergaben durch, dokumentierten am PC und arbeiteten eng mit dem ärztlichen Dienst zusammen. Begleitet wurden sie dabei von der Stationsleitung, den Praxisanleiterinnen und den Pflegekräften, die im Hintergrund stets unterstützend zur Seite standen, aber bewusst Verantwortung abgaben. „Bei allen Auszubildenden war eine starke Entwicklung zu beobachten – fachlich, persönlich und in der Zusammenarbeit im Team“, zieht die Praxiskoordinatorin für Pflegeberufe, Franziska Krämer, ein positives Fazit. Das Projekt startete mit einem intensiven Vorbereitungstag, an dem die Teilnehmenden die Station in der Inneren Medizin mit all ihren Facetten kennenlernten. Sie wurden in typische Krankheitsbilder eingearbeitet, erhielten eine umfassende Geräteeinweisung und profitierten von einer ausführlichen Übergabe durch die Stationsleitung Lea Maniura. Danach ging es direkt los – in den echten Klinikalltag mit echten Herausforderungen. Gerade die ersten beiden Tage waren für viele der angehenden Pflegefachkräfte besonders intensiv: „Man muss in kurzer Zeit unglaublich viel lernen. Visiten begleiten, dokumentieren, sich mit den Ärzten abstimmen und das alles unter einen Hut bekommen“, erzählt eine Teilnehmerin. Doch schnell habe sich Routine eingestellt. Der Teamzusammenhalt war dabei ein entscheidender Faktor. „Wir haben richtig gut zusammengearbeitet – die Kommunikation untereinander war super. Schade, dass es jetzt vorbei ist - wir waren gerade so gut dabei“, ergänzt ein anderer Auszubildender. Das Projekt zeigt: Pflege ist weit mehr als ein Beruf – es ist Verantwortung, Nähe, Fachwissen und Teamgeist. Und genau das erleben junge Menschen in der Pflegeausbildung hautnah. Am 1. August beginnt der neue Pflege-Jahrgang seine Ausbildung an der Pflegeschule Simmern. Es sind noch wenige Ausbildungsplätze frei. Ansprechpartnerin für Fragen zur Ausbildung und Bewerbung: Franziska Krämer, bewerbung-sim@kreuznacherdiakonie.de oder Telefon 06761 8181 766.
Für gute Stimmung sorgte der Besuch von Dr. Helmut Martin, MdL und Abgeordneter für den Wahlkreis Bad Kreuznach am Gründonnerstag. Im Gepäck hatte er liebevoll gefüllte Ostertütchen mit Leckereien und einem persönlichen Dank – ein Zeichen der Wertschätzung für all jene, die an allen 365 Tagen rund um die Uhr zum Wohle und der Gesundheit der Patientinnen und Patienten im Dienst sind. „Es ist ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass man in den Diakonie Kliniken hervorragend medizinisch versorgt und „gesund gepflegt“ wird, wenn man Hilfe braucht. Das klappt aber nur, weil engagierte Menschen dort mit großartigem Einsatz zu jeder Zeit Dienst tun – gerade auch an Feiertagen. Dafür sage ich von Herzen Danke und bin froh, wenigstens den Osterdienst etwas versüßen zu können“, so der Abgeordnete beim Besuch auf den Stationen. Die Überraschung sorgte in der Ringstraße und in der Mühlenstraße für viele strahlende Gesichter. Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas und der Kaufmännische Direktor Manuel Seidel zeigten sich dankbar für die Aufmerksamkeit: „Für die Kolleginnen und Kollegen, die über die Feiertage und das Osterwochenende im Dienst sind, kommt dieses ‚Motivationspäckchen‘ gerade richtig.“ Ein herzliches Dankeschön für diese schöne Geste und Anerkennung.
Was haben Küssen, Bauchgefühl und künstliche Intelligenz gemeinsam? Sie alle spielten eine Rolle beim Informationsnachmittag zur Darmgesundheit, den die Diakonie Kliniken Hunsrück in Simmern organisiert hatten. Rund 150 Besucherinnen und Besucher waren in die Hunsrückhalle gekommen, um zu hören, was Chefarzt Dr. Wolfgang Rimili (Innere Medizin) und Privatdozent Dr. Stefan A. Müller (Allgemein- und Viszeralchirurgie) Spannendes, Kurioses und Ernstes über das unterschätzte Organ berichteten. Erstaunliche Fakten gab es gleich zu Beginn: Der Darm hat eine Oberfläche von rund 200 Quadratmetern – das entspricht etwa einem Tennisplatz – und ist mit rund 100 Billionen Kleinstlebewesen, den Mikroorganismen, besiedelt. Diese „Untermieter“ haben einen enormen Einfluss auf unsere Gesundheit. Und: Ein Kuss überträgt nicht nur Zuneigung, sondern auch bis zu 80 Millionen Bakterien – was Studien zufolge gut für das Immunsystem ist. Ein etwas ungewöhnlicher Einstieg in ein medizinisch ernstes Thema – aber durchaus gewollt. „Wir wollen sensibilisieren, ohne zu erschrecken“, so Dr. Wolfgang Rimili. Vorsorge rettet Leben – und ist einfacher als viele denken Im Mittelpunkt des Nachmittags stand die Darmkrebsvorsorge. Denn obwohl die Heilungschancen bei frühzeitiger Diagnose sehr hoch sind, gehört Darmkrebs zu den häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Die gute Nachricht: Mit einer Darmspiegelung lassen sich Krebs-Vorstufen, wie Darmpolypen zu 97 bis 98 Prozent erkennen und sogar gleich entfernen. „Die Koloskopie ist die einzige Vorsorgeuntersuchung, die auch vorbeugt“, erklärt Rimili. Seit dem 1. April gilt: Die Vorsorge-Darmspiegelung wird ab dem 50. Lebensjahr von den Kassen übernommen – für Männer und Frauen gleichermaßen. „Nutzen Sie das, nehmen Sie Veränderungen im Körper ernst“, appellierte der Gastroenterologe. Wenn die Endoskopie an ihre Grenzen stößt: Chirurgie als nächste Station Privatdozent Dr. Müller übernahm den zweiten Teil des Nachmittags: Was passiert, wenn doch operiert werden muss? Der Viszeralchirurg zeigte moderne, minimalinvasive Verfahren auf – von der laparoskopischen Entfernung von Tumoren über die Behandlung von Divertikeln bis hin zur komplexen Enddarmchirurgie. Dank schonender Operationstechniken – winzige Schnitte, Kameraeinsatz, präzise Instrumente – ist heute vieles möglich: „Weniger Schmerzen, kürzere Klinikaufenthalte, schnellere Erholung, oft kein künstlicher Darmausgang mehr“, so Müller. Auch bei proktologischen Erkrankungen wie Hämorrhoiden, Analfissuren oder Abszessen könne durch frühzeitige Diagnose und Behandlung die Lebensqualität erhalten werden. Mikrobiom, Stimmung und Stuhltransplantation – der Darm als heimliches Multitalent Ein weiteres Thema: das Mikrobiom – die Gesamtheit aller Mikroorganismen im Darm. Dieses „zweite Gehirn“ beeinflusst nach neuesten Studien nicht nur das Immunsystem, sondern auch unsere Stimmung. Die sogenannte Darm-Hirn-Achse wird derzeit intensiv erforscht. Ein gesunder Darm bedeutet mehr als nur gute Verdauung: Er kann Entzündungen hemmen, Stress reduzieren und sogar Depressionen mildern. Stichwort Stuhltransplantation – ja, das gibt es wirklich. Gesunde Darmflora in Kapselform, etwa bei chronischen Darmerkrankungen. In Deutschland ist diese Therapie allerdings bislang nicht zugelassen. Aber: „Eine ausgewogene Ernährung wirkt genauso gut“, so Dr. Rimili. Wertvolle Informationen, lebendig vermittelt Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum – etwa zu Wartezeiten auf Vorsorgetermine oder zum Umgang mit positiven Stuhltests – zeigten, wie groß der Informationsbedarf ist. Dr. Rimili und PD Dr. Müller beantworteten geduldig jede einzelne. Ihr Appell zum Schluss: Achten Sie auf sich. Gehen Sie zur Vorsorge. Und denken Sie daran – der Darm ist vielleicht nicht das beliebteste Organ, aber eines der wichtigsten. Mit einem musikalischen Augenzwinkern und Liedern aus den 30er Jahren sorgte Dr. Stephanie Zang, Leiterin der Zentralen Notaufnahme, für entspannte Übergänge. Auch der Förderverein der Hunsrück Klinik und des Aenne Wimmers Hospizes trug mit einem kleinen Imbiss zur angenehmen Atmosphäre bei.
Die Diakonie Kliniken Hunsrück setzen verstärkt auf internationale Fachkräfte, um dem zunehmenden Personalmangel in der Pflege zu begegnen. In den vergangenen Jahren wurden gezielte Programme entwickelt, um Pflegekräfte aus dem Ausland zu gewinnen, sie bei der Anerkennung ihrer Abschlüsse zu unterstützen und ihnen den Einstieg in das deutsche Gesundheitssystem zu erleichtern. Diese Initiativen umfassen neben der beruflichen Weiterbildung auch die sprachliche und soziale Integration. Anlässlich der Messe für Zugewanderte in Simmern Anfang April sprachen Anina Kauff, stellv. Pflegedirektorin, und Franziska Krämer, Praxiskoordinatorin für Pflegeberufe, über Chancen, Herausforderungen und inspirierende Erfolgsgeschichten. Wie unterstützen Sie internationale Pflegekräfte bei ihrem Start? Franziska Krämer: „Wir haben ein strukturiertes Konzept mit drei Säulen: die Anerkennung ausländischer Abschlüsse, die Gewinnung von Auszubildenden und der Einstieg über ein Freiwilliges Soziales Jahr in die Pflege. Dabei begleiten wir die neuen Mitarbeitenden intensiv – von der sprachlichen Vorbereitung über die fachpraktische Anerkennung bis hin zur Integration in den Alltag. Unterstützung gibt es also auch bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen und der sozialen Integration. Am Ende warten die offizielle Berufsanerkennung oder eine abgeschlossene Ausbildung sowie eine unbefristete Festanstellung in unserer Klinik.“ Bei der Jobmesse für Zugewanderte haben Sie und Ihre Kolleginnen speziell über die berufliche Anerkennung informiert – wie läuft dieser Prozess ab? Anina Kauff: „Seit 2023 wirbt die Stiftung kreuznacher diakonie (Träger der Diakonie Kliniken) gezielt Pflegefachpersonen aus dem Ausland an, um sie auf ihre Prüfung zur beruflichen Anerkennung als Pflegefachkraft in Deutschland vorzubereiten. Es handelt sich um Menschen, die in ihrem Heimatland bereits eine vollständige Pflegeausbildung oder ein Pflegestudium absolviert haben. Bei der Auswahl von Ländern werden der Verhaltenskodex der WHO sowie die Kriterien des deutschen Gütesiegels „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ berücksichtigt, um ethische Konflikte auszuschließen. Im August 2024 reiste der erste Kollege aus Tunesien ein, seitdem unterstützen wir in Simmern auch Kolleginnen und Kollegen aus Ägypten, Indien und Marokko bei der Berufsanerkennung. Das Anerkennungsverfahren besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die Praxis findet direkt bei uns in den Diakonie Kliniken Hunsrück statt, wo die neuen Fachkräfte in den Klinikalltag eingearbeitet werden. Den theoretischen Teil absolvieren sie je nach Herkunftsland und Ausbildungshintergrund entweder online oder an unserer eigenen Pflegeschule.“ Welche Voraussetzungen müssen ausländische Pflegekräfte mitbringen, um in Deutschland arbeiten zu können? Anina Kauff: „Grundvoraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung im Pflegebereich sowie eine behördliche Prüfung, inwieweit die Ausbildung oder das Studium im Ausland unseren Ausbildungsinhalten entsprechen. Darüber hinaus sind gute Deutschkenntnisse entscheidend, im Idealfall Niveau B2, da die Kommunikation mit Patienten und im Team eine zentrale Rolle spielt. Viele Bewerberinnen und Bewerber beginnen bereits in ihrem Heimatland mit Sprachkursen. Auch Offenheit und Lernbereitschaft spielen eine große Rolle für einen erfolgreichen Start.“ Gibt es Erfolgsgeschichten von internationalen Mitarbeitenden, die besonders inspirierend sind? Franziska Krämer: „Ja, viele! Ein schönes Beispiel ist eine Hebamme aus Serbien, die 2021 zu uns kam, ihren Berufsabschluss erfolgreich anerkennen ließ und seitdem als geschätzte Kollegin im Kreißsaal arbeitet. Auch zwei Pflegefachfrauen aus Brasilien und Usbekistan haben ihre Anerkennung in Simmern abgeschlossen und arbeiten inzwischen erfolgreich in der Pflege. Ebenso beeindruckend sind die jungen Frauen und Männer aus Nordafrika und dem Iran, die gerade ihre Ausbildung bei uns begonnen haben. Sie haben unser ganz normales Bewerbungsverfahren durchlaufen, nur dass die Vorstellungsgespräche nicht in Simmern, sondern per Videokonferenz stattfanden. Dank ihrer großen Entschlossenheit und unseres umfassenden Unterstützungsprogramms haben sie sich schnell im Hunsrück eingelebt. Solche Geschichten zeigen, wie wertvoll internationale Fachkräfte für unser Haus sind und wie gut Integration durch gezielte Unterstützung gelingen kann.“ Was macht Ihre Arbeit mit internationalen Pflegekräften besonders? Anina Kauff: „Die Begeisterung und der Einsatz unserer internationalen Kolleginnen und Kollegen sind beeindruckend und ansteckend. Viele haben große Hürden auf sich genommen, um hier in Deutschland in der Pflege arbeiten zu können. Zudem bringt der interkulturelle Austausch wertvolle Impulse für unsere Teams und unsere Patientinnen und Patienten profitieren von einer offenen und vielfältigen Pflegekultur.“
Schon in der Schulzeit stand für Wolfgang Baumann fest: „Ich möchte Gemeindepfarrer werden.“ Das Erleben der Pfarrer in seiner Jugend und seine Mitarbeit im Kindergottesdienst und in der Jugendarbeit weckten bei ihm schon sehr früh den Wunsch, sich weiter in der Kirche zu engagieren. An seiner Begeisterung, der Menschenfreundlichkeit Gottes nachzuspüren und diese weiterzugeben, hat sich bis heute nichts geändert. So hielt Wolfgang Baumann an seinem Berufswunsch fest, studierte Evangelische Theologie und wurde vor 40 Jahren Pfarrer. Am Palmsonntag verabschiedet sich der Seelsorger der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach und der rheinland-pfälzischen Hospize der Stiftung kreuznacher diakonie in den Ruhestand. Zeit für einen Rückblick. Geboren und aufgewachsen in Saarbrücken als drittes von vier Kindern gestaltete Wolfgang Baumann als Gymnasiast in einem großen Team den Kindergottesdienst und die offene Jugendarbeit seiner Kirchengemeinde mit. Schon damals lernte er seine Frau Sabine Altmeyer-Baumann kennen, die damals die Jungschar-Gruppe leitete. „Ich hatte ein großes Interesse daran, biblische Texten zu verstehen. In der Vorbereitung der Gottesdienste haben wir uns so lange mit den Texten beschäftigt, bis sie sich uns öffneten und berührten“, erzählt er. Weil er ein naturwissenschaftliches Gymnasium besucht hatte, musste er sich Latein, Hebräisch und Griechisch im Studium erarbeiten, war weiterhin in der Kirchengemeinde aktiv und organisierte Kinder- und Jugendfreizeiten nach Holland und Frankreich. Gemeinsam mit großen Gruppen ging es zu den Evangelischen Kirchentagen in ganz Deutschland. Mit 19 Jahren zog er zusammen mit seiner Frau nach Mainz – er studierte Theologie, sie Soziologie. 1985, nach dem ersten Theologischen Examen, kam er in die Kirchengemeinde Roxheim-Mandel. „Bei Pfarrer Karl-Ulrich Nordmann habe ich gelernt, strukturiert zu arbeiten“, erzählt Wolfgang Baumann und lacht. 1989 Wechsel zur Stiftung kreuznacher diakonie Seine Vikariats-Gemeinde brachte Wolfgang Baumann großes Vertrauen entgegen. „Ich hatte alle Freiheit, durfte sofort den Gottesdienst an Heiligabend gestalten, neue Konzeptionen ausprobieren und mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden auf Freizeit fahren“. 1989 lud ihn der damalige Theologische Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie, Pfarrer Dietrich Humrich ein: „Kommen Sie vorübergehend in die Diakonie. Sie können sich ja später noch von dort aus in eine Gemeinde bewerben.“ Aus diesem „vorübergehend“ wurden 36 Dienstjahre. Damals liefen die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Stiftung. „Das war eine meiner ersten Aufgaben. Zusammen mit Diakonissen, Mitarbeitenden, Menschen mit Behinderung und vielen Gästen haben wir einen Sommer lang gefeiert“, erinnert sich Baumann. Aktiv in vielen Geschäftsbereichen Anschließend war er in der Wohnungslosenhilfe tätig, feierte Gottesdienste auf der Eremitage in Bretzenheim und dem Niederreidenbacher Hof, begleitete die Bewohnerinnen, Bewohner und die Mitarbeitenden seelsorglich. Im Rehabilitationszentrum Bethesda, in dem Wolfgang Baumann ab 2000 als Pfarrer in der Geschäftsführung tätig war, gab es wie in der Wohnungslosenhilfe viele Neukonzeptionen: Die Ambulantisierung, die Arbeit mit Frauen in Not, die Mobile Reha, die Beratungsstelle Unterstützte Kommunikation sowie den Rehasport. Das Aufarbeiten von Gottesdienstinhalten für Kinder und Jugendliche im Konfirmandenunterricht in der Bethesda-Schule sowie in den inklusiven sonntäglichen Gottesdiensten der Morgensternkirche für Menschen mit Behinderung waren Wolfgang Baumann besonders wichtig. Alle zwei Jahre gehörte für ihn die Teilnahme am Deutschen Evangelischen Kirchentag zu seinen Lieblingsaufgaben: Mit mehr als 100 Menschen aus der Stiftung fuhren sie nach München, Köln, Leipzig, Hamburg… Zu Baumanns Job gehörte das Finden von Begleitpersonen und er trug dafür Sorge, dass in die Gemeinschaftsquartiere das nötige Equipment für die jeweiligen Bedürfnisse geschafft wurde. Passend zu seinem langjährigen Engagement bei diesen Großveranstaltungen fällt der letzte offizielle Arbeitstag von Wolfgang Baumann, der 30. April, zusammen mit dem Beginn des diesjährigen Kirchentages in Hannover, den er nun privat mit seiner Frau besuchen wird. Herausfordernde Leitungsfunktion 2007 übernahm Wolfgang Baumann das Amt des stellvertretenden Theologischen Vorstandes, fünf Jahre später wurde er in den Vorstand berufen. „Bedarfsgerechte Ausweitung und Differenzierung der Angebote der Stiftung kreuznacher diakonie, um auch in Zukunft nahe bei den Menschen zu sein,“ so beschreibt er die damalige Vorstandsarbeit. „Die Arbeit war herausfordernd, da manche Bereiche in wirtschaftliche Schieflage gerieten und die Zinsen für unser Stiftungsvermögen in den Keller rauschten.“ Als 2015 die Seelsorge-Stelle im Eugenie Michels Hospiz in Bad Kreuznach und dem Aenne Wimmers Hospiz frei wurde, übernahm Baumann gerne diese Aufgabe. „Es ist eine wichtige und sinnerfüllende Aufgabe, sterbende Menschen und ihre Angehörigen zu begleiten. An den Sterbebetten bin ich oft der Lernende, der mit Dankbarkeit und Zufriedenheit zurückbleibt.“ Die Arbeit im Arbeitskreis christlicher Kirchen (ACK) und die Begegnung mit Musliminnen und Muslimen, mit Jüdinnen und Juden im Interreligiösen Gesprächskreis liegt Baumann besonders am Herzen. Das gemeinsame Friedensgebet und den Dialog mit den anderen Religionen wertet er als wichtigen Beitrag für ein gutes Miteinander in Bad Kreuznach. Worauf er sich im Ruhestand freut? „Darauf, zeitlich nicht mehr so gebunden zu sein. Ich weiß noch nicht, wie das sein wird, wenn keiner mehr anruft, niemand mehr Mails schreibt – da bin ich gespannt.“ Ansonsten freut er sich auf das Frühjahr und die Arbeit in seinem Garten. Mit seinen Geschwistern hat er bereits Fahrradtouren geplant. Dass ihm langweilig werden könnte, glaubt er nicht – schließlich könne er ja weiter Gottesdienste im Kirchenkreis halten und Fortbildungs-Kurse in der Akademie geben. „Außerdem werde ich wahrscheinlich in der Trauerarbeit weitermachen.“ Am Palmsonntag, 13. April, würde er sich jedenfalls freuen, wenn viele Weggefährtinnen und -gefährten um 14 Uhr zum Gottesdienst in die Diakonie-Kirche kämen. „Ich bin sehr dankbar, den Abschied feiern zu können“, betont er.
Jedes Jahr lädt die Geburtshilfe und Seelsorge der Diakonie Kliniken Hunsrück die Familien ein, die im vergangenen Jahr in Simmern ein Kind zur Welt gebracht haben – und auch diesmal folgten mehr als 20 Eltern, Geschwister und Verwandte der Einladung. Gemeinsam feierten sie einen besonderen Gottesdienst unter dem Motto "Willkommen im Leben, kleiner Segen" in der Krankenhauskapelle, den Pfarrerin Edeltraud Lenz und Gemeindereferentin Andrea Nörling gestalteten. Für jedes Kind gab es einen kleinen Segen zum Mitnehmen – ein schönes Zeichen für den weiteren Lebensweg. Wer wollte, konnte auch noch einmal die Wochenbettstation besuchen und in Erinnerungen an die erste Zeit mit dem Baby eintauchen. Schön, dass so viele dabei waren – wir freuen uns auf nächstes Jahr!
Nach drei Jahren intensiver Ausbildung war es jetzt endlich so weit: 14 angehende Pflegefachpersonen der Stiftung kreuznacher diakonie haben erfolgreich ihr Examen in der generalistischen Pflegeausbildung bestanden. Dieser besondere Moment wurde mit einem feierlichen Gottesdienst unter dem Motto „Die Welt ist bunt und jeder Mensch ist einzigartig“ und der Übergabe der Zeugnisse gebührend gefeiert. „Alle haben die Prüfungen bestanden – das ist ein großartiger Erfolg!“, freut sich Lehrer und Kursleiter Christopher Ritz: „Sie sind als Team zusammengewachsen und haben sich zu wertvollen Fachkräften entwickelt. Pflege ist ein Beruf mit Zukunft, aber vor allem mit Herz. Wer sich für diesen Weg entscheidet, leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Seien Sie stolz auf Ihre Leistung! Ihr Examen haben Sie heute ganz alleine erreicht – wir Lehrerinnen und Lehrer haben Sie dabei nur begleitet.“ Die Stiftung kreuznacher diakonie wiederum freut sich: Fast alle frisch examinierten Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner bleiben den Einrichtungen der Stiftung treu und setzen ihre berufliche Laufbahn in den Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen fort. Die Leiterin der Schulen für Gesundheits- und Pflegberufe, Tanja Lucas, blickte bei der Abschlussfeier auf den gemeinsamen Ausbildungsstart vor drei Jahren zurück: „Als Sie Ihre Ausbildung begonnen haben, habe ich die Leitung der Schule übernommen – wir sind also gemeinsam gestartet. Es war immer eine Freude, Sie zu unterrichten. Ein wichtiges Thema in den ersten Wochen war die „kollegiale Beratung“: Wer gut auf sich selbst achtet, kann auch andere gut versorgen und pflegen. Diesen Gedanken möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben. Ich wünsche Ihnen ein starkes Team an Ihrer Seite und Kolleginnen und Kollegen, die Sie unterstützen. Für Ihren weiteren beruflichen Weg wünsche ich Ihnen alles Gute.“ Die Nachfrage nach der generalistischen Pflegeausbildung wächst. Im vergangenen August starteten bereits drei Kurse, in diesem Jahr könnten es sogar vier werden. „Der große Vorteil bei uns in der Stiftung ist, dass wir alle Vertiefungsbereiche der Pflegeausbildung anbieten: von der Kinderheilkunde über Krankenhaus- und Hospizbereiche bis hin zu stationären und ambulanten Angeboten in der Seniorenhilfe. Das eröffnet unseren Auszubildenden vielfältige Möglichkeiten“, erklärt Tanja Lucas. Wer sich für die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann interessiert, findet weitere Informationen unter: https://www.kreuznacherdiakonie.de/karriere/ausbildung. Bewerbungen für den Ausbildungsstart am 1. August 2025 sind noch möglich unter bewerbung-generalistik@kreuznacherdiakonie.de
Die Diakonie Kliniken gratulieren Kerstin Fennel, Iulian Padurariu (Standort Ringstraße) und Johannes Arzdorf (Standort Mühlenstraße) ganz herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Fachweiterbildung für Intensivpflege und Pflege in der Anästhesie am Bildungszentrum der Universität Mainz. Im Rahmen der offiziellen Abschlussfeier gratulierten Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas, die Stationsleitungen der Intensivpflege Marion Bauer und Judith Schmidt sowie die stellvertretende Abteilungsleiterin Natalie Best den Absolventen herzlich. Mit ihrem erweiterten Fachwissen und ihrer spezialisierten Ausbildung leisten die neuen Fach-Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Pflege in der Anästhesie einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen intensivmedizinischen Versorgung. Sie tragen dazu bei, die Patientensicherheit weiter zu erhöhen und die Pflegequalität auf unseren Intensivstationen kontinuierlich zu verbessern. Wir sind stolz auf unser gesamtes Pflegeteam und wünschen unseren erfolgreichen Kollegen viel Erfolg auf ihrem weiteren Berufsweg.
Eine Spende sorgt für mehr Sicherheit bei den kleinsten Patienten der Diakonie Kinderklinik: Das Autohaus Cloppenburg übergab der Klinik zwei hochwertige Babyschalen im Wert von 500 Euro. Das Geld kam bei einer Weihnachtsfeier des BMW-Händlers zusammen, bei der Mitarbeiter und Kunden gemeinsam für den guten Zweck aktiv wurden – mit dem Verkauf von Weihnachtsbäumen, Essen und Getränken wurde die Ossig-Stiftung unterstützt. Die neuen Babyschalen werden beispielsweise benötigt, wenn Säuglinge und Kleinkinder zu Fachärzten wie Hautärzten oder Urologen gebracht werden müssen – sei es mit dem Rettungswagen oder im Taxi. Gerade bei spontanen Verlegungen sind sie unverzichtbar, damit die kleinen Patienten sicher ankommen. Karlheinz Ossig, Gründer der Ossig-Stiftung, freut sich über die Spende: „So viel Engagement ist einfach großartig. Es zeigt, wie wichtig den Menschen vor Ort unsere Kinderklinik ist. Ich würde mich freuen, wenn diese Idee viele Nachahmer findet und wir uns gemeinsam für die nächste Generation in unserer Region stark machen.“ Foto: Geschäftsleiter Mirko Schellmann (Cloppenburg GmbH Bad Kreuznach) und seine Assistentin Betty Feidner übergaben die beiden Babyschalen gemeinsam mit Karlheinz Ossig an Pflegdienstleiterin Mareike Steinbach (rechts) und Kinderarzt Dr. Edmondo Hammond (links). Klicken Sie hier, um die Kinderklinik zu unterstützen und zu fördern.
Seit vielen Jahren setzt sich Nadine Grevelhörster mit Herz und Leidenschaft für den guten Zweck ein. Die vorweihnachtliche Tombola in ihrem Kosmetikstudio New Skin in Bretzenheim ist längst zur Tradition geworden. Mit jedem Los im Wert von fünf Euro gab es nicht nur die Chance auf attraktive Preise, sondern vor allem die Möglichkeit, etwas Gutes zu tun. So kam dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren und ihrer treuen Kundschaft eine beeindruckende Spendensumme von 1.000 Euro für den Kinderförderverein der Kinderklinik e.V. zusammen. Die Freude über die Spende war groß, als Nadine Grevelhörster den symbolischen Scheck auf der Kinderstation der Diakonie Kliniken in Bad Kreuznach übergab. „Diese wundervolle Unterstützung fließt in Projekte, die unseren kleinen Patientinnen und Patienten den Klinikalltag erleichtern“, erklärt Mara Gaul, zweite Vorsitzende des Kinderfördervereins der Kinderklinik e.V. „Viele Maßnahmen werden leider nicht von den Kranken- und Pflegekassen übernommen. Umso wertvoller ist das Engagement von Menschen wie Frau Grevelhörster, die mit viel Herzblut helfen.“ Der Dank gilt nicht nur Nadine Grevelhörster für ihr langjähriges Engagement, sondern auch allen Kundinnen und Kunden, die mit ihrem Loskauf zur Spendensumme beigetragen haben. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, mit meiner Tombola lokale Projekte und Vereine zu unterstützen, aber ohne die Unterstützung von Sponsoren und meinen tollen Kundinnen und Kunden wäre eine solche Aktion nicht möglich gewesen. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam etwas bewegen konnten“, freut sich Grevelhörster über die erfolgreiche Aktion. Im Foto von l.n.r.: Mara Gaul (Kifö), Farbizio Valentino und Alina Betz (beide Kinderstation), Nadine Grevelhörster und Leitender Oberarzt Dr. Edmondo Hammond
Pfarrer Prof. Dr. Holger Böckel hat seine Einführung in der Stiftung kreuznacher diakonie gefeiert. Gemeinsam mit Andreas Heinrich übernimmt er im Vorstandsduo die Leitung der Organisation. Zahlreiche Gäste aus Deutschland und der Region, darunter politische Vertreter, besuchten die Veranstaltung, um den neuen Vorstand willkommen zu heißen. Der Gottesdienst, der den Beginn der Einführung markierte, war von tiefgehenden Momenten geprägt und vermittelte die Verbundenheit der Stiftung mit ihren christlichen Werten. Im Anschluss fand die Feier in der Theodor Flieder Halle statt. Neben Ansprachen verschiedener Persönlichkeiten bereicherte Diakon Sascha Gadinger mit seiner Stimme und musikalischen Darbietung die Atmosphäre. Zudem sorgte ein weiteres Highlight für besondere Stimmung: Die „Bühler Spatzen“, ein Chor aus dem Bereich Behindertenhilfe der Stiftung. In seiner Ansprache betonte Holger Böckel seine Freude und Dankbarkeit über die neue Aufgabe und den großen Wert, den die Stiftung für ihn hat: „Besonders liegt mir am Herzen, dass wir als Stiftung kreuznacher diakonie im guten Sinne unterscheidbar sind von anderen Trägern. Wir haben eine lange Tradition, gute Werte und ein christliches Profil, das ich gerne stärken möchte. Zudem möchte ich die Themen Innovation, Empathie und Kooperation gleichermaßen in den Mittelpunkt stellen“, so Holger Böckel. Die Feierlichkeiten wurden von zahlreichen Gästen aus Politik, Kirche und Gesellschaft begleitet, die dem neuen Leiter der Stiftung viele Wünsche aussprachen. So auch der Kuratoriumsvorsitzende Dr. Andreas Liebisch: „Ich wünsche ihm, dass die Herausforderungen und Anforderungen, die das Amt mit sich bringen wird, ihm die Zeit lassen, auf die Menschen, Mitarbeitenden und Bewohnerinnen und Bewohner zuzugehen, ihre Ideen und Gedanken aufzugreifen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.“ Holger Böckel übernimmt die Verantwortung für die Geschäftsbereiche Behindertenhilfe, Familien- und Soziale Hilfen, Seniorenhilfe und Hospize. Hinzu kommen die zentralen Bereiche Diakonik-Ethik-Seelsorge, Human Ressources, Unternehmenskommunikation und Marketing, Budgetmanagement sowie Strategie- und Marktentwicklung. Der 58-Jährige studierte Theologie in Oberursel, Heidelberg und Mainz. In seiner Karriere war er unter anderem Hochschulpfarrer in Gießen und Lehrbeauftragter an renommierten Instituten. Zudem ist der außerplanmäßige Professor der Universität Heidelberg zertifizierter Organisationsberater mit Expertisen in Strategie- und Teamentwicklung. Zur Bildergalerie
Ein besonderes Kunstprojekt bringt Licht und Hoffnung in die Kapelle der Diakonie Kliniken Hunsrück: Zwei Kunstkurse der IGS Zell und Leitung von Lehrer Martin Richerzhagen haben die 15 Fenster neu zum Thema „Hoffnung“ gestaltet. In Einzel- und Gruppenarbeiten entwickelten die Schülerinnen und Schüler Bildideen und setzten diese mit Farbe kreativ auf Plexiglas um. „Mit diesem Projekt zeigen die jungen Künstlerinnen und Künstler nicht nur ihr Können, sondern schenken den Menschen im Krankenhaus einen Ort der Ruhe, Kraft und Zuversicht“, bedankt sich Pfarrerin Edeltraud Lenz bei den 19 Schülerinnen und Schülern des Wahlpflichtfaches Kunst und Handwerk. Die überwiegend in warmen Gelb-, Orange- und Rottönen gehaltenen Bilder tauchen die Kapelle in ein besonderes Licht und schaffen eine einladende und hoffnungsvolle Atmosphäre. Viele Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entdecken bei ihren Besuchen immer wieder neue Details - und haben schon ihr „Lieblingsbild“ gefunden. Das Projekt ist Teil einer bereits seit Jahren bestehenden Kooperation zwischen dem Krankenhaus und der IGS Zell. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere erfolgreiche Ausstellungen und Kunstprojekte, die den Krankenhausalltag bereichern und den jungen Künstlern eine besondere Plattform bieten. Auch dieses Mal zeigen sie mit ihrem Engagement, wie Kunst Hoffnung und Zuversicht spenden kann.
Wenn ein Stadtteil zusammenhält, entsteht Großes: Durch den Verkauf von Glühwein, Würstchen und Getränken bei der Planiger Aktion „Zauber am Weihnachtsbaum" und dem Martinsumzug kam eine stattliche Summe zusammen. Der Verein Catweazle Pleenich e.V. stockte den Erlös auf 1.000 Euro auf und spendete diesen Betrag nun an den Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe der Diakonie Kliniken. Die Mitglieder von Catweazle Pleenich e.V. unterstützen den Palliativstützpunkt bereits seit vielen Jahren. „Wir glauben, dass wir mit unserer Spende den Angehörigen und Patienten etwas Gutes tun", unterstreicht der erste Vorsitzende Torsten Roßkopf das Engagement des Vereins. Mit seinen rund 60 aktiven Mitgliedern prägt der Verein seit mehr als 30 Jahren das kulturelle und soziale Leben in Planig entscheidend mit. „Uns ist es wichtig, die letzte Lebensphase der Patientinnen und Patienten würdevoll und selbstbestimmt zu gestalten. Spenden helfen uns, besondere Angebote zu ermöglichen, die von den Pflege- und Krankenkassen nicht übernommen werden. Wir danken dem Verein Catweazle Pleenich für seine langjährige und wertvolle Unterstützung", erklärt Sabrina Kron, pflegerische Teamleitung des Palliativstützpunkts. Die Spende fließt in wichtige Angebote wie die Aromatherapie sowie in die Anschaffung mobiler Ultraschallgeräte. Der Palliativstützpunkt der Stiftung kreuznacher diakonie hat im Rahmen der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) die Aufgabe, schwerstkranke Menschen in den letzten Wochen und Monaten ihres Lebens durch spezialisierte Medizin, optimale Schmerztherapie und Symptomkontrolle zu begleiten und ihnen so eine bestmögliche Lebensqualität bis zuletzt zu ermöglichen.
Die Stiftung kreuznacher diakonie hat einen wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Energieeffizienz getan. Die Vorstände Andreas Heinrich und Pfarrer Prof. Dr. Holger Böckel unterzeichneten Anfang März das zentrale Dokument zur Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001. Damit verpflichtet sich die Stiftung zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und zur kontinuierlichen Verbesserung der Energieeffizienz. Mit einem Energieverbrauch pro Bett, der fast dem eines Zwei-Personen-Haushalts entspricht, trägt die Stiftung eine große Verantwortung. An ihren zahlreichen Standorten - vom Saarland über Rheinland-Pfalz bis nach Hessen - fallen große Energiemengen an, die unter das Energieeffizienzgesetz fallen und ein strukturiertes Energiemanagement erfordern. „Für das Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 ist das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit, mit dem uns die Unternehmensleitung unterstützt, das zentrale Dokument“, erklärt Jörg Kasper, Mitarbeiter des Energieteams. Die Stiftung verpflichtet sich, bei der Beschaffung, der Nutzung und dem Verbrauch von Gütern sowie im Umgang mit natürlichen Ressourcen nachhaltig zu handeln und dabei auch an zukünftige Generationen zu denken. Nachhaltigkeitsmanagerin Britta Miekley wird zunächst die begonnene Bestandsaufnahme fortführen und konkrete Ziele und Maßnahmen definieren. „Energie ist ein sehr großer und wichtiger Baustein im Umweltbereich“, betont Miekley. Sie freut sich, dass das Energieteam der Stiftung bereits Vorarbeit geleistet und erste Ziele entwickelt hat. Diese werden derzeit im Rahmen der Auditierung des neuen Energiemanagementsystems überprüft. Mit diesem Schritt unterstreicht die Stiftung kreuznacher diakonie ihr Engagement für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Zukunft.
Kuscheln ist nicht nur schön, sondern auch gesund – vor allem für Früh- und Neugeborene. Der direkte Haut-zu-Haut-Kontakt zwischen Eltern und Kind, das sogenannte „Känguruhen“, fördert nachweislich die Entwicklung: Atmung und Herzfrequenz stabilisieren sich, Stresshormone werden abgebaut und das Immunsystem gestärkt. Deshalb wird in der Kinderklinik der Diakonie Kliniken das Kuscheln von Anfang an gefördert. Um diesen wichtigen Prozess zu unterstützen, haben die Old Tablers Bad Kreuznach gemeinsam mit der Ossig-Stiftung einen speziellen Känguru- und Stillstuhl für die Kinderintensivstation der Diakonie Kliniken gespendet. Die Mitglieder des Old Table Clubs engagieren sich in sozialen Projekten und unterstützen den guten Zweck sowohl durch finanzielle Zuwendungen als auch durch persönlichen Einsatz. So war es den Old Tablern aufgrund persönlicher Erfahrungen auf der Kinderintensivstation ein großes Anliegen, auf Vorschlag der Ossig-Stiftung die Anschaffung eines Känguruhstuhls mit 2.800 Euro zu unterstützen. Der ergonomische Stuhl hat eine weiche Sitzfläche, desinfizierbare Oberflächen und er lässt sich leicht in eine bequeme Liegeposition bringen. Mütter und Väter liegen darin, ihr Baby ruht nackt auf ihrer Brust. „Studien belegen, dass sich Frühgeborene, die von Geburt an regelmäßig engen Hautkontakt zu ihren Eltern haben, besser entwickeln. Sie fühlen sich beschützt, schütten weniger Stresshormone aus und entwickeln so eine stärkere Immunabwehr. Gleichzeitig überträgt sich die Körperwärme auf das Neugeborene. Seine Vitalwerte sind auf der elterlichen Brust oft stabiler als im Inkubator. Zusätzlich wird auch die Eltern-Kind-Bindung gefördert. Deshalb empfehlen wir unseren Eltern, mindestens eine bis zwei Stunden am Tag zu kuscheln, gerne auch mehr“, erklärt Nicole Maurer, pflegerische Leitung der Kinderintensivstation. In den Diakonie Kliniken der Stiftung kreuznacher diakonie kommen jährlich rund 1.400 Kinder zur Welt, darunter 50 bis 60 Frühgeborene mit einem Gewicht unter 1.500 Gramm. Auf den Stationen wird medizinisch wie pflegerisch alles getan, um den Kindern den Start ins Leben zu erleichtern. In Bad Kreuznach fördert man das „Känguruhen“ nicht nur bei Frühgeborenen. „Wenn es machbar und medizinisch möglich ist, bieten wir das Bonding allen Müttern an, die bei uns entbinden.“ Insgesamt vier Känguru- und Stillstühle, spezielle Wickeltücher und Bonding-Tops stehen den Eltern zur Verfügung. „Durch die Unterstützung der Ossig-Stiftung ist unsere technische Ausstattung auf einem sehr guten Stand. Der neue Stuhl ist eine wertvolle Ergänzung, von der Eltern und Kinder profitieren. Unser herzlicher Dank gilt den Old Tablers, die diese Anschaffung mit ihrer Spende von 2.800 Euro ermöglicht haben“, sagt Dr. Edmondo Hammond, leitender Oberarzt der Kinder- und Jugendmedizin. Sollten Sie ebenfalls Interesse daran haben, die Kinderklinik der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach mit einer Spende zu unterstützen, besuchen Sie gerne die Internetseite der Ossig-Stiftung und nutzen Sie das dort befindliche Kontaktformular.
Das Diakonie Klinikum Neunkirchen (DKN) wurde für einen fairen Umgang mit Ärztinnen und Ärzten in der Ausbildung zertifiziert. Dafür wurden bundesweit Studierende befragt, die derzeit den praktischen Teil ihres Medizinstudiums, das Praktische Jahr (PJ), absolvieren. Alle am PJ beteiligten Fachabteilungen des DKN konnten punkten. Das DKN schneidet in einem bundesweiten Ranking der Akademischen Lehrkrankenhäuser zum wiederholten Mal überdurchschnittlich gut ab. Faire Vergütung, kostenfreie Arbeitskleidung, mindestens eine Mahlzeit pro Tag, regelmäßiger Unterricht, praktisches Arbeiten und einen Mentor, der sich kümmert – das alles sind Kriterien, die für das Zertifikat „Faires PJ“ entscheidend sind. Klingt selbstverständlich, für viele Medizinstudentinnen und -studenten sieht die Realität aber anders aus: Unterricht findet häufig nicht statt, die Studiernden übernehmen vorwiegend fachfremde Aufgaben und werden nicht gut in den Arbeitsalltag eingebunden, die Höhe der Vergütung ist optional und wird deshalb häufig gar nicht angeboten. „Wenn das PJ vergütet wird, dann häufig so gering, dass die Studierenden nicht davon leben können. Das macht das Studium unattraktiv, denn viele können es sich schlichtweg nicht leisten“, stellt PJ-Studienleiter und Chefarzt der Anästhesie im DKN, dr. med./Univ. Pécs Márton Gyenge fest. Deshalb setzt er sich dafür ein, dass sich die Bedingungen für angehende Mediziner kontinuierlich verbessern: Überdurchschnittliche Bezahlung, ein wertschätzendes Lernumfeld, in dem die Studierenden fest in den Teams eingebunden sind und unter professioneller Anleitung praktizieren dürfen. Bei freiwilligen Zusatzdiensten, zum Beispiel im Nacht- oder Rettungsdienst, können die PJler zusätzlich Erfahrung sammeln und werden dafür fair entlohnt. Für den stellvertretenden Ärztlichen Direktor Gyenge ist es wichtig, dass sich die angehenden Kolleginnen und Kollegen wohl fühlen und die Möglichkeit haben, ihre Talente oder Interessen zu entdecken: „Wir bieten eine große medizinische Vielfalt an und vereinen umfangreiches Wissen in einem Haus. Mit den Studierenden kommunizieren wir auf Augenhöhe, geben Wissen und Erfahrungswerte weiter, sowohl theoretisch als auch praktisch.“ Mit der qualitativ hochwertigen Ausbildung möchte die Klinik dem Ärztemangel entgegenwirken und den Nachwuchsmedizinern auch außerhalb von Großstädten eine Perspektive bieten. Dem Ärztemangel entgegenwirken: Heimatnah studieren und arbeiten Das hat auch den Saarländer Philipp Schuler überzeugt: Als Mediziner zu arbeiten war schon lange sein Traumjob. Seine Heimat verlassen wollte er aber nicht. Studiert hat er in Homburg, für sein PJ ging es ins DKN. Alle drei Tertiale hat er in dem Akademischen Lehrkrankenhaus absolviert: in den Fachabteilungen für Chirurgie, Innere Medizin und Anästhesie, die von PJ-Studienleiter Gyenge geleitet wird. Dort hat es Schuler am besten gefallen: „Wir hatten quasi eine Eins-zu-eins-Betreuung durch die Fachärzte, konnten sehr selbstständig und gut angeleitet arbeiten, uns wurde viel zugetraut. Das transportiert auch eine große Wertschätzung und macht viel fürs Selbstbewusstsein, das man in so einem verantwortungsvollen Job einfach braucht“, resümiert der Bexbacher. Zu Beginn seines Praktischen Jahres war er nicht sicher, in welcher Fachrichtung er sich spezialisieren möchte. Nach seiner Zeit in der Anästhesie war klar: Er möchte Facharzt für Anästhesiologie werden. Im Team der Neunkircher Fachabteilug hat sich der Mediziner so wohl gefühlt, dass er nach seinem Studium geblieben ist und nun als Assistenzarzt im DKN arbeitet. „Das ist ein absoluter Gewinn für unser Team und unser Haus – und der Lohn für ein erfolgreiches PJ-Curriculum“, fasst Gyenge zusammen.
Gute Nachrichten aus den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach: Die im Krieg schwer verletzte sechsjährige Malak hat sich nach einer erfolgreichen Operation gut erholt. Monatelang hatten sich deutsche Hilfsorganisationen darum bemüht, schwer verletzte Kinder aus Gaza zur Behandlung nach Deutschland zu holen. Malak ist erst das zweite Kind, das diese Chance bekommen hat. Und so macht das kleine Mädchen in Deutschland große Schlagzeilen. Malak wurde nach Angaben ihrer Mutter vor einem Jahr bei einem Beschuss durch einen Panzer im Gazastreifen lebensgefährlich im Unterleib verletzt. Mehrere Menschen starben bei dem Vorfall. Malak überlebte nur, weil sie in einem Krankenhaus in Rafah erstversorgt werden konnte. Ihr Bauchwandbruch stellte jedoch nach wie vor eine akute Bedrohung dar: Durch die Lücke in der Bauchdecke hätte sich der Darm einklemmen und zu einem tödlichen Darmverschluss führen können. Dieser Befund wurde im Gazastreifen nicht operiert. Immer wieder kommen solche Patienten nach Bad Kreuznach, weil sie hier Hilfe finden. André Borsche, der vor seinem „Ruhestand“ jahrzehntelang als Chefarzt der Plastischen Chirurgie tätig war, hat im Diakonie Krankenhaus viele Kinder aus Krisengebieten operiert. Dieses Engagement setzen auch seine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen fort. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Kinderabteilung der Diakonie unter der Leitung von Dr. Christoph von Buch werden diese Kinder in Bad Kreuznach medizinisch und pflegerisch bestens betreut. In einer zweistündigen Operation versorgten der Viszeralchirurg Mohammed Ibrahim Froka und der Plastische Chirurg Dr. André Borsche den ausgedehnten Bauchwandbruch und verschlossen die Bauchwandlücke. Borsche, der die Bad Kreuznacher Sektion von Interplast Germany gründete und sich seit Jahrzehnten in humanitären Einsätzen engagiert, hat schon viele Operationen in Bad Kreuznach durchgeführt: „Durch die langjährige Kooperation mit der Diakonie und aus meiner Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten in Bad Kreuznach, wusste ich, dass wir hier gut gerüstet sind, um Malak zu helfen. Besonders dankbar bin ich, dass ich Mohammed Froka für diesen Eingriff gewinnen konnte, den Leitenden Oberarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie unter Chefarzt Dr. Gunnar Proff, der ein Experte auf dem Gebiet der Hernien ist. Für Froka war es der erste Einsatz für ein „Interplast-Kind“, aber nach eigener Aussage „nicht der letzte“. „Es grenzt an ein Wunder, dass Malak überlebt hat. Dank der Erstversorgung in Rafah und der Möglichkeit, sie hier in den Diakonie Kliniken zu operieren, kann sie nun wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken“, so Borsche weiter. Die Einreise zur medizinischen Behandlung war lange Zeit unsicher, da das Bundesinnenministerium und das Auswärtige Amt Sicherheitsbedenken hatten. In wenigen Einzelfällen wurde schließlich die Einreise mit einer weiblichen Begleitperson genehmigt - so auch für Malak und ihre Mutter. All dies organisierte die Kölner Hilfsorganisation Refugees Foundation unter Federführung von Daniela Neuendorf und konnte dank der Zusammenarbeit mit Interplast Sektion Bad Kreuznach realisiert werden. Nachdem Dr. Borsche eine Gastfamilie gefunden hatte und zusicherte, die Behandlungskosten zu übernehmen, erfolgte die Genehmigung der Botschaft und des Auswärtigen Amtes, den Transport des verletzten Kindes nach Deutschland zu ermöglichen. In Bad Kreuznach sind Malak und ihre Mutter bei der Familie von Ibtessam Beidoun untergebracht und werden von Nachbarin und Freundin Corinne Werberich liebevoll mitbetreut. „Wir sind unglaublich erleichtert, dass sie die Behandlung so gut überstanden hat“, sagt Malaks Mutter. Sie kann es kaum erwarten, wieder mit ihrer Familie vereint zu sein und ein normales Leben zu führen. Denn ihre Zukunft ist noch ungewiss. Anfang März wird sie mit Malak nach Ägypten zurückkehren, wohin sie mit ihren sechs Kindern nach dem Angriff und der Zerstörung ihres Hauses geflüchtet ist. Ihr Ehemann ist weiterhin in Gaza verblieben.
Ab sofort operieren die Spezialisten der Orthopädie an den Diakonie Kliniken Neunkirchen (DKN) mit einem innovativen, roboterarm-assistierten Verfahren namens Mako. Es dient der Implantation von Knietotal-Endoprothesen und kleinen Teilprothesen, den so genannten Schlittenprothesen. Der Einsatz dieses Verfahrens ist einzigartig in der Region. Am Donnerstag, den 13. März, 17 Uhr, haben Betroffene die Möglichkeit, sich bei einer Infoveranstaltung über die Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose im Kniegelenk und das neue Operationsverfahren zu informieren. „Jeder Körper ist anders. Mako ermöglicht es uns, Kniegelenke passgenau zu ersetzen. Die Technologie hat sich bereits etabliert und wir sind überzeugt von der Qualität“, fasst der Chefarzt der Orthopädie, Dr. Ralph Fischer, zusammen. Er ist der Hauptoperateur und geschult im Umgang mit dem Roboterarm, der es ihm ermöglicht, viel präziser als bisher zu operieren. Bevor der Orthopädie-Experte operiert, werden Bilder des betroffenen Kniegelenks am Computertomografen erstellt. Sie zeigen die individuelle Anatomie des Knies und liefern Variablen, um daraus ein 3-D-Modell für die Implantation abzuleiten. Die Implantate können so an die Verhältnisse im Knie anhand eines individuellen OP-Plans angepasst werden. Sensoren geben dem Operateur genau Auskunft über die Spannung der Bänder, die das Gelenk stützen, in gestrecktem wie in gebeugtem Zustand. „Auch das sind Werte, die bei jedem Menschen anders sind. Mit diesen Erkenntnissen können wir die geplante Prothese derart anpassen, dass sie den dynamischen Belastungen des Alltags wie ein gesundes Knie Stand hält“, erklärt Fischer. Während der Operation behandelt der Arzt, assistiert vom Roboterarm, die beschädigten Areale des Knies und passt das Implantat an der vorgesehen Stelle ein. Bei Bedarf wird der OP-Plan aufgrund der intraoperativ erhobenen Daten virtuell angepasst. Das Unterstützungssystem arbeitet dabei interaktiv: Es verfügt über einen Kontrollmechanismus, der aktiviert wird, sobald der Operateur auch nur minimal vom definierten OP-Pfad abweicht. Das Ergebnis: Ein immer optimaler Sitz, bei dem sich das Implantat exakt dem Knie und seinen Bändern anpasst. Die Operation mit dem Mako dauert ungefähr 75 Minuten. Bereits am folgenden Tag können Patienten das Knie in der Regel wieder belasten, versichert der Chefarzt: „Dadurch, dass wir alle Strukturen im Knie an die individuelle Anatomie anpassen können, verringert sich das Risiko von Komplikationen. Der Heilungsprozess und die Lebensdauer des neuen Gelenks verbessern sich deutlich.“ Die Anschaffung des neuen Gerätes ist für Geschäftsführerin Andrea Massone ein Meilenstein für die medizinische Versorgung in der Region: „In Anbetracht der zunehmenden Anzahl von Menschen mit Gelenkproblemen freut es mich besonders, dass wir nun mit dieser fortschrittlichen Technik den Patienten noch effizienter helfen können. Mit dem Mako heben wir unsere orthopädischen Möglichkeiten auf ein ganz neues Niveau. Jeder Patient erhält eine maßgeschneiderte Behandlung, die seine Lebensqualität nachhaltig verbessert.“ Die Operation mit dem Mako wird von der Krankenkasse bezahlt. Menschen, die von Arthrose im Kniegelenk betroffen sind und eine Operation mit Mako in Betracht ziehen, können sich in der Abteilung für Orthopädie melden und einen Termin für ein unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren: 06821/18-2201 Bei dem Infoabend in der Personalcafeteria des DKN, am Donnerstag, den 13. März, 17 Uhr, stellt der Chefarzt Mako vor und beantwortet alle Fragen rund um das Verfahren. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Mako Roboterarm-System ist sehr sicher. Es wird seit 2007 unter anderem in den USA, Australien und Großbritannien erfolgreich eingesetzt. Aktuell gibt es mehr als 40 Systeme in Deutschland, im Saarland jedoch nur am DKN. Wissenschaftliche Studien haben die deutlich höhere Präzision gegenüber der manuellen Implantation von Schlittenprothesen und Oberflächenersatzprothesen bewiesen. In den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach, die ebenfalls zur Stiftung kreuznacher diakonie gehören, operieren die Orthopäden seit 2018 mit dem Verfahren. Dort wurden bereits mehr als 1.500 erfolgreiche Operationen mit dem Roboterarm durchgeführt.
„Darmspiegelungen, auch Koloskopien genannt, können Leben retten – und es sollte niemandem unangenehm sein, zur Vorsorge zu gehen: Eine Koloskopie ist weder peinlich noch schmerzhaft“, versichert die Sektionsleiterin der Gastroenterologie in den Diakonie Kliniken Neunkirchen (DKN), Dr. Daniela Theis-Wieland. Am Mittwoch, den 5. März, um 17 Uhr, hält sie im DKN einen Vortrag, der den Besucherinnen und Besuchern helfen soll zu erkennen, dass die modernen Methoden der Darmspiegelung nichts mit den erschreckenden Vorstellungen zu tun haben, die sich im Laufe der Jahre rumgesprochen haben. Gemeinsam mit ihrem Kollegen, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dr. Thorsten Plusczyk, zeigt sie, dass Koloskopien schonend und gut verträglich sind und dass für Menschen, die bereits von Darmkrebs betroffen sind, unterschiedliche Behandlungsoptionen zur Auswahl stehen. Darmkrebs gehört zu den bösartigen Tumorerkrankungen, die die besten Heilungschancen haben. Jedoch verursacht dieser Krebs lange keine Beschwerden und kann sich über Jahre hinweg entwickeln – bis es zu spät ist. Deshalb ist es eine regelmäßige Vorsorge essentiell, um den Tumor frühzeitig zu erkennen, bevor er streut und sich im Körper ausbreitet. Eine Darmspiegelung ist die zuverlässigste Methode, um Darmkrebs zu erkennen. Die modernen Verfahren der Darmspiegelung erlauben es außerdem bei ersten Anzeichen einer Krebserkrankung zu intervenieren, ohne dass weitere Eingriffe notwendig sind, erklärt die erfahrene Gastroenterologin: „Stellt man während der Koloskopie fest, dass sich bereits Polypen gebildet haben, also Schleimhautwucherungen, können diese schon während der Koloskopie abgetragen werden, sodass ein bösartiger Tumor erst gar nicht entsteht. Das ist für den Patienten völlig schmerzfrei möglich.“ In spät erkannten Fällen oder bei Wucherungen, die zu groß für eine endoskopische Abtragung sind, müssen moderne, krebsspezifische Operationsverfahren angewandt werden, um im besten Fall eine Heilung zu erzielen. "Je nach Fortschritt der Erkrankung stehen uns unterschiedliche Operationsmethoden zur Verfügung, die individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Wir operieren, wenn möglich, minimal-invasiv, also mit kleinstmöglichem Schnitt, damit es besonders schonend für den Patienten ist", erklärt Dr. Thorsten Plusczyk. Als erfahrener Operateur weiß er: „Noch wirksamer und schonender sind jedoch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen – und es sollte niemandem unangenehm sein, auf die eigene Gesundheit zu achten.“ Darmkrebsmonat März Seit dem Jahr 2002 steht der März in der Medizin für Darmkrebs-Aufklärung. Die sogenannte „Awareness (zu Deutsch: Bewusstein) Kampagne“ wurde von der Felix Burda Stiftung, der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Stiftung LebensBlicke und der Gastro-Liga initiiert. Jedes Jahr wird der Darmkrebsmonat März vom Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. und zahlreichen weiteren Medien, Gesundheitsorganisationen, Unternehmen, Städten, Kliniken und Privatpersonen unterstützt, die sich gemeinsam für die Darmkrebsvorsorge engagieren. Schirmherr ist Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.
Jung und Alt drängten sich in den Fluren und stießen in jedem Raum auf kreative Mitmachangebote, die Schülerinnen und Schüler präsentierten: von Sinneswahrnehmungen und Kreativangeboten, über Empowermentübungen und Anatomie-Puzzle bis zu Erste-Hilfe-Maßnahmen und zur Säuglingsversorgung. Draußen lud ein Rollstuhlparcours zum Slalom ein und in der Sporthalle lockten Angebote für kooperative Bewegungsspiele. Für Speisen und Getränke war auf allen Etagen bestens gesorgt. 14 Jahre und damit fast fünf Schülergenerationen - so lange lag der letzte Tag der offenen Tür an den Berufsbildenden Schulen der Stiftung kreuznacher diakonie zurück. Entsprechend groß war das Interesse an den beiden Schulen, die sich die interessierten Nachwuchskräfte anschauen konnten: die Fachschule für Sozialwesen mit ihren Ausbildungsgängen für den Abschluss Erzieher/-in und Heilerziehungspflege (Bachelor Professional in Sozialwesen) sowie die Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe, die die dreijährige Ausbildung zum Pflegefachmann/zur Pflegefachfrau anbieten sowie die einjährige Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe. Wie inklusiv und praxisnah die Ausbildungen aufgebaut sind, zeigten unter anderem die „HEPs“, die Auszubildenden der Heilerziehungspflege. Gemeinsam mit ihren Klientinnen und Klienten präsentierten sie, wie der Alltag in der Ausbildungspraxis in unterschiedlichen Einrichtungen der Behindertenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie aussehen kann. Großen Anklang fanden auch die Führungen in die Fachpraxis. Die Besucherinnen und Besucher konnten das Krankenhaus und das Elisabeth Jäger Haus, eine Einrichtung der Seniorenhilfe, besuchen. Hier erlebten sie hautnah, wie es ist, über 80 zu sein. „Zahlreiche Besucherinnen erhielten einen Einblick in den Berufsalltag und konnten ihren Berufswunsch verstärken. Das Feedback war durchweg positiv“, sagen Tanja Lucas, Leiterin der Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe und ihre Stellvertreterin Anja Traut angesichts der zahlreichen Interessenten für den Pflegeberuf. „Wir sind ein tolles Team: Auszubildende, Lehrkräfte und die Mitarbeiterinnen aus dem Sekretariat waren mit Herz und Seele dabei.“ Interessierte konnten in der Fachschule für Sozialwesen ihre vorbereiteten Bewerbungsunterlagen mitbringen und prüfen lassen: „Die Checks liefen durchgehend von 10 bis 13 Uhr – das waren tatsächlich wertvolle Beratungsgespräche“, berichten Schulleiter Dr. Dietmar Weigel und seine Stellvertreterin Julia Schneider, Initiatorin und Organisatorin der Veranstaltung. „Das wird nun sicher nicht wieder 14 Jahre bis zu einer Neuauflage dauern.“ Bewerbungen Fachschule für Sozialwesen Die Bewerbungsfrist für die Ausbildungen zum/zur Erzieher/Erzieherin und in der Heilerziehungspflege läuft noch bis zum 15. Februar. Wer Interesse hat, findet weitere Infos unter www.kreuznacherdiakonie.de/bildung/fachschule. Insbesondere für die Heilerziehungspflege gibt es noch freie Schulplätze. Kontakt Telefon 0671/605-3294, Mail: fs@kreuznacherdiakonie.de Bewerbungen Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe Bad Kreuznach Ausbildungsbeginn für die angehenden Pflegefachmänner/Pflegefachfrauen und für die einjährige Pflegehilfeausbildung ist immer der 1. August. Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.kreuznacherdiakonie.de/bildung/gesundheits-und-pflegeschulen/bad-kreuznach/gesundheits-und-krankenpflegehilfe Kontakt: Telefon: 0671/605-3254, Mail: sgp-bk@kreuznacherdiakonie.de
Die Übernahme der Einrichtungen der Franziskanerbrüder in Bad Kreuznach durch die Stiftung kreuznacher diakonie ist mit Wirkung zum 1.2.2025 vollzogen. Damit gehen das Krankenhaus St. Marienwörth, das Haus St. Josef und der Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe in die Trägerschaft der Stiftung über. Zuvor hatten die Verantwortlichen beider Träger am 30. Dezember 2024 die Verträge für den Zusammenschluss unterzeichnet. Moderne Gesundheitsversorgung in der Region ist gesichert Die Stiftung kreuznacher diakonie sichert mit dem Erwerb die Einrichtungen aus der Insolvenz. Das erklärte Ziel ist es, die medizinischen und pflegerischen Angebote sowie die Arbeitsplätze langfristig zu erhalten und auszubauen. Damit wird eine moderne Gesundheitsversorgung mit hoher regionaler Bedeutung dauerhaft gewährleistet. Patienten, Bewohner und Mitarbeitende können sich weiterhin auf stabile und Leistungen von hoher Qualität verlassen. „Wir übernehmen gerne die Verantwortung, um eine Zukunft zu gestalten, die von einem breiteren Angebot qualitativ hochwertiger Leistungen geprägt ist. Gleichzeitig stärken wir unsere Position als attraktiver Arbeitgeber und schaffen optimale Ausbildungsbedingungen für das medizinische und pflegerische Personal“, sagt Andreas Heinrich, Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie. Kontinuität und Stabilität im Fokus Durch den Zusammenschluss werden vorhandenen Stärken gebündelt und Synergien genutzt, um die Einrichtungen strategisch für die Zukunft aufzustellen. Das medizinische Leistungsspektrum der Region bleibt damit ebenso gesichert wie die pflegerischen Angebote, die weiterhin eine wohnortnahe Versorgung auf höchstem Niveau gewährleisten. Von der hohen Professionalisierung und der interdisziplinären Zusammenarbeit profitieren die Menschen in der gesamten Region. Auch für die Mitarbeitenden ist die Übernahme ein wichtiger Schritt, denn sie bietet jetzt Stabilität und eine langfristige Perspektive. Gleichzeitig bleiben Erfahrung und Kompetenz erhalten, während eine transparente Kommunikation und eine schrittweise Integration Sicherheit und Orientierung bieten.
St. Martin in the Fields London, Paleau de la Musica Valencia, Beijing Concert Hall, Berliner Philharmonie, Düsseldorfer Tonhalle, Kölner Philharmonie – Diakonie Kliniken Fliedner Neunkirchen (FKN): Ratko Delorko, ein weltweit bekannter Pianist und Komponist, kommt nach Neunkirchen und spielt das erste Konzert der Fliedner Musiktage im neuen Jahr. Am Freitag, 21. Februar, um 14 Uhr, sind alle Musikliebhaber und all diejenigen, die es noch werden wollen, dazu eingeladen, den Ausnahmemusiker aus Hamburg live im FKN zu erleben. Der Eintritt ist kostenlos. Ratko Delorko konzertiert in verschiedenen Ländern in Europa und Asien, ebenso in den USA. In Malaysia, Russland, Kroatien, Italien, den USA, Vietnam und China gibt er Meisterkurse und gilt als Pionier des Online-Klavierunterrichts. Außerdem ist er Experte für historische Tasteninstrumente. In der Produktion „Geschichte des Klaviers“ tritt er mit 22 altertümlichen Exemplaren auf. Manche Saarländer kennen ihn auch aus Leonard Bernsteins „2nd Symphony“, die er für den Saarländischen Rundfunk eingespielt hat. Wenn er in Lederjacke am Klavier sitzt und leidenschaftlich klassische Stücke spielt, bricht er mit vorherrschenden Stereotypen. „Genau der richtige Mann für unser inklusives Festival“, resümiert Giuseppe Scorzelli, Musiktherapeut und künstlerischer Leiter in der psychiatrischen Klinik. Ihm ist es wichtig, dass die Events des Festivals, das er ins Leben gerufen hat, gratis sind: „Wir machen Musik für alle. Wir laden jeden ein, die Welt der Musik zu entdecken, egal, ob man nun eingefleischter Klassik-Experte ist, ob man sonst elektronische Musik hört oder erst einmal gar nichts mit Musik anfangen kann. Egal, ob man Manager, Mechaniker, Reinigungskraft oder arbeitssuchend ist. Egal, ob man krank ist oder gesund.“ Das hat im vergangenen Jahr, als die Fliedner Musiktage ihren Auftakt gefeiert haben, gut geklappt. Klassische Musik, Jazz, Rock, Gospel und klassischer Chor-Gesang haben Besucherinnen und Besucher in die Theodor-Fliedner Straße 12 in Neunkirchen gelockt. „Wenn es nach mir geht, könnten noch mehr Menschen, die sich nicht im Klinik-Umfeld bewegen, zu den Fliedner Musiktagen kommen. Sie müssen sich nur trauen!“ Barrieren und Vorurteile abbauen, gegenüber Menschen, die psychisch erkrankt sind und sie wieder in die Mitte unserer Gesellschaft bringen: Das ist das Ziel der Fliedner Musiktage. Scorzelli sieht die Musik als ein geeignetes Bindeglied und freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Am Freitag, 16. Mai, geht es weiter mit dem zweiten Konzert: Anatol Ernestus, ein Musiker und Instrumentenbauer aus Saarbrücken, entführt die Zuhörer in die mystische Welt der Handpan-Musik. Weiteren Informationen erhalten Musikliebhaber bei Giuseppe Scorzelli unter Tel. 06821/9010 oder per E-Mail an fliednermusiktage@gmail.com.
Dr. Daniela Theis-Wieland leitet ab sofort die Sektion Gastroenterologie in den Diakonie Kliniken Neunkirchen (DKN). Mit dieser neuen Position wird ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der Diagnostik und Behandlung im Bereich der Inneren Medizin, insbesondere der Tumorerkrankungen, gemacht. Dr. Theis-Wieland bringt umfassende Kenntnisse in der Endoskopie mit und ist ausgewiesene Spezialistin für gut- und bösartige Erkrankungen der Galle und Gallenwege sowie der Bauchspeicheldrüse. Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und den damit verbundenen Organen beschäftigt. Die Endoskopie ist dabei ein unverzichtbares Verfahren. Sie ermöglicht es krankhafte Veränderungen im Verdauungstrakt, einschließlich der Leber, der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege zu erkennen. Diese Verfahren spielen insbesondere eine zentrale Rolle bei der Früherkennung von Krebs, da sie es ermöglichen, Gewebeproben zu entnehmen und so eine präzise Diagnose zu stellen. Auch die Diagnostik und Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind ein Fall für die Endoskopie. Erkrankungen der Galle: Komplexe Eingriffe benötigen erfahrene Spezialisten Bevor Dr. Daniela Theis-Wieland ins DKN wechselte, war die 59-jährige Saarländerin leitende Oberärztin in den Knappschaftskliniken Püttlingen. Dort hat sie oft Patienten mit Erkrankungen der Galle und Gallenwege behandelt, die als besonders knifflige Fälle galten. „Eingriffe an der Galle sind komplex, da das Organ in unmittelbarer Nähe zu wichtigen Blutgefäßen und anderen empfindlichen Strukturen liegt. Das erfordert eine präzise Durchführung und viel Geschick, um Verletzungen zu vermeiden und Komplikationen zu minimieren“, erklärt Dr. Theis-Wieland. Die Internistin bringt tiefgehendes Wissen und jahrelange Erfahrung mit. Sie ist deshalb davon überzeugt, dass viele gastroenterologische Krankheitsbilder konservativ, also ohne operativen Eingriff, erfolgreich behandelt werden können: „Die Medizin wird immer spezifischer aber auch weniger invasiv. So können wir heute schon Tumoren in frühen Stadien endoskopisch behandeln, und die Patienten benötigen keine Operation mehr.“ Ausbau des Leistungsspektrums der Inneren Medizin Geschäftsführerin Andrea Massone setzt in Zusammenarbeit mit der neuen Kollegin nun den geplanten Ausbau der Inneren Medizin um: „Unter der Leitung von Dr. Theis-Wieland wird die Gastroenterologie-Sektion des DKN nicht nur auf dem neuesten Stand der Technik gebracht, sondern auch eine Wohlfühlatmosphäre für die Patienten geschaffen. Wir freuen uns, dass wir eine solch erfahrene Ärztin für uns gewinnen konnten.“ Der Einsatz modernster Geräte, gepaart mit einem patientenorientierten Umfeld, soll dazu beitragen, dass sich die Patienten gut aufgehoben fühlen und der Eingriff so angenehm wie möglich verläuft. Ein Vorteil der neuen Sektion ist die enge Vernetzung und Integration der verschiedenen Abteilungen im Krankenhaus. Durch die Zusammenarbeit von Gastroenterologie und Innerer Medizin, Pathologie, Radiologie und Chirurgie können sämtliche Schritte der Diagnose, Behandlung und Nachsorge optimal miteinander kombiniert werden. Diese ganzheitliche Herangehensweise ermöglicht es, den Patienten eine exzellente Versorgung aus einer Hand zu bieten. Sie profitieren von schnellen Diagnosen, maßgeschneiderten Behandlungskonzepten und einer nahtlosen Nachsorge, was den Heilungsprozess beschleunigen und die Lebensqualität der Patienten nachhaltig verbessern kann. „Unser gesamtes Team setzt sich dafür ein, eine bestmögliche Patientenversorgung zu gewährleisten und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Behandlung anzuwenden“, verspricht die neue Sektionsleiterin.
Die Stiftung kreuznacher diakonie (Skd) bedauert die Entscheidung der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises, das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein mit sofortiger Wirkung mit der Sicherstellung der Krankenhausversorgung durch Heilig Geist Krankenhaus in Boppard zu betrauen. Zuvor hatte die Skd Widerspruch eingelegt, um die Rechtmäßigkeit dieser einseitigen Verwendung öffentlicher Mittel prüfen zu lassen und auf eine faire Förderung aller Leistungserbringer im Landkreis hinzuweisen. Eine Antwort auf den Widerspruch hat die Stiftung nicht erhalten. Ungleichbehandlung gefährdet die Gesundheitsversorgung Die Betrauung ermöglicht es dem Heilig Geist, öffentliche Mittel zur Defizitdeckung in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig bleibt eine gleichwertige finanzielle Unterstützung der von der Skd betriebenen Diakonie Kliniken Hunsrück (ehemals Hunsrück Klinik) aus, die ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung in der Region sind. „Wir erwarten von der Kreisverwaltung eine faire Unterstützung aller systemrelevanten Krankenhäuser. Nur so kann die Gesundheitsversorgung nachhaltig gesichert werden“, sagt Carina Berens, kaufmännische Direktorin der Diakonie Kliniken in Simmern. Aktuell sieht die Skd bewusst davon ab, einen Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs zu stellen, der den quartalsweise zugesagten Ausgleichszahlungen des Landkreises an das Krankenhaus Heilig Geist die Grundlage entziehen würde. Dennoch fordert die Skd eine zeitnahe Rückmeldung des Landrates zu ihrem Widerspruch und zur Frage der Gleichbehandlung. Strukturelle und finanzielle Probleme in Boppard Die Stiftung sieht die Sinnhaftigkeit der Betrauung kritisch. Denn das Heilig Geist wird durch die infrastrukturellen Schwächen und die zukünftige Leistungsgruppenzuordnung voraussichtlich stark eingeschränkt. Es stellt sich die Frage, warum Steuergelder für eine Einrichtung eingesetzt werden, deren Zukunftsfähigkeit auch vom Betreiber selbst in Frage gestellt wird. Gleichzeitig bleiben andere unverzichtbare Versorger ohne finanziellen Ausgleich. Diakonie Klinik Hunsrück: Defizite trotz zentraler Bedeutung Die Diakonie Kliniken leisten nach wie vor einen wichtigen Beitrag zur regionalen Versorgung, zum Beispiel mit der geburtshilflichen Station in Simmern. Diese Abteilung wird von der Stiftung trotz erheblicher finanzieller Verluste aufrechterhalten - ein Engagement, das ohne entsprechende Unterstützung in Zukunft gefährdet ist. Die Stiftung kreuznacher diakonie bleibt offen für einen konstruktiven Dialog mit der Kreisverwaltung und fordert eine faire Lösung, die alle Träger der Gesundheitsversorgung im Rhein-Hunsrück-Kreis langfristig sichert.
Für die Geburtshilfe der Diakonie Kliniken Hunsrück hätte das neue Jahr nicht schöner starten können: Am 8. Januar, um 20:13 Uhr, erblickte Tilda Karin Peiter als erstes Kind im neu eröffneten hebammengeleiteten Kreißsaal gesund und munter das Licht der Welt. Mit dieser Premiere feierte das Team der Geburtshilfe einen gelungenen Start des neuen Angebots. Die glücklichen Eltern, Julienne und Maximilian Peiter, die ihre Tochter in einer „Bilderbuchgeburt“ willkommen heißen durften, zeigen sich begeistert. „Ich würde mich jedes Mal wieder für eine hebammengeleitete Geburt entscheiden. Es war eine wunderschöne Erfahrung, und ich habe mich total wohlgefühlt“, erzählt Mama Julienne, die selbst in der Klinik arbeitet. Der hebammengeleitete Kreißsaal ergänzt das bestehende Angebot des interdisziplinär geleiteten Kreißsaals. Ziel ist es, werdenden Müttern eine natürliche, interventionsarme Geburt in einer geschützten und einfühlsamen Atmosphäre zu ermöglichen. Gleichzeitig profitieren die Familien von der Sicherheit einer Klinik. Bei unvorhergesehenen Situationen oder bei Komplikationen stehen erfahrene Fachärztinnen und -ärzte sofort bereit. „Gerade diese Kombination aus Sicherheit und Geborgenheit macht den hebammengeleiteten Kreißsaal zu einem wichtigen Angebot für werdende Eltern“, erklärt Gina Olbermann, die als eine von zwei Hebammen die Geburt von Tilda begleitete. Voraussetzung für eine Geburt im Hebammenkreißsaal ist eine problemlose Schwangerschaft und eine zu erwartende komplikationslose Geburt. „Unsere Ärztinnen und Ärzte haben sich bei normalen, komplikationslosen Geburten schon immer sehr zurückgehalten, nach dem Motto: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Deshalb ist das neue Angebot für uns im Alltag gar keine so große Umstellung. Es ist jedoch eine neue Verantwortung, auf die wir stolz sind“, sagt die leitende Hebamme Annika Greis. Das Konzept des hebammengeleiteten Kreißsaals endet nicht mit der Geburt: Die Hebammen begleiten die Familien auch während des Wochenbetts. Von der Visite auf der Station bis hin zum Geburtsnachgespräch sorgt das Team dafür, dass die Mütter und die Neugeborenen auch nach der Geburt engmaschig betreut werden. Auch der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch äußert seine Freude über den erfolgreichen Start des hebammengeleiteten Kreißsaals an den Diakonie Kliniken Hunsrück: „‚Die neuen hebammengeleiteten Kreißsäle stellen einen wichtigen Baustein für eine starke geburtshilfliche Versorgung in Rheinland-Pfalz dar. Es ist der Landesregierung ein zentrales Anliegen, dass werdende Eltern eine kompetente, einfühlsame und individuelle Betreuung erhalten. Wir wünschen der kleinen Tilda und ihrer Familie alles Gute für den Beginn ihres Lebensweges.“ Der hebammengeleitete Kreißsaal in Simmern ist der dritte von insgesamt sieben geplanten Hebammenkreißsälen im Land, die mit Unterstützung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit eröffnet werden. Mit Tildas Geburt ist der hebammengeleitete Kreißsaal in Simmern erfolgreich gestartet. Die Stiftung kreuznacher diakonie freut sich, dieses Angebot nun in Bad Kreuznach und Simmern anbieten zu können – und gratuliert Familie Peiter herzlich!
Mit strahlenden Augen und einem zufriedenen Lächeln halten Iwona und Dmitri Spetter ihre neugeborene Tochter Nola in den Armen. Sie sind die erste Familie, die die Geburt ihres Kindes im neuen hebammengeleiteten Kreißsaal der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach erlebt hat – ein Ort, der auf Natürlichkeit, Geborgenheit und die individuelle Betreuung durch erfahrene Hebammen setzt. „Für uns war klar, dass wir eine Geburt in einer ruhigen Atmosphäre erleben wollen, die sich so natürlich wie möglich anfühlt, aber trotzdem die Sicherheit eines Krankenhauses bietet“, sagt Iwona Spetter glücklich. „Viele Frauen sollten sich trauen, ihr Kind im hebammengeleiteten Kreißsaal zu bekommen und diese schöne Erfahrung zu machen.“ Seit Dezember können sich Frauen in Bad Kreuznach für diese Form der Geburt entscheiden. Es ist der zweite von insgesamt sieben geplanten Hebammenkreißsälen in Rheinland-Pfalz, die mit Unterstützung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit eröffnet werden. Der Hebammenkreißsaal ist ein zusätzliches Angebot innerhalb der Klinik, das den interdisziplinär – von Hebammen und Gynäkologen – geleiteten Kreißsaal ergänzt. Im hebammengeleiteten Kreißsaal betreuen ausschließlich Hebammen die Frau während der Geburt. Voraussetzung ist eine problemlose Schwangerschaft und eine zu erwartende komplikationslose Geburt. Auch Nicole Steingaß, Staatssekretärin für Gesundheit und Wissenschaft, freut sich über den gelungenen Start des hebammengeleiteten Kreißsaal der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach: „Die Einrichtung des hebammengeleiten Kreißsaals in Bad Kreuznach ist ein weiterer Schritt zur Stärkung der geburtshilflichen Versorgung in Rheinland-Pfalz und trägt dazu bei, dass werdende Eltern eine kompetente und einfühlsame Betreuung erfahren. Als Land freuen wir uns, einen Beitrag zu einem sicheren und gut begleiteten Start ins Leben leisten zu können. Wir wünschen der kleinen Nola und ihrer Familie alles Gute für den Beginn ihres Lebenswegs.“ „Bei unseren anderen beiden Kindern gab es die Möglichkeit der hebammengeleiteten Geburt leider noch nicht. Bei der Geburt von Nola war alles auf unsere Bedürfnisse abgestimmt – ich konnte zwischen den verschiedenen Gebärpositionen wechseln und habe mich von Anfang an sicher und gut aufgehoben gefühlt“, berichtet Spetter. Die Geburt verlief ohne Komplikationen und die kleine Nola erblickte am 28. Dezember 2024 um 2.18 Uhr mit Unterstützung der Hebammen Verena Comite und Jovana Zikic das Licht der Welt. Auch für die beiden Hebammen war die Geburt von Nola ein besonderer Moment. „Die Familie war gut vorbereitet, hatte Vertrauen in den natürlichen Prozess und war offen für unsere Unterstützung. Genau dafür steht der hebammengeleitete Kreißsaal: Eine selbstbestimmte Spontangeburt ohne medizinische Interventionen, bei der die Frau im Mittelpunkt steht“, sagt Hebamme Jovana. Das neue Konzept stößt bei werdenden Eltern auf großes Interesse. „Immer mehr Familien suchen nach einer Alternative, die Natürlichkeit mit Sicherheit verbindet“, erklärt die leitende Hebamme Iris Kruska. „Unser hebammengeleiteter Kreißsaal ist eine Antwort auf diesen Wunsch und ein wichtiger Schritt in Richtung einer individualisierten Geburtshilfe.“ Iwona und Dmitri Spetter blicken dankbar auf ihr Geburtserlebnis zurück. „Es war genau so, wie wir es uns erhofft haben – ein liebevoller Start in unser neues Leben zu fünft“, sagt der nun dreifache Vater, während Nola selig in seinen Armen schlummert. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach laden alle interessierten werdenden Eltern ein, die geburtshilflichen Angebote im Rahmen von Infoveranstaltungen und Führungen kennen zu lernen. Die Informationsabende finden jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat statt.
Die Geburtshilfe der Diakonie Kliniken Hunsrück hatte wenige Tage vor dem Jahreswechsel noch einen besonderen Festtag: Der kleine Leo, benannt nach seinem Urgroßvater, kam mit einem Gewicht von 3715 Gramm und einer Größe von 52 Zentimetern als 500. Kind in Simmern zur Welt. Gleichzeitig war diese Geburt am 30. Dezember um 22.02 Uhr die letzte Entbindung des Jahres 2024. Mutter und Kind sind wohlauf und starten nun gemeinsam mit ihrer Familie ins neue Jahr. Für die Eltern Delia und Willi Schirjaew aus Kirchberg war es ein unvergesslicher Moment: „Es ist ein besonderes Gefühl, den Jahreswechsel mit so viel Glück und Liebe zu erleben“, sagen die Eltern überglücklich. „Jedes Kind, das bei uns geboren wird, ist ein Geschenk – die letzte Geburt des Jahres ist dabei immer ein schöner Abschluss und ein Symbol der Hoffnung und des Neubeginns. Leos Geburt verlief harmonisch – ein Moment, der das gesamte Kreißsaal-Team begeistert hat“, sagt die leitende Hebamme Annika Greis. „Eine Geburt wie diese zeigt, wie kraftvoll und wunderbar der natürliche Lauf des Lebens sein kann. Es war ein Privileg, Delia, Willi und Leo auf diesem Weg begleiten zu dürfen“, ergänzt die betreuende Hebamme Ann-Kathrin Müller. 2024 wurden 266 Jungen und 234 Mädchen in Simmern geboren. Die beliebtesten Namen waren L(o)uis und Emma. „Wir danken allen 500 Familien, die uns in diesem Jahr ihr Vertrauen geschenkt haben und die uns an ihren unvergesslichen Geburtsmomenten teilhaben ließen“, so Chefarzt Dr. Kay Goerke. Mit Blick auf das kommende Jahr freut sich das Team auf weitere Geburten – insbesondere auf die ersten Geburten im hebammengeleiteten Kreißsaal. Seit Januar können sich Frauen in Simmern für dieses zusätzliche Angebot innerhalb der Klinik entscheiden. Im hebammengeleiteten Kreißsaal betreuen ausschließlich Hebammen die Frau während der Geburt. Voraussetzung ist eine problemlose Schwangerschaft und eine zu erwartende komplikationslose Geburt. In Simmern entsteht mit Unterstützung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit der dritte von insgesamt sieben geplanten Hebammenkreißsälen in Rheinland-Pfalz. Die Diakonie Kliniken Hunsrück laden alle interessierten werdenden Eltern ein, die geburtshilflichen Angebote und das Team der Geburtshilfe kennen zu lernen. Informationsabende und Führungen finden in Simmern an jedem ersten Montag im Monat statt.
Das Jahr 2025 war bereits 14 Stunden und vier Minuten alt, da kam Mia in den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach als erstes von insgesamt drei Neujahrsbabys zur Welt - gesund und munter. Mit einem Gewicht von 2990 Gramm und einer Größe von 47 Zentimetern sorgt die Kleine nicht nur bei ihren Eltern, sondern auch beim gesamten Team der Geburtsstation für große Freude. Für die stolzen Eltern, Michelle und André Mayer aus Wöllstein ist Mia das erste Kind: „Einen schöneren Start ins neue Jahr hätten wir uns nicht wünschen können. Mia ist unser größtes Geschenk. Wir danken dem gesamten Team der Klinik für die liebevolle Betreuung und Unterstützung“. Mia war das erste von insgesamt drei Neujahrsbabys. Auch den beiden anderen Mädchen geht es gut und ihre Eltern sind überglücklich über den Familienzuwachs im neuen Jahr. Für die sichere Geburt in den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach sorgte ein eingespieltes Team aus Hebammen, Ärztinnen und Ärzten. Die leitende Hebamme Iris Kruska freut sich über das besondere Ereignis: „Solche Momente zeigen uns, warum wir unseren Beruf lieben. Wir wünschen den Familien alles Gute für die Zukunft.“ Mit einem Perinatalzentrum der Versorgungsstufe Level 1, das eine geburtshilfliche und eine neonatologische Abteilung vereint, gewährleistet die Klinik die bestmögliche Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen. Der Schwerpunkt der Früh- und Neugeborenen-Intensivstation liegt in der Betreuung von Risikoschwangerschaften und der Behandlung unreifer Frühgeborener ab der 23. Schwangerschaftswoche. Das letzte der fünf Silvesterbabys, Aaron, kam übrigens am 31. Dezember 2024 um 18.14 Uhr zur Welt. Für die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach war es die 1295. Geburt und das 1288. Kind im vergangenen Jahr. Seit Ende Dezember sind die geburtshilflichen Abteilungen des St. Marienwörth und der Diakonie zusammengeführt, Geburten sind ausschließlich in der Ringstraße 64 in Bad Kreuznach möglich.
Der Weiterbetrieb der Einrichtungen der Franziskanerbrüder in Bad Kreuznach durch die Stiftung kreuznacher diakonie ist nun offiziell bestätigt. Die Verantwortlichen haben gestern die entsprechenden Verträge unterzeichnet. Zuvor hatte das Bundeskartellamt dem Unternehmenszusammenschluss die Freigabe erteilt, womit dieser zum voraussichtlich 1. Februar 2025 vollzogen werden kann. Bis dahin stehen die Einrichtungen in Trägerschaft der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V. Von der Übernahme umfasst ist das Krankenhaus St. Marienwörth, der Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe, das Seniorenheim Haus St. Josef sowie das MVZ Nahe auf dem Campus Mühlenstraße. Die Umsetzung des Trägerwechsels erfolgt schrittweise, die Stiftung kreuznacher diakonie wird ab dem 1. Januar 2025 aktiv in die Unternehmenssteuerung eingebunden und erste Integrationsmaßnahmen begleiten. Ab Februar wird der Weiterbetrieb der Einrichtungen durch Tochtergesellschaften der Stiftung kreuznacher diakonie gewährleistet. „Das war ein wichtiger Schritt für die Menschen in Bad Kreuznach und Umgebung“, erklärt Andreas Heinrich, Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie. „Mit der Übernahme sichern wir nicht nur weiterhin eine hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung in der Region, sondern stärken auch die sozialen Strukturen vor Ort und schaffen langfristige Synergien für beide Häuser.“ Ziel ist es, die Stärken beider Kliniken zu kombinieren, um gemeinsam ein noch breiteres Angebot an hochwertigen Dienstleistungen für die Menschen in der Region zu gewährleisten. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen und darauf, die Kompetenzen zu vereinen“, so Heinrich. Die Stiftung kreuznacher diakonie blickt auf eine 135-jährige Geschichte zurück und übernimmt seit Generationen Verantwortung für Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Mit Standorten in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland ist sie ein verlässlicher Partner in der Region. Die neuen Einrichtungen in Bad Kreuznach ergänzen das vielfältige Angebot der Stiftung und tragen zur Sicherung wichtiger sozialer und medizinischer Dienste bei.
Die meisten Menschen haben an Weihnachten einen Wunsch gemeinsam: Gesundheit. Oft bleibt dieser Wunsch unerfüllt. Wer über die Feiertage ins Krankenhaus muss, hat eine besonders schwere Zeit. Deshalb haben sich der Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen, Jörg Aumann, und das Team des Diakonie Klinikums Neunkirchen (DKN), etwas einfallen lassen, um den Menschen, die an Weihnachten stationär behandelt wurden, Trost zu spenden. Aumann, DKN-Geschäftsführerin Andrea Massone, Regionaldirektor Christian Jungmann, Pflegedirektorin Andrea Albrecht und die Pflegedienstleiterin Sabine Serio haben alle Patienten gemeinsam mit den Chefärzten an den Weihnachtstagen besucht. Mit musikalischer Begleitung eines Klarinettisten, der Weihnachtslieder gespielt hat, und selbstgebackenen Plätzchen, hat das Team für Aufmunterung in den Patientenzimmern gesorgt: „An Weihnachten ist in unserem Krankenhaus eine ganz außergewöhnliche Stimmung. Unsere Mitarbeitenden und die Patienten rücken zusammen und machen das beste aus der Situation. Mit unserer Aktion symbolisieren wir, dass niemand alleine sein muss – außer er will es“, fasst Andrea Massone zusammen. Für manche Menschen, die im DKN Hilfe erhalten, war der Besuch des Teams laut der Geschäftsführerin ein sehr emotionaler Moment: „Da fließen auch mal Tränen.“ Damit auch diese Gefühle Raum bekommen, war es der Klinikleitung wichtig, persönlich von Zimmer zu Zimmer zu gehen und ins Gespräch zu kommen. „Ein besonderer Dank gilt den Pflegekräften, die tagtäglich für unsere Patienten da sind. Auch sie können an den Feiertagen nicht zuhause feiern, sondern kümmern sich um das Wohl der Menschen, die ihre Unterstützung brauchen“, betont Sabine Serio. Deshalb war die Tour, nachdem jeder Patient besucht wurde, nicht zu Ende: „Alle diensthabenden Pflegekräfte bekamen Lebkuchen und wir haben uns bei einem festlichen Umtrunk als Team Zeit miteinander genommen. Ein richtig schöner Moment war das!“
Die Geburtshilfe in Bad Kreuznach ist über Weihnachten und Neujahr optimal gewährleistet: Die geburtshilflichen Abteilungen des St. Marienwörth und des Diakonie Krankenhauses werden ab dem 20. Dezember 2024 in der Ringstraße 64 zusammengeführt, um allen Schwangeren die bestmögliche Betreuung zu bieten. Dafür haben die beiden Kliniken in den letzten Wochen gemeinsam die medizinischen Strukturen geschaffen. Mit der angeschlossenen Kinder- und Jugendmedizin und dem Perinatalzentrum Level 1 bietet das Diakonie Krankenhaus darüber hinaus beste Voraussetzungen, um Schwangere und Neugeborene umfassend und kompetent zu betreuen. Insbesondere bei Risikoschwangerschaften und Frühgeburten kann hier auf ein erfahrenes Team und eine hervorragende Infrastruktur zurückgegriffen werden. „Erfahrene Hebammen, Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal stehen rund um die Uhr für werdende Mütter und Familien in harmonischer und sicherer Atmosphäre bei der Geburt ihres Kindes bereit – auch in der festlichen und oft stressigen Zeit rund um die Feiertage“, betont Manuel Seidel. Der kaufmännische Direktor des Diakonie Krankenhauses rechnet damit, dass im kommenden Jahr rund 2000 Kinder in der Ringstraße zur Welt kommen werden: „Wir freuen uns darauf, Eltern und Kinder künftig gemeinsam beim Start ins Familienleben zu unterstützen.“ Die Geburtshilfe in Bad Kreuznach bleibt langfristig ein zentraler Bestandteil der regionalen Gesundheitsversorgung. Durch die Zusammenlegung wird die Chance geschaffen, bereits jetzt Kompetenzen zu bündeln und Schwangeren noch mehr Sicherheit und Komfort zu bieten. Die Zusammenführung der geburtshilflichen Versorgung erfolgt zum 20. Dezember 2024. Ab diesem Zeitpunkt werden alle geburtshilflichen Leistungen ausschließlich im Diakonie Krankenhaus angeboten. Die Babyklappe wird durch das Angebot der anonymen Geburt ersetzt. Am Diakonie Krankenhaus ist somit eine passende und von Betroffenen gut angenommene Alternative bereits etabliert. Die gynäkologische Abteilung und das Brustzentrum im St. Marienwörth sind von den Veränderungen nicht betroffen, in diesen Bereichen werden die Behandlungen in höchster Qualität und im gleichen Umfang fortgeführt.
Mit vollem Einsatz für den guten Zweck: Beim St. Martinsumzug in Guldental verkauften die „Bratwurst-Bruzzler“, wie sich das Team aus Freunden und Familien selbst nennt, in zweieinhalb Stunden beeindruckende 450 Bratwürste. Der Erlös in Höhe von 855,20 Euro wurde jetzt an den Förderverein der Kinderklinik e.V. des Diakonie Krankenhauses übergeben. Die „Bratwurst-Bruzzler“ stehen seit mittlerweile 20 Jahren am Grill und engagieren sich jedes Jahr für einen wohltätigen Zweck. In diesem Jahr lag ihnen die Unterstützung der Bad Kreuznacher Kinderklinik besonders am Herzen. Die Initiative ging von Stefanie Faust aus, die eine ganz besondere Beziehung zum Diakonie Krankenhaus hat. Ihre Enkelkinder kamen als Zwillinge im August 2022 in Bad Kreuznach zur Welt kamen. Nach ihrer Geburt wurden die beiden Frühchen acht Wochen lang auf der Kinderintensivstation versorgt. „Heute sind meine Enkelkinder zwei Jahre alt und haben sich sehr gut entwickelt. Wir denken oft und dankbar an die kompetente und liebevolle Betreuung durch das Ärzte- und Pflegeteam zurück“, berichtet Stefanie Faust bei der Spendenübergabe. „Mit unserer Spende an den Förderverein möchten wir uns bedanken und dazu beitragen, die Versorgung der kleinen Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern.“ Der Kinderförderverein der Kinderklinik e.V. freut sich über die großzügige Spende, die vollständig in Projekte und Anschaffungen zugunsten der kleinen Patienten fließt. „Wir sind sehr dankbar über die Unterstützung aus Guldental“, sagt Gitte Petermann, 1. Vorsitzende des Vereins. Der Kinderförderverein bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Solidarität mit der Kinder- und Jugendmedizin des Diakonie Krankenhauses.
Im vierten Stock des Diakonie Krankenhauses sind die Wege kürzer geworden. Die Kinderstation für 2- bis 18-Jährige ist in neue Räume umgezogen, die direkt an die Station für Säuglinge und Kleinkinder angrenzen. Durch die räumliche Nähe der beiden pädiatrischen Stationen entstehen Synergien, die die Versorgung der kleinen Patienten optimieren und die Arbeitsabläufe im Pflegealltag spürbar erleichtern. So sind die Patientenzimmer zwar den Stationen zugeordnet, können aber bei Bedarf zwischen den benachbarten Stationen flexibel eingesetzt werden. „Diese Flexibilität und die kurzen Wege fördern die Zusammenarbeit zwischen den beiden Teams und ermöglichen eine optimale Versorgung unserer Patientinnen und Patienten zu jeder Zeit“, erklärt Stationsleiter Krischan Römer. Die renovierten Stationen beeindrucken mit einer einheitlichen, kindgerechten Wandgestaltung. Die fröhlichen Wand-Tattoos verdankt die Klinik dem Engagement des Vereins „Ingelheimer Halbe“, der den Erlös des Sebastian-Münster-Stadtlaufes, insgesamt 4500 Euro, dem Kinderförderverein des Diakonie Krankenhauses Bad Kreuznach spendete. Auch das Spielzimmer ist umgezogen und ist in zentraler Lage nun für alle Altersgruppen zugänglich. Die Neuerungen schaffen eine warme, einladende Atmosphäre, die den Bedürfnissen der jungen Patientinnen und Patienten gerecht wird. Der Umzug bringt weitere Vorteile mit sich: Der frei gewordene Raum wird nun genutzt, um die pädiatrische Aufnahmeambulanz an einem Ort zusammenzufassen. Damit rücken stationäre und ambulante Bereiche zusammen, was auch hier die Wege kürzer und die Abläufe effizienter macht. Gleichzeitig erhält die Kinderintensivstation mehr Platz.
Die Stiftung kreuznacher diakonie geht mit einem neu aufgestellten Vorstandsduo ins Jahr 2025. Ab Januar wird Pfr. Prof. Dr. Holger Böckel gemeinsam mit Andreas Heinrich die Geschäfte der Stiftung führen. Pfr. Prof. Dr. Böckel bringt jahrzehntelange Erfahrung in Theologie, Diakonie und Strategieentwicklung mit. Pfr. Prof. Dr. Holger Böckel hat mehrere Bücher zu den Themen Spiritualität in diakonischen Unternehmen, Wirtschaftsethik und Netzwerkarbeit veröffentlicht. In seiner neuen Funktion wird er bei der Stiftung kreuznacher diakonie die Bereiche Behindertenhilfe, Familien- und Soziale Hilfen, Seniorenhilfe und Hospize, Budgetmanagement, Diakonik-Ethik-Seelsorge, Human Resources, Strategie- und Marktentwicklung sowie die Unternehmenskommunikation und Marketing verantworten. „Die Stiftung kreuznacher diakonie verbindet diakonische Werte mit gesellschaftlicher Verantwortung - eine Kombination, die mich begeistert“, sagt Pfr. Prof. Dr. Böckel. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Andreas Heinrich die Stiftung erfolgreich weiterzuentwickeln. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen eine Kultur zu fördern, die Innovation, Empathie und Kooperation gleichermaßen in den Mittelpunkt stellt.“ Der 58-jährige Theologe und Organisationsberater hat in Oberursel, Heidelberg und Mainz studiert. Er war unter anderem Hochschulpfarrer in der Evangelischen Studierendengemeinde Gießen und ist außerplanmäßiger Professor am Diakoniewissenschaftlichen Institut der Universität Heidelberg. Zuletzt leitete er das Institut für Theologie-Diakonie-Ethik des Gesundheitskonzerns Agaplesion. „Pfr. Prof. Dr. Holger Böckel hat in den vergangenen Jahren die Weiterentwicklung des christlich-diakonischen Profils sowie die diakonische Kultur- und Leitbildentwicklung in führenden Einrichtungen des Gesundheitswesens verantwortet. Er bringt die Expertise mit, die wir brauchen, um die Stiftung kreuznacher diakonie in diesem Bereich zukünftig weiterzuentwickeln. Wir freuen uns sehr, dass wir mit ihm eine so erfahrene Persönlichkeit gewinnen konnten“, sagt Dr. Andreas Liebisch, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung kreuznacher diakonie.
Vorweihnachtlicher Lichterglanz, Glühweinduft, traditionelle Atmosphäre und viele strahlende Gesichter – das war der erste Adventsmarkt der Stiftung kreuznacher diakonie, der vor der Diakonie Kirche stattgefunden hat. Die Besucher konnten sich bei strahlendem Sonnenschein auf Reibekuchen, Waffeln oder Würstchen freuen und gegen Abend mit einem Glühwein oder Kinderpunsch aufwärmen. Außerdem wurde exklusive Handwerkskunst des Nahe Manufaktur Stores angeboten. Kreative Schlüsselbretter, eine Holz-Grillzange mit integriertem Flaschenöffner oder schöne Dekoration werden von Beschäftigten in den Diakonie Werkstätten in liebevoller Handarbeit hergestellt. Ein Highlight des Adventsmarkts: das gemeinsame Weihnachtsliedersingen. Zahlreiche Besucher, Mitarbeitende und Bewohnerinnen und Bewohner versammelten sich und sangen gemeinsam im Chor traditionelle Weihnachtslieder. Die Mitarbeitenden und Organisatoren sind mehr als zufrieden mit dem Start des Adventsmarkts: „Wir sind positiv überrascht, dass unser erster Adventsmarkt so gut ankam. Wir wollten unseren Bewohnerinnen und Bewohnern auf dem Campus, unseren Mitarbeitenden und den Menschen aus Bad Kreuznach einen schönen Start in die Adventszeit ermöglichen - und das ist uns definitiv gelungen“, so Andreas Kerner, Einrichtungsleiter vom Wohnpark Sophie Scholl. Auch eine Bewohnerin des Elisabeth Jaeger Hauses findet schöne Worte: „Dass uns die Möglichkeit geboten wurde, einen Adventsmarkt direkt vor der Haustüre zu besuchen, ist wunderschön. Ich war jeden Tag dort und bin wirklich traurig, dass er nun vorbei ist. Dennoch hoffe ich sehr, dass es im nächsten Jahr wieder einen Adventsmarkt geben wird“, betont Waltraud Johann. Eine familiäre Atmosphäre, die spürbar war und den Zusammenhalt verdeutlichte – getreu dem Motto im Rahmen unseres 135-jährigen Jubiläums: „Vielfalt ist unsere Stärke“. Und wer weiß, vielleicht ist nach dem Adventsmarkt vor dem Adventsmarkt. Der Erlös unseres Adventsmarkts wird für Freizeit- und Teilhabeprojekte in der Stiftung kreuznacher diakonie eingesetzt.
Die Geburtshilfe der Hunsrück Klinik Simmern freut sich über eine großzügige Spende der Flamro Brandschutz-Systeme GmbH aus Leiningen: Rund 800 modische Knotenmützchen für die Neugeborenenstation. Die Mützchen mit liebevollem regionalem Bezug werden ab sofort jedem in Simmern geborenen Baby als besonderes Willkommensgeschenk überreicht. Die Mützchen aus weichem T-Shirt-Stoff sind in blau und rosa gehalten und tragen die charmanten Aufdrucke „Eich sin en Hunsrücker Bu“ und „Eich sin en Hunsrücker Mad“. Sie sind ein Bekenntnis zur Heimat und gleichzeitig ein regionaler Ausdruck der Freude über den Nachwuchs. „Wir freuen uns sehr über diese tolle Geste und bedanken uns herzlich bei der Flamro für die großzügige Unterstützung“, sagt Heidi Märker, Stationsleitung an der Hunsrück Klinik der Stiftung kreuznacher diakonie. „Mit den Mützchen heißen wir die kleinen Hunsrückerinnen und Hunsrücker liebevoll willkommen.“ Der Flamro Brandschutz-Systeme GmbH, ein Unternehmen mit Sitz in der Region, liegt diese Kooperation sehr am Herzen. „Als ortsansässiges Unternehmen möchten wir den Familien in unserer Heimat etwas zurückgeben und unsere Verbundenheit mit der Region zum Ausdruck bringen. Die Hunsrück Klinik ist nicht nur eine wichtige Säule der Gesundheitsversorgung in der Region, sondern auch für ihre familiäre Atmosphäre bekannt. Das unterstützen wir gerne“, so Christopher Stütz, Werkleiter bei Flamro Brandschutz-Systeme.
Die Adventsfeier für ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist fester Bestandteil der vorweihnachtlichen Tradition der Stiftung kreuznacher diakonie. Rund 170 Ruheständlerinnen und Ruheständler kamen am Dienstag zu einer feierlichen Andacht in der Diakonie Kirche zusammen. Bei der anschließenden Feier in der Theodor Fliedner Halle blieb viel Zeit für Gespräche, Erinnerungen und das gemeinsame Singen beliebter Adventslieder. Die Gäste zeigten sich dankbar für die Gelegenheit, alte Kontakte zu pflegen und von Vorstand Michael Jung aus erster Hand Neues aus der Stiftung zu erfahren.
Erfolgreiches Arbeitszeitmodell künftig auch im Diakonie Klinikum Mehr Flexibilität, planbare und zuverlässige Dienste im Krankenhaus: Das wünschen sich Pflegekräfte. Darauf hat die Stiftung kreuznacher diakonie (Skd) reagiert und im Fliedner Krankenhaus Neunkirchen ein Flex-Team etabliert, in dem die Mitarbeitenden ihre Arbeitszeiten bis zu sechs Monate im Voraus selbst bestimmen können – so, wie es zur Lebenssituation passt. Das kam so gut an, dass das Modell nun auch im Diakonie Klinikum Neunkirchen (DKN), das ebenfalls von der Skd betrieben wird, eingeführt wird. Interessierte Pflegekräfte können sich ab sofort bewerben. Keine Nachtschichten, freitags grundsätzlich frei, zwei Wochen arbeiten und in der darauffolgenden Woche keinen Dienst – all das ist möglich, verspricht Pflegedienstleiterin Sabine Serio: „Mit dem Flex-Team geben wir unseren Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihren Job an ihre Lebensumstände anzupassen – nicht anders herum. Manche studieren oder möchten sich in der Rente etwas dazu verdienen. Viele haben Kinder oder pflegen einen Angehörigen Zuhause. Das ist mit Schichtdiensten oft schwer zu vereinbaren. Im Flex-Team kann man alles optimal in Einklang bringen.“ Die Mitarbeitenden werden zu den gewünschten Zeiten dort eingesetzt, wo zum Beispiel aufgrund von Urlaub oder krankheitsbedingten Ausfällen Unterstützung gebraucht wird. Dadurch werden die Teams auf den Stationen entlastet. Die selbst gewählten Arbeitszeiten werden auch garantiert eingehalten, betont Pflegedirektorin Andrea Albrecht: „Der Job in der Pflege ist anspruchsvoll. Für die Gesunderhaltung und eine ausgewogene Work-Life-Balance sind Ruhezeiten unbedingt erforderlich. Da wir die Mitarbeitenden im Flex-Team dort einsetzen können, wo erhöhter Personalbedarf besteht, muss niemand aus dem Frei kommen, um auszuhelfen.“ Dafür gehen die Pflegeexpertinnen neue Wege im Ausfallmanagement. „Das ist eine sogenannte Win-Win-Situation für alle Kolleginnen und Kollegen!“, fasst Serio zusammen. Sie ist Ansprechpartnerin für alle interessierten Pflegekräfte, die sich vorstellen können, im Flex-Team des DKN zu arbeiten. Voraussetzung für die Bewerbung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege oder zum/zur Pflegefachmann/-frau. Zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Voll- oder Teilzeit mit einem Umfang von mindestens 30 Prozent angestellt werden. Die Jobs sind unbefristet. Wer sich bewerben möchte, kann seinen Lebenslauf mit den Stichworten „Flex-Team DKN“ direkt an bewerbung@kreuznacherdiakonie.de schicken. Fragen beantwortet die Pflegedienstleiterin auch telefonisch unter 06821/18-2003.
Sechs neue Diakoninnen wurden am ersten Advent in einem Gottesdienst feierlich in ihr neues Amt eingesegnet. Für Nicole Arendt, Monika Hastenplug, Anne Linda Heimfahrt, Annerut Marx, Ulrike Nickel und Anna Schneider war es ein besonderer Moment, sich in der Diakonie Kirche den Segen Gottes zusprechen zu lassen. Kirchenrat Prof. Dr. Bernd Wander war eigens von der Evangelischen Kirche im Rheinland aus Düsseldorf angereist, um auf diese Weise zusammen mit der Leiterin der Diakonen-Ausbildung, Diakonin Doris Borngässer, den Abschluss der dreijährigen berufsbegleitenden Ausbildung zu feiern. Nicole Arendt ist Diplom Heilpädagogin und arbeitet in einer freien Praxis in Alzey. Dipl. Sozialarbeiterin Ulrike Nickel arbeitet im Jugendreferat des Donnersbergkreises. Die weiteren Diakoninnen kommen aus den Reihen der Stiftung kreuznacher diakonie: Monika Hastenplug und Anna Schneider arbeiten beide im Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach, Anne Linda Heimfarth ist in der Behindertenhilfe tätig und Annerut Marx in der Seniorenhilfe. Pfarrerin Cornelia Michels-Zepp, Dozentin im Fach Homiletik (Predigtlehre), machte in ihrer Predigt Mut dazu, hin und wieder die Perspektive zu wechseln. Denn auch wenn es im Predigttext hieß, dass Gott wie ein Dieb in der Nacht komme, so könne man sich diesen Dieb in der Nacht doch auch als jemanden vorstellen, der das stiehlt, was einen belastet. Hass, Neid, Feindschaft – kurz: alle schlechten Gefühle. Alle sechs frisch eingesegneten Diakoninnen hatten sich dazu entschlossen, der Diakonischen Gemeinschaft Paulinum (DGP) beizutreten, einem Zusammenschluss von Diakoninnen und Diakonen, die innerhalb und außerhalb der Stiftung tätig sind. Daher wurden sie auch im Gottesdienst in die DGP aufgenommen. Bei der anschließenden Feier im Luthersaal blieb Zeit, auf die Jahre der Ausbildung zurückzublicken und den Nachfolgerinnen und Nachfolgern Mut zu machen für den Weg, der noch vor ihnen liegt bis zur Einsegnung am Ersten Advent 2026.
Mit lila Luftballons, einem bunten Fest und einem stimmungsvollen Laternenumzug, der Kinderaugen zum Leuchten brachte, stand der Welt-Frühgeborenen-Tag im Diakonie Krankenhaus ganz im Zeichen der kleinen Helden und ihrer Familien. Die Resonanz war überwältigend: Zahlreiche Besucherinnen und Besucher füllten das Krankenhaus mit Leben, während sie ein Fest feierten, das bewegt und verbindet. Hinter der fröhlichen Kulisse verbirgt sich eine wichtige Botschaft: Jedes Jahr kommen in Deutschland rund 60.000 Kinder zu früh zur Welt - vor der 37. Schwangerschaftswoche. Für sie und ihre Familien ist das Perinatalzentrum des Diakonie Krankenhauses, das als eines der wenigen nach der höchsten Versorgungsstufe zertifiziert ist, eine unverzichtbare Anlaufstelle. Dochr nicht nur die Kleinsten werden von dem interdisziplinären Team betreut, auch für die Eltern hält das Diakonie Krankenhaus medizinische, soziale und psychologische Unterstützungs- und Beratungsangebote bereit. Die Stände der Frühen Hilfen, des Bunten Kreises e.V., des Vereins Oktopus für Frühchen, des Kreisjugendamtes, der Stillberatung und der Elternschule waren den ganzen Nachmittag gut besucht. Auch am Stand des Kinderfördervereins, wo die Helfer frische Waffeln, Kaffee und Kalender zugunsten der Kinderklinik verkauften, riss die Schlange nie ab. Die kleinen Gäste kamen bei Bastelaktionen, Glitzertattoos und den Späßen der Clowndoktoren auf ihre Kosten. Besonders herzlich war auch das Wiedersehen mit den vielen ehemaligen Frühgeborenen, die mit ihren Familien nach Bad Kreuznach gekommen waren. „Jedes Frühgeborene hat seine eigene Geschichte, an die sich die Familien und wir erinnern. Deshalb ist es wichtig, diesen Tag gemeinsam zu feiern, an die kleinen Helden zu denken und die großartige Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu würdigen“, freut sich Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas, die die Veranstaltung gemeinsam mit ihrem Team organisiert hat. Zum Abschluss gab es in diesem Jahr erstmals für sie einen Laternenumzug über den Campus der Diakonie. Und auch hier leuchteten die selbst gebastelten Lampion-Kraken freundlich lila-purpur.
Die Geburt eines Kindes ist ein unvergessliches Erlebnis, das von viel Geborgenheit und Wohlfühlatmosphäre begleitet sein sollte. Um werdenden Eltern genau diesen Rahmen zu bieten, werden die vier Kreißsäle des Bad Kreuznacher Diakonie Krankenhauses Anfang nächsten Jahres nach und nach renoviert und neu gestaltet. Ermöglicht wird dieses Projekt durch die großzügige Unterstützung der Ossig-Stiftung, die gemeinsam mit weiteren Sponsoren, wie Küche Creativ, Schulz-Farben und Malermeisterin Sandra Maus, die Modernisierungen umsetzt. Die Ossig-Stiftung engagiert sich seit vielen Jahren für die Kinderklinik und Geburtshilfe des Diakonie Krankenhauses. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, einen Ort zu schaffen, an dem Eltern ihr Kind mit Freude und Zuversicht willkommen heißen können und sie die bestmögliche, medizinische Versorgung erhalten“, betont Dr. Karlheinz Ossig. Ihre Ideen für eine besondere Wohlfühlatmosphäre Was macht einen Raum zu einem Ort des Ankommens und der Geborgenheit? Diese Frage möchte das Krankenhaus gemeinsam mit der Bevölkerung beantworten. Noch bis zum 6. Dezember 2024 können Interessierte ihre Vorschläge für die Gestaltung der renovierten Kreißsäle einreichen. Über die Homepage des Diakonie Krankenhauses oder per E-Mail können Bilder und Motive vorgeschlagen werden, die sie mit Bad Kreuznach und der Region verbinden. „Uns ist wichtig, dass die Gestaltung nicht nur modern und beruhigend ist, sondern auch einen regionalen Bezug hat. Wir möchten, dass die neuen Kreißsäle das Herz Bad Kreuznachs widerspiegeln – so einzigartig und liebevoll wie die Familien, die hier neues Leben willkommen heißen“, erklärt Dr. Michael Kumbartski, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. Ob Motive aus der Natur, Wahrzeichen der Stadt oder andere kreative Ideen – jeder Vorschlag ist willkommen. Die eingereichten Vorschläge werden von der Ossig-Stiftung und einem internen Gremium geprüft und ausgewählte Motive fließen in die Gestaltung der Kreißsäle ein. Vorschläge können bis zum 6. Dezember 2024 über die Website: www.kreuznacherdiakonie.de/geboreninkh oder per E-Mail: info@kreuznacherdiakonie.de eingereicht werden. Mehr über diese schöne Idee erfahren Interessierte am Montag, 25. November, bei Radio Antenne Bad Kreuznach. Um 8.30 Uhr sind Chefarzt Dr. Michael Kumbartski, Dr. Karlheinz Ossig und Stefan Pallesch von Küche Creativ in der Sendung „Nahe Dran“ zu Gast.
Am Montag und Dienstag verwandelte sich die Hunsrück Klinik in ein Paradies für kleine Nachwuchsmediziner und ihre kuscheligen Patienten. Bei der Premiere der Teddyklinik, einem Herzensprojekt des Klinikteams, erlebten rund 280 Kinder ein unvergessliches Abenteuer. Ziel der Veranstaltung war es, den Kindern spielerisch die Angst vor Arzt- und Krankenhausbesuchen zu nehmen – mit großem Erfolg und viel Begeisterung. Von der Anmeldung bis zur Apotheke – ein Rundum-Erlebnis Die Teddyklinik richtete sich an Kinder im Vorschulalter, die ihre Stofftiere als Patientinnen und Patienten mitbrachten. Gemeinsam mit Auszubildenden der Krankenpflegeschule, Medizinstudierenden im Praktischen Jahr und freiwilligen Helfern durchliefen die kleinen Besucher die Stationen eines Krankenhauses – von der Anmeldung, bei der die Anamnese-Bögen ausgefüllt wurden, über die Untersuchung bis zur Behandlung. Dabei durften die Kinder in die Rolle der Kuscheltiereltern schlüpfen und gemeinsam mit den Teddy-Ärzten ihren flauschigen Freunden helfen. Je nach Krankheit wurde die Lunge abgehört, Fieber gemessen, Blut abgenommen oder die Kuscheltiere mit Pflastern, Verbänden oder Schienen für gebrochene Knochen versorgt. Im Labor wurden Blutproben untersucht und unter dem Mikroskop betrachtet. Bei Bauchschmerzen kamen Röntgen- oder MRT-Geräte zum Einsatz, die mitunter für lustige Überraschungen sorgten - wie etwa eine Quietscheente, die im Bauch eines Teddys gefunden wurde. Besonders spannend wurde es im Operationsaal: Mit echter OP-Haube und ganz nah am Geschehen konnten die Kinder zusehen, wie ihre Kuscheltiere fachgerecht operiert wurden. Zum Abschluss erhielt jedes Kind in der Apotheke eine Urkunde und ein kleines Überraschungspaket. Doch damit war der Besuch noch lange nicht beendet. Im Aufenthaltsraum wurde weiter gemalt, gebastelt und viel über den menschlichen Körper gelernt. Rettungswagen sorgte für strahlende Augen. Ein besonderes Highlight war die Besichtigung eines echten Rettungswagens. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) erklärten die Technik, zeigten an einem großen Teddy, der es sich auf der Trage bequem gemacht hatte, welche Untersuchungen alle in einem Rettungswagen durchgeführt werden können und ließen die Kinder Blaulicht und Martinshorn selbst ausprobieren. Gleichzeitig lernten die kleinen Besucher, wie man einen Notruf absetzt - ein wichtiger Beitrag zur schnellen Versorgung bei Notfallgeschehen. Gelungenes Gemeinschaftsprojekt mit Zukunft Ideengeberin und Initiatorin der Teddyklinik ist Dr. Stephanie Zang, Leiterin der Zentralen Notaufnahme. Gemeinsam mit einem engagierten Organisationsteam und unterstützt vom Förderverein der Hunsrück Klinik und Aenne Wimmers Hospiz e.V. wurde das Projekt erstmals umgesetzt. „Die Resonanz war überwältigend - sowohl bei den Kindern und Eltern als auch bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir würden uns freuen, wenn die Teddyklinik in Zukunft zu einer regelmäßigen Veranstaltung würde und auch Privatpersonen mit ihren Kindern und Kuscheltieren daran teilnehmen können“, erklärt Dr. Zang. Für die Premiere der Teddyklinik wurde bewusst ein etwas kleinerer Rahmen gewählt. Eingeladen waren Kinder aus Kindergärten sowie Mitarbeitende der Klinik mit ihren Kindern, um erste Erfahrungen mit dem neuen Konzept zu sammeln. Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein Hunsrück Klinik und Aenne Wimmers Hospiz e. V., der die Erstausstattung der Teddy Klinik finanziert hat sowie den lokalen Unternehmen, deren Spenden das Projekt möglich machten. Auch das DRK hat trotz widriger Wetterbedingungen mit Rettungswagen und Besatzung maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Die erste Teddyklinik der Hunsrück Klinik war ein voller Erfolg und hat bereits die Vorfreude auf weitere Veranstaltungen geweckt. Mit viel Herzblut und Engagement ist ein Pilotprojekt entstanden, das nicht nur Kinderherzen höherschlagen lässt, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsaufklärung leistet.
Im Fliedner Krankenhaus Neunkirchen (FKN) laufen die Proben seit Wochen auf Hochtouren: Am Freitag, 15. November, wird zum zehnten Mal der Europäische Tag der Musiktherapie gefeiert und um 10:30 Uhr stehen Patientinnen und Patienten, Pflegefachpersonal sowie Ärztinnen und Ärzte der Klinik bei einem gemeinsamen, einstündigen Konzert auf der Bühne. Alle Menschen, die Lust haben, können im Mehrzwecksaal des FKN in der Theodor-Fliedner-Straße 12 vorbeikommen und mitfeiern. Der Aktionstag, initiiert vom Europäischen Musiktherapieverband (EMTC) sowie der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG), steht unter dem Motto „The Rhythm Of Wellbeing“ – zu Deutsch: Der Rhythmus des Wohlbefindens. In ganz Europa machen verschiedene Veranstaltungen auf die hilfreichen Angebote der Musiktherapie aufmerksam. So sollen die Anerkennung und die Einbindung von Musiktherapie im Gesundheitswesen der europäischen Länder verbessert werden. Ein Anlass für den künstlerischen Leiter und Musiktherapeuten des FKN, Giuseppe Scorzelli, ein integratives Konzert zu organisieren. „Musik hat eine tiefgreifende Wirkung auf die Psyche. Sie beruhigt und regt zu Gedankenreisen an. Mit unserem gemeinsamen Konzert und den vorherigen Proben schaffen wir ein Gemeinschaftsgefühl, das die Stimmung positiv beeinflusst und unseren Zusammenhalt stärkt“, sagt er. Dass Gäste von überall eingeladen sind, hilft seiner Ansicht nach, Barrieren und gesellschaftliche Stigmata abzubauen. Außerdem ist der Aktionstag dafür da, die positiven Effekte der Musiktherapie der breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Prof. Dr. Ingo Vernaleken, Chefarzt und Ärztlicher Direktor des FKN, unterstützt die Veranstaltung: „Musiktherapie ist ein wichtiger Baustein unseres Angebotes. Insbesondere bei Patientinnen und Patienten, die unter Angststörungen, Suchterkrankungen und Depressionen leiden, kann Musik helfen, Gefühle zu regulieren und Stress abzubauen. Musik kann auch in der Trauma-Bewältigung eingesetzt werden, um gedankliche Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen.“ Giuseppe Scorzelli ist es deshalb wichtig, das Bewusstsein dafür in der Gesellschaft und im Gesundheitswesen zu schaffen, indem er sein Angebot für die Öffentlichkeit öffnet. Neben der Veranstaltung zum Europäischen Tag der Musiktherapie hat er in diesem Jahr das Festival „Fliedner Musiktage“ ins Leben gerufen, das mit unterschiedlichen Konzerten Musikliebhaber aus dem ganzen Saarland willkommen heißt. Im Dezember ist das nächste Event der Reihe geplant: Am Mittwoch, 11. Dezember, um 14 Uhr, sind die „Evolution Lady Singers“ zu Gast im FKN und geben ein weihnachtliches Gospel-Konzert. Der Eintritt dafür ist frei.
BAD KREUZNACH. Die Zukunft der Einrichtungen der Franziskanerbrüder in Bad Kreuznach ist geklärt: Voraussichtlich zum 1. Januar 2025 werden das Krankenhaus St. Marienwörth, der Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe, das Pflegeheim Haus St. Josef sowie das MVZ Nahe auf dem Campus Mühlenstraße in Bad Kreuznach von Tochtergesellschaften der Stiftung kreuznacher diakonie übernommen. Damit wird eine lange Tradition fortgesetzt: Bereits seit 135 Jahren übernimmt die Stiftung Verantwortung für die medizinische, therapeutische und pflegerische Versorgung von Menschen in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt des Bundeskartellamtes und der Krankenhausplanungsbehörde des Landes Rheinland-Pfalz. Andreas Heinrich, Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie, erklärt: „Wir stellen uns gerne der Verantwortung für die Menschen, die unsere Hilfe brauchen, aber auch für Mitarbeitende, die diese Dienstleistungen täglich vollbringen. Als größter Komplexträger und Arbeitgeber in der Region wollen wir Synergien nutzen und unser Angebot sinnvoll erweitern. Es war ein langer Verhandlungsmarathon, aber ich denke, dass der von vielen Seiten gewünschte Zusammenschluss unsere Region künftig stärken wird.“ Dr. Mark Boddenberg, Partner von ECKERT Rechtsanwälte und Generalhandlungsbevollmächtigter im Eigenverwaltungsverfahren des Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V., sagt: „Das Verhandlungsergebnis ist eine gute Lösung, mit welcher die Weichen für eine weiterhin hochqualitative Versorgung der Region gestellt sind.“ Über diesen Schritt wurden heute die Mitarbeitenden persönlich in den Einrichtungen des Campus‘ Bad Kreuznach informiert. Besser aufgestellt für Krankenhausreform und Fachkräftemangel Andreas Heinrich ist sich bewusst, dass die Sorge um den Krankenhausstandort Bad Kreuznach – während des Eigenverwaltungsverfahrens des Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V. – viele Menschen in der Region bewegt hat: die Patientinnen und Patienten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Politik. Jutta Magmer-Melaas, Pflegedirektorin des Diakonie Krankenhauses ist überzeugt: „Wir werden das Wissen bündeln, die Angebote schärfen und voneinander profitieren.“ Manuel Seidel, kaufmännischer Direktor des Diakonie Krankenhauses, ergänzt: „Die Patientinnen und Patienten erhalten wohnortnah eine spezialisierte und fortschrittliche Versorgung. Zusammen sind wir für die Herausforderungen der Krankenhausreform, aber auch des Fachkräftemangels gut gerüstet.“ Ähnlich gute Perspektiven sieht auch die Seniorenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie, die in den vergangenen Jahren ihre Leistungen sowohl räumlich als auch fachlich erfolgreich erweitert hat: „Wir haben unsere Seniorenheime und Sozialstationen in den letzten Jahren erfolgreich aufgestellt und freuen uns jetzt auf neue engagierte Kolleginnen und Kollegen, die mit uns gemeinsam die bestehenden Angebote stärken.“, so Monika Kolling, Geschäftsbereichsleiterin Seniorenhilfe. Bruder Michael, Vorstandsvorsitzender des Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V., sagt: „Unser erstes Ziel ist und bleibt, für jede unserer Einrichtungen langfristige Perspektiven zu schaffen, um unserer Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den uns anvertrauten Menschen nachhaltig gerecht zu werden.“ Im nächsten Schritt werden auch für die anderen Einrichtungen des Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V. die Verhandlungen mit weiteren Investoren fortgeführt. Priorität hat es, für sämtliche Teile des Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V. tragfähige Lösungen zu entwickeln. Vorrang haben dabei, neben den Gläubigerinteressen, die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner, Kundinnen und Kunden sowie die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für den Betrieb der Einrichtungen treten weiterhin keine Änderungen ein. „Vor dem Hintergrund der gesundheitspolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit braucht es Zukunftskonzepte, welche die regionalen Versorgungsstrukturen bestmöglich ergänzen. Wir sind zuversichtlich, Lösungen zu finden, welche die betreuenden und pflegerischen Leistungen bedarfsgerecht miteinbeziehen.“, so Julia Schürmann, durch die Hospital Management Group (HMG) eingesetzte Kaufmännische Vorständin des Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V.
Mit sechs Studentinnen und drei Studenten ist die Diakonen-Ausbildung der Stiftung kreuznacher diakonie ins neue Ausbildungsjahr gestartet. „Diakoninnen und Diakone wollen und sollen nah bei den Menschen sein, die Hilfe, Unterstützung und Begleitung brauchen“, so formuliert Doris Borngässer, Leiterin der Diakonen-Ausbildung deren Aufgabe, für die sie innerhalb von zwei Jahren berufsbegleitend auf ihr neues Amt vorbereitet und ausbildet werden. Ina Hüttenrauch ist als Gemeindepädagogin in der evangelischen Kirchengemeinde Wachtberg in der Seniorenarbeit aktiv und arbeitet außerdem in der Sozialberatung der Diakonie Bonn & Co gGmbH. „Die Diakonen-Ausbildung ist für mich eine riesige Chance mit Blick auf das gemeinsame pastorale Amt“, sagt sie. Schon jetzt freut sie sich am meisten auf die Einsegnung in zwei Jahren „alles dazwischen wird spannend und toll!“ Stella Marie Klöckner arbeitet als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin in Neu Pella, einer Einrichtung der Behindertenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie. Sie macht die Ausbildung zur Diakonin hauptsächlich für sich selbst und interessiert sich am meisten für die Fächer Kirchengeschichte und Seelsorge. Ella Krennerich ist Synodalreferentin im Kirchenkreis Obere Nahe. Die gelernte Ergotherapeutin ist vor zwei Jahren in dieses neue Berufsfeld gewechselt und allein die zwei Vor-Module zur Stimmbildung und der Einführung in das Arbeiten mit biblischen Texten haben sie begeistert. Gespannt wartet sie auf den weiteren Austausch in den einzelnen Fächern, die der Stundenplan für dieses Ausbildungsjahr vorsieht. Für Thomas Krenz sind die „herausfordernden Transformationsprozesse in den Kirchengemeinden“ der Auslöser dafür, jetzt mit der Ausbildung zum Diakon zu beginnen. Der Fachkrankenpfleger für psychiatrische Pflege und stellvertretende Stationsleiter im Fliedner Krankenhaus Neunkirchen wünscht sich außerdem, in den zwei Jahren spirituell zu wachsen. Er freut sich auf die Fächer Seelsorge und Kirchengeschichte. Benjamin Kretschmann, Gemeindepädagoge aus Simmern-Trarbach, hat die Diakonen-Ausbildung „für das eigene Vorwärtskommen“ angefangen, aber auch, um besser vorbereitet zu sein auf die pfarramtlichen Tätigkeiten, die zunehmend auch auf Gemeindepädagogen übertragen werden. Inspiriert von Diakon Wilfried Ulrich, dem Leiter des Jugendreferates des Kirchenkreises Obere Nahe, hat sich Lisa Zimmermann dazu entschlossen, ebenfalls die Diakonen-Ausbildung zu beginnen. Sie hat einen Bachelor im Bereich Soziale Arbeit und ist derzeit als Jugendleiterin der Evangelischen Kirchengemeinde in Göttschied tätig. Für Stefan Ackermann, Frauke Euen und Denise Wageck beginnt bereits das zweite Ausbildungsjahr, das jetzt einen neuen Fächerkanon mit sich bringt. Stefan Ackermann, Erzieher und Fachwirt für Organisation und Führung als Jugendreferent im Dekanat Bergzabern, berichtet über das Vorjahr: „Das war sehr viel Input. Vor allem Seelsorge war spannend. Es war aber auch toll, die Vielfalt der Dozenten und ihre Begeisterung zu erleben, die ansteckt, selbst wenn man manchmal nichts mehr versteht.“ Die Dipl. Sozialarbeiterin und -pädagogin aus der Evangelischen Kirchengemeinde Prüm, Frauke Euen, hat sich selbst damit überrascht, dass sie sich plötzlich für Geschichte interessiert – ein Fach, an dem sie in ihren bisherigen 50 Lebensjahren noch nie Freude hatte. „Die Diakonen-Ausbildung ist eine Quelle, aus der man schöpfen kann“, hat sie festgestellt. Als Jugendreferentin und pädagogische Fachkraft im Kirchenkreis Trier ist es Denise Wageck wichtig, „Menschen zu erreichen und von ihnen erreicht zu werden.“ Sie habe im ersten Ausbildungsjahr schon viele Facetten erlebt. Seelsorge sei schön gewesen und im Fach Dogmatik habe sie überrascht, „dass da so viel Aktuelles drinsteckt.“ Voraussetzung: Sozialer oder pflegerischer Beruf oder entsprechendes Studium Seit mehr als 90 Jahren gibt es diese Ausbildung in Bad Kreuznach. Damit ist die Stiftung eine von 22 Ausbildungsstätten in ganz Deutschland. Voraussetzung ist unter anderem, dass mindestens ein dreijähriger sozialer oder pflegerischer Beruf mit staatlicher Anerkennung oder ein abgeschlossenes Studium vorgewiesen werden kann. Denn die Ausbildung zur Diakonin und zum Diakon soll seine Wirkung im beruflichen Alltag entfalten: „Diakoninnen und Diakone stehen als Gesprächs- und Ansprechpartner zur Verfügung, wenn es um seelische Sorgen und Nöte geht und ergänzen die alltägliche Arbeit in der Pflege durch Andachten, seelsorgerische Gespräche und in besonderen Momenten eben auch bei der Verarbeitung von Trauer beim Verlust von Menschen aus dem Arbeitsumfeld“, erklärt Doris Borngässer. Seit Wiederaufnahme der Ausbildung wurden 238 Männer und Frauen zu Diakonen und Diakoninnen ausgebildet und eingesegnet. Doris Borngässer: „Es geht nicht nur um den Erwerb von Wissen sondern auch um Einstellungen und Haltungen. Diakoninnen und Diakone sind als Amtsträger der Evangelischen Kirche Brückenbauer zwischen Kirche, Diakonie und Gemeinwesen. Sie sind durch ihre spezielle Ausbildung und ihr Profil befähigt, diakonische Dienste zu erhalten, weiter zu entwickeln und zugleich die gesellschaftliche Wirkkraft von Kirche zu stärken.“
Das Diakonie Klinikum Neunkirchen (DKN) hat eine ausgezeichnete und hoch spezialisierte Schlaganfallstation. Die Zertifizierung als Stroke Unit bescheinigt der neurologischen Abteilung eine kontinuierlich hohe Qualität in der Versorgung von sogenannten Hirnschlägen. Eine Stroke Unit ist eine spezialisierte Station, die sich auf die Behandlung von Patienten mit akutem Schlaganfall konzentriert. Sie bietet eine engmaschige Überwachung und gezielte Therapie, um neurologische Folgeschäden zu minimieren und die Heilungschancen zu maximieren. Auf einer Stroke Unit arbeiten Spezialisten aus verschiedenen Bereichen wie Neurologie, Ergo- und Physiotherapie, Logopädie, Radiologie, Sozialmedizin und Pflege Hand in Hand, um eine schnelle und umfassende Versorgung sicherzustellen. Dieses Qualitätssiegel konnte nun durch ein Audit des TÜV Rheinland erneut bestätigt werden. Kontinuierliche Kontrollen durch regelmäßige Qualitätszirkel Denn um sich dauerhaft Stroke Unit nennen zu dürfen, müssen strenge Qualitätskriterien erfüllt werden. Dazu gehören unter anderem die Verfügbarkeit moderner medizinischer Geräte zur Diagnostik und Behandlung, speziell geschultes Personal sowie etablierte Abläufe für eine schnelle und effiziente Patientenversorgung. Eine erfolgreiche Zertifizierung erfolgt nach einer umfassenden Prüfung durch externe Auditoren, die alle drei Jahre wiederholt wird, um die hohen Standards langfristig sicherzustellen. Der Anforderungskatalog wird sukzessive erweitert und orientiert sich an den neuesten Entwicklungen in der Medizinforschung: „Eine Zertifizierung ist kein Selbstläufer. Sie erfordert kontinuierlich ein hohes Engagement aller Beteiligten. Wir durchlaufen permanent eine Matrix und korrigieren bereits kleinste Abweichungen vom Idealzustand. In regelmäßigen Qualitätszirkeln und internen Audits mit allen zuarbeitenden Disziplinen überwachen wir ständig unsere Leistung“, fasst die Oberärztin und Leiterin der Stroke Unit, Dr. Andrea Teschner, zusammen. Das funktioniert nur, wenn die Zusammenarbeit im Team stimmt: „Jeder Akteur gibt sein Bestes und wir haben Achtung vor den Kompetenzen unserer Kolleginnen und Kollegen, egal welcher Berufsgruppe. Wir leben ein funktionierendes Miteinander, sind im ständigen Austausch und halten zusammen. Deshalb ist die Fluktuation in unserem Team auch sehr gering. Das ist gut für die Abläufe und die kurzen Wege, spiegelt sich aber auch in der Patientenzufriedenheit wider“, erklärt Bärbel Schäfer, Stationsleiterin der Stroke Unit. In ihrem Team sind mittlerweile sieben speziell ausgebildete Fachkräfte, so genannte Stroke Nurses. Ein weiterer Kollege befindet sich momentan in der Ausbildung, im nächsten Jahr wird die neunte Pflegefachfrau ihre Weiterbildung absolvieren. Damit ist die neurologische Abteilung überdurchschnittlich gut ausgebildet. Technische Ausstattung auf dem neuesten Stand Die technische Ausstattung ist laut der Neurologin Teschner ebenfalls auf dem neuesten Stand: „Mit dem Computertomographen im Haus können wir ein besonderes Verfahren anwenden, das Perfusions-CT. Diese Methode hilft, irreversibel geschädigtes Hirngewebe zu erkennen und von ‚gefährdetem‘ aber möglicherweise noch zu rettendem Hirngewebe abzugrenzen. Daraus ergeben sich erweiterte Therapiemöglichkeiten von Schlaganfällen. Mit speziellen Geräten und Algorithmen können wir außerdem feststellen, ob ein Patient durch das sogenannte Vorhofflimmern ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel hat. Diese können mit dem Blutfluss aus dem Herzen geschwemmt und durch einen Gefäßverschluss einen Schlaganfall verursachen. Erkennen wir das frühzeitig, können wir eingreifen und Risiken minimieren oder sogar eliminieren.“ Ein explizites und gut durchdachtes Bettenmanagement sorgt außerdem dafür, dass die neurologische Abteilung die nötigen Kapazitäten hat, um neue Patienten aufzunehmen und Rettungsdienste die Möglichkeit haben, das DKN anzufahren: „Wenn alle Betten belegt sind, müssen wir das der Rettungsleitstelle melden und unser Haus von der Notfallversorgung abmelden. Wir haben seit mehreren Jahren die geringste Abmelderate in der Region.“ Regionalgeschäftsführerin Andrea Massone sieht das DKN deshalb in einer tragenden Rolle: „Schlaganfälle kommen sehr häufig vor und bei der Behandlung zählt jede Sekunde, um die Folgeschäden so gering wie möglich zu halten. Ich bin sehr stolz auf das Team unserer Neurologie und darauf, dass wir durch ihre kontinuierliche Leistung auf höchstem Niveau einen wichtigen und verlässlichen Beitrag zur medizinischen Versorgung im Landkreis Neunkirchen leisten können!“
Die Kinderintensivstation des Diakonie Krankenhauses hat ein zweites transportables Beatmungsgerät erhalten - Dank einer großzügigen Spende der Ossig-Stiftung. Eine lebensrettende Anschaffung, denn das hochmoderne Gerät ist entscheidend, wenn ein Frühgeborenes oder krankes Neugeborenes während des Transportes innerhalb des Krankenhauses dringend beatmet werden muss oder im Notfall von einer anderen Geburtsklinik auf die Kinderintensivstation nach Bad Kreuznach gebracht werden muss. Der große Vorteil des Gerätes liegt in seiner präzisen Anpassung an die kleinen Lungen und das Atemmuster der Neugeborenen, was die Belastung für die Kinder und das Risiko von Lungenschäden minimiert. „Gerade bei sehr unreifen Frühgeborenen ist die Lunge noch nicht weit genug entwickelt. Deshalb muss die Beatmung so schonend wie nur möglich erfolgen, um Lungenschäden und eventuell daraus resultierende Wachstums- und Entwicklungsstörungen zu vermeiden“, erklärt Dr. Christoph von Buch, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin und Ärztlicher Direktor. Das Beatmungsgerät entspricht dem neuesten Stand der Technik und kann zusammen mit dem Transportinkubator auch im Rettungswagen oder dem Rettungshubschrauber eingesetzt werden. Möglich wurde die Anschaffung durch die Benefizveranstaltung „Kreuznacher Nockherbersch“ des Kanevalistenclubs „Fidele Wespe 1899 e. V.“, die in diesem Jahr bereits zum 17. Mal stattfand und einem guten Zweck dient. Die Gäste spendeten großzügig für die Ossig-Stiftung, die die Kinder- und Jugendmedizin des Diakonie Krankenhauses der Stiftung kreuznacher diakonie unterstützt, damit die kleinsten Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt werden können. Stiftungsgründer Dr. Karlheinz J. Ossig freut sich, das Diakonie Krankenhaus mit einer weiteren Spende unterstützen zu können: „Unser oberstes Ziel ist es, die medizinische Versorgung auf der Kinder- und Neugeborenen-Intensivstation zu verbessern, damit jedes Neugeborene optimal behandelt und gesund nach Hause entlassen werden kann. Mit der Anschaffung eines zweiten Transport-Beatmungsgerätes wird nun auch in Notfallsituationen, in denen eines der Geräte im Einsatz ist und ein weiteres Kind dringend beatmet werden muss, ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet“. Die Ossig-Stiftung wurde im Jahr 2005 gegründet. Seitdem ist sie als gemeinnützige Stiftung zugunsten der Kinderklinik Bad Kreuznach tätig. Mit den Erträgen der Stiftung werden Projekte realisiert, die die Lebenssituation von Kindern in der Region verbessern.
Meine Familie ist angekommen“ – bedeutet der Name des kleinen Aramide. Seine Eltern Melusine Bensing und Bola Bakare haben ihrem ersten Kind diesen wunderbaren Namen gegeben, der nicht nur den Beginn einer neuen Familie symbolisiert, sondern auch die tiefe Verbundenheit mit der Heimat und der Familie in Nigeria. Der Junge erblickte am 15. Oktober um 20.41 Uhr im Diakonie Krankenhaus das Licht der Welt und war die 1.000 Geburt im Jahr 2024. In diesem Jahr konnten bereits 1.037 Neugeborene in Bad Kreuznach begrüßt werden, was an der Zahl der Zwillingspaare liegt. Ursprünglich wollte Melusine Bensing, ihren Sohn im Geburtshaus zur Welt zu bringen. Doch nach leichten Komplikationen entschied sie sich für die sichere Umgebung des Diakonie Krankenhauses. Ein Geburtsstillstand machte schließlich einen Kaiserschnitt erforderlich. „Nach vier Tagen Wehen wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Da war es mir wichtig, in einem Haus zu sein, das mir Sicherheit gibt und eine angeschlossene Kinderklinik hat“, sagt die junge Mutter. Vater Bola Bakare war beim Kaiserschnitt an ihrer Seite und beschreibt die Geburt seines Sohnes als „überwältigend“. Auch Chefarzt Dr. Michael Kumbartski, der Aramide auf die Welt half, freut sich über das besondere Ereignis: „In der Regel erfolgt eine Geburt ohne Komplikationen und bedarf keiner intensiven medizinischen Betreuung. Bei der 1000. Geburt war jedoch die Sicherheit einer Geburtsklinik notwendig.“ Mit einem hochqualifizierten Team aus Fachärzten, Geburtshelfern und Hebammen bietet die Geburtshilfe in Bad Kreuznach ein breites Spektrum an Leistungen, um ein natürliches Geburtserlebnis und einen möglichst sicheren Start ins Leben zu ermöglichen. Darüber hinaus ist das Diakonie Krankenhaus das einzige Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe im Umkreis von 40 Kilometern, das auf die optimale Versorgung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen spezialisiert ist.
Seit mehr als 30 Jahren hat es sich der Förderverein Kinderklinik e. V. zur Aufgabe gemacht, den kleinen Patientinnen und Patienten den Aufenthalt in der Kinderklinik des Diakonie Krankenhauses so angenehm wie möglich zu gestalten. Sei es durch technische Ausstattung, die die Diagnose- und Therapieverfahren verbessern, sei es durch Spielsachen, Beschäftigungsmöglichkeiten und die Verschönerung der Stationen. Im vergangenen Jahr konnte die Klinik der Stiftung kreuznacher diakonie Anschaffungen im Wert von über 40.000 Euro tätigen, die durch Spendengelder des Vereins finanziert wurden. Mit Unterstützung des Kinderfördervereins wurde in die medizintechnische Ausstattung investiert. „Dank der Spenden konnten wir medizinisches Equipment beschaffen, das dem Finanzierungskatalog in seinem Fortschritt weit voraus ist“, fasst Dr. Christoph von Buch, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin und Ärztlicher Direktor des Diakonie Krankenhauses, zusammen. Dazu gehören modernste Infusions- und Injektionsgeräte sowie die leichte und mobile LED-Fototherapieleuchte zur Behandlung von Gelbsucht bei Früh- und Neugeborenen. Mit der Behandlungsmethode kann das Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Bilirubin, das für die Gelbfärbung der Haut verantwortlich ist, umgewandelt und besser abgebaut werden. „Das erleichtert uns die Arbeit sehr, denn mehr als die Hälfte der Neugeborenen kommt mit der sogenannten Gelbsucht auf die Welt. Nicht bei allen müssen therapeutische Maßnahmen ergriffen werden, aber wenn, dann können wir mit dem Lichttherapiegerät, das auch auf einen Inkubator gelegt werden kann, schnell Abhilfe schaffen“, so von Buch weiter. Auch hochwertige Lagerungsnestchen sind dank der Unterstützung des Fördervereins in die Klinik eingezogen, in denen Säuglinge sicher und stressfrei untersucht und transportiert werden können. Damit die kranken Kinder auf den Stationen ihre Lieblingsgeschichten und -lieder hören und sich wohlfühlen können, wurden die Musikboxen von „tonies“ und Mobiles für die Zimmer angeschafft. „Es ist uns wichtig, dass wir nicht nur dazu beitragen, dass die medizinisch-technische Ausstattung auf dem neuesten Stand bleibt. Wir möchten auch dafür sorgen, dass sich die Kinder durch Unterhaltung, Rückzugsmöglichkeiten und Ablenkung geborgen fühlen und den Krankenhausaufenthalt für einen Moment vergessen können. Unsere Spenden zeigen oft, dass auch kleine Dinge viel bewirken können. Hier setzen wir an verschiedenen Stellen an und versuchen zu helfen, wo wir können“, beschreibt Gitte Petermann, Vorsitzende des Fördervereins, die Beweggründe für die jahrzehntelange Kooperation. Der Förderverein der Kinderklinik wurde 1990 gegründet und unterstützt die Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin ideell und mit Spenden. Einen wichtigen Anteil daran hat die Ossig-Stiftung mit ihrem starken Netzwerk, die sich dafür einsetzt, die Lebenssituation von Kindern in der Region weiter zu verbessern. Dr. Christoph von Buch und Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas schätzen sehr, was der Verein schon alles möglich gemacht hat: „Die körperliche und mentale Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten liegt uns sehr am Herzen. Seit vielen Jahren trägt der Förderverein Kinderklinik e. V. einen erheblichen Teil dazu bei, dass wir uns stetig verbessern und weiter entwickeln können. Das ist auch der Verdienst aller Einzelspenden, Sammelaktionen und Benefizveranstaltungen. Jeder Euro bewirkt Großes für unsere Kleinsten.“
Ein so gut besuchter Gottesdienst wie schon lange nicht mehr, schönes Wetter für die letzten Arbeiten am frisch gepflanzten Maulbeerbaum vor dem Mutterhaus und hinterher ein voll besetzter Luthersaal: Beim Jahresfest der Stiftung kreuznacher diakonie passte einfach alles. Die Feier des 135-jährigen Geburtstages stand unter dem Motto „Vielfalt ist unsere Stärke“ und die Gäste ließen sich gern mit hineinnehmen in die Präsentation eben jener Vielfalt. „Wir brauchen Menschen, die Gesicht zeigen. Menschen, die sich verantwortlich fühlen für den Nächsten und auch für den Übernächsten“, so Pfarrer Wolfgang Baumann in seiner Predigt in der Diakonie Kirche. Dort waren im Altarraum große Collagen von Portraitfotos zu sehen – Gesichter von Menschen aus der gesamten Stiftung kreuznacher diakonie. Sie und ihr Wirken wurde auf diese Weise in den Mittelpunkt gerückt. Die weiteste Anreise zum Jahresfest hatte Diakonin Claudia Rackwitz-Busse, Konviktmeisterin der Brüder- und Schwesternschaft des Rauhen Hauses: Sie war eigens aus Hamburg gekommen, um bei der Pflanzung des Maulbeerbaumes dabei zu sein und auch Grüße und Glückwünsche des Vorstehers Pastor Dr. Andreas Theurich zu überbringen. Denn dieser besondere Baum schlägt symbolisch die Brücke zwischen der Stiftung Rauhes Haus, die als eine der ältesten Einrichtungen der Diakonie in Deutschland gilt, und der Stiftung kreuznacher diakonie. Johann Hinrich Wichern hatte 1833 das Rauhe Haus gegründet, um Kindern in Not ein neues Zuhause zu bieten. 1847 bekam er 100 Maulbeerbäume geschenkt, die er pflanzte, um mit einer Seidenraupenzucht den Kindern eine Beschäftigung und Erwerbsquelle zu schaffen. Im kühlen Klima der Stadt überlebte nur ein einziger Baum und aus der Seidenraupenzucht wurde nichts. Aber obwohl die Stürme ihn sehr mitgenommen haben und er sogar auseinanderbrach, blüht dieser Baum jedes Jahr und trägt Früchte. „Ich habe Erde aus Hamburg mitgebracht. Sie möge beim Wachsen eures Baumes helfen“, so Claudia Rackwitz-Busse, bevor sie beherzt zur Schaufel griff und zusammen mit Diakonin Heike Gatzke aus der Stiftung kreuznacher diakonie weitere Erde auf die noch frei liegenden Wurzeln schüttete. Die beiden Diakoninnen kennen sich sehr gut aus ihrer gemeinsamen Vorstandsarbeit des Bundesverbandes evangelischer Diakoninnen und Diakone (VEDD). Boccia-Spieler Markus Heidrich löste vom Rollstuhl aus zwei Blumen-Saatkugeln aus, die zielsicher in der Grube landeten, anschließend griffen die Vorstände der Stiftung kreuznacher diakonie, Andreas Heinrich und Michael Jung, zusammen mit der Vorsitzenden des Bewohnerrates der Behindertenhilfe, Michaela Seinsoth, zu den Schaufelstielen. Auch der neu ernannte Theologische Vorstand, Prof. Dr. Holger Böckel, der im Januar sein Amt antreten wird, packte gemeinsam mit der Bewohnerin des Elisabeth Jaeger Hauses, Brunhild Topp kräftig mit an. Diakonisse Schwester Helga Gabelmann, Markus Risch, Mitglied des Kuratoriums, der Älteste der Diakonischen Gemeinschaft Paulinum, Diakon Mario Klein, sowie weitere Gäste sorgten dafür, dass die Erde bald rund um den Baum verteilt war. Hortkind Mayari hatte ihre Gießkanne mitgebracht und so wurden auch die Wurzeln gleich mit dem nötigen Wasser versorgt. Beim anschließenden Sektempfang im Luthersaal, der außen und innen mit gestrickten und gehäkelten Kunstwerken von Bewohnerinnen des Hauses am Bühl geschmückt war, sorgten die „Rolling Voices“, die Musikgruppe der tagesstrukturierenden Angebote, für musikalische Unterhaltung und luden die Gäste zum Mitsingen ein. Wer am Portrait-Fotoshooting vor einigen Wochen teilgenommen hatte, konnte sich damit auch an einer Tombola beteiligen – eine Aktion, die auf reges Interesse gestoßen war. Und so wurde auch die Verlosung beim Jahresfest mit Spannung erwartet. Der Hauptpreis: Ein Kirner Edelstahl-Grill aus der Nahe Manufaktur. Er ging an die völlig überraschte Beschäftigte Carola Weinz aus Bad Kreuznach.
Am Mittwoch, 9. Oktober 2024, lädt das Tageszentrum Café Theodor in Neunkirchen zum Erntedankfest ein. Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Neben dem üblichen Speiseangebot werden Kaffee, Kuchen, Getränke und Quiche Lorraine verkauft. Das Tageszentrum ist an diesem Tag von 8 bis 18 Uhr geöffnet, von 16 bis 18 Uhr gibt es Live-Musik mit Harald Keller.
Angesichts der bevorstehenden Krankenhausreform und der dynamischen Veränderungen im Gesundheitssektor richtet sich die Stiftung kreuznacher diakonie (Skd) zukunftsfähig aus. Um den steigenden Anforderungen an Effizienz und Transparenz gerecht zu werden, wird die Stiftung den Großteil ihrer Krankenhäuser in eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) umwandeln. Diese Änderung betrifft die Hunsrück Klinik Simmern, das Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach und das Fliedner Krankenhaus Neunkirchen. Darüber hinaus wird aus der Fachabteilung für Psychiatrie und Psychosomatik des Simmerner Krankenhauses künftig eine eigenständige Klinik. Das Diakonie Klinikum Neunkirchen wird bereits als eine gGmbH geführt. Zum Jahresbeginn werden die Krankenhäuser unter den Namen: Diakonie Kliniken Hunsrück gGmbH Diakonie Kliniken Bad Kreuznach gGmbH Diakonie Kliniken Fliedner Neunkirchen gGmbH und Diakonie Kliniken Neunkirchen gGmbH (Umbenennung folgt in Kürze) betrieben und entsprechend umfirmiert. Außer dem Namen und der Rechtsform ändert sich aber weder für die Mitarbeitenden noch für die Patientinnen und Patienten etwas. „Die medizinische Versorgung wird nahtlos und in gewohnt hoher Qualität fortgeführt. Auch für unsere Mitarbeitenden ändert sich nichts – ihre Arbeitsbedingungen und täglichen Abläufe bleiben unverändert“, versichert Manuel Seidel, Krankenhausdirektor und zukünftiger Geschäftsführer der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. „Die neue Rechtsform ermöglicht es uns, flexibler auf wirtschaftliche Herausforderungen zu reagieren, finanzielle Mittel gezielter einzusetzen und dabei den gemeinnützigen Auftrag zu sichern. Zusammengefasst können wir schneller auf Anforderungen reagieren und Entscheidungen treffen“, erklärt Andreas Heinrich, Vorstand der Skd. Die notwendige krankenhausplanerische Anpassung erfolgt in enger Abstimmung mit den Ministerien. Das Diakonie Krankenhaus Kirn ist von der Änderung der Rechtsform vorerst nicht betroffen. Derzeit wird geprüft, in welcher Form das Krankenhaus geführt werden kann, um den zukünftigen Anforderungen der Krankenhausreform zu entsprechen. Alle Mitarbeitenden wurden laut der Bereichsleiterin Human Resources, Kirsten Schmidt, bereits umfänglich informiert: „Die Info-Veranstaltungen in den Krankenhäusern haben stattgefunden, wir haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter persönlich und schriftlich informiert. Für Fragen stehende wir auch im Nachhinein jederzeit zur Verfügung.“ Dass die entsprechenden Häuser einen neuen Namen haben, sei im Zuge der Rechtsformänderung initiiert worden, erklärt Andreas Heinrich: „Der Namenswechsel hat sich angeboten. Wir führen unsere Krankenhäuser nun übergreifend unter der Dachmarke ‚Diakonie Kliniken‘. Vielfalt ist unsere Stärke – mit dem gemeinsamen Namen kennzeichnen wir nun unsere breit aufgestellten Krankenhäuser.“ Aktualisiert: 30. Dezember 2024
Das Team der Geburtshilfe der Hunsrück Klinik Simmern freut sich über das 400 Baby in diesem Jahr. Theodor wurde am 2. Oktober um 19:58 geboren. Seine Eltern und Hebamme Eva freuen sich über 2680 Gramm und 48 Zentimeter pures Glück. Das schöne Foto ist übrigens von unserer Fotografin Alexandra Kersten-Spengler ("Das kleine Fotozimmer"), die seit September in der Hunsrück Klinik auf Wunsch die ersten Momente auf liebevolle Weise festhält. Zu unserer Baby-Galerie.
Dualer Studiengang "Hebammenkunde" gestartet: Das Team der Geburtshilfe freut sich, zwei weitere Studentinnen auf ihrem Weg zur Hebamme begleiten zu dürfen. Alisha Dillo und Ulrike Gerboth absolvieren den theoretischen Teil des dualen Bachelor-Studiengangs Hebammenkunde an der TH Aschaffenburg und den praktischen Teil im Diakonie Krankenhaus. Beide sind keine Unbekannten im Kreißsaal und haben dort bereits vor ihrem Studium mit viel Engagement und Hingabe gearbeitet. Alisha Dillo unterstützte uns im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres, und Ulrike Gerboth bringt als examinierte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und Stillberaterin fundierte Erfahrungen mit.
Auf der Intensivstation der Hunsrück Klinik hat jedes Bett nicht weniger als 20 Steckdosen. „Jede einzelne habe ich selbst mitgeplant“, erzählt Friedhelm Gumm, Intensivpfleger und ehemaliger Stationsleiter, der genau weiß, wie viel Technik hinter den Kulissen einer Intensivstation benötigt wird. Er kennt die Wege der Zuleitungen für Sauerstoff, Wasser und Druckluft – essenzielle Systeme für die Versorgung der Patienten. Vor 20 Jahren war Gumm als Projektleiter maßgeblich beim Umbau und Umzug der Intensivstation in die heutigen, modernen Räumlichkeiten beteiligt. Das Jubiläum nimmt die Klinik der Stiftung kreuznacher diakonie zum Anlass, um 20 Jahre intensivmedizinische Versorgung auf höchstem Niveau zu feiern und sich bei den aktiven und ehemaligen Mitarbeitenden, Handwerkern und Fachplanern zu bedanken. Damals standen ein Budget von 1,3 Millionen Euro und ein straffes Zeitfenster von 1,5 Jahren zur Verfügung, um aus einem älteren Stationsbereich eine hochmoderne Intensivstation zu machen. „Mit viel Herzblut und gemeinsam mit dem gesamten Team haben wir nicht nur die Räume geplant, sondern auch Arbeitsabläufe neu strukturiert und innovative Methoden wie die nicht-invasive Beatmung eingeführt“, erklärt Gumm stolz. „Die Modernisierung der Intensivstation war eine Gemeinschaftsleistung – viele Ideen der Mitarbeitenden sind in die Planung eingeflossen. Gemeinsam haben wir so einen Arbeitsplatz geschaffen, an dem man sich wohlfühlt und gut zusammenarbeiten kann“, so Friedhelm Gumm weiter. Heute bietet die Station beste Voraussetzungen für moderne Intensivmedizin: Die sechs Zimmer sind großzügig gestaltet und ermöglichen eine gute Zusammenarbeit von Pflege und Ärzten direkt am Patientenbett. Zwei der Zimmer sind mit speziellen Personalschleusen ausgestattet, um isolierte Patienten vor Keimen zu schützen. Spezielle Vorrichtungen erleichtern dabei die Mobilisierung der Patienten und unterstützen die Arbeit des Pflegepersonals ergonomisch. Große Fenster erlauben es, die Patienten auch vom Flur aus im Blick zu behalten. Der offene Stützpunkt in der Mitte der Station dient als Dreh- und Angelpunkt für die interdisziplinären Teams aus Ärzten und Pflegekräften, die hier ihre Einsätze koordinieren. „Auch heute, zwei Jahrzehnte später, entspricht die Ausstattung unserer Station immer noch den modernsten hygienischen, medizinischen und technischen Standards“, betont auch Jasmin Görtz, die seit Jahresbeginn die pflegerische Leitung in Simmern übernommen hat. „Unsere Station ist so gestaltet, dass sich die Patienten wohlfühlen und sich ganz auf ihre Genesung konzentrieren können.“ Ein besonderes Augenmerk legt die Klinik auf den Kontakt zwischen Patienten und Angehörigen. In Absprache können flexible Besuchszeiten ermöglicht werden, um die Genesung zu unterstützen. „Wir haben in der Intensivpflege viel erreicht“, sagt Dr. Elena Ribel, Ärztliche Direktorin und Chefärztin für Anästhesie und Intensivmedizin, die die Station gemeinsam mit Dr. Wolfgang Rimili, Chefarzt für Innere Medizin, verantwortet „Technische Innovationen und verbesserte Behandlungsabläufe stellen immer höhere Anforderungen an die fachliche und emotionale Kompetenzen unserer Pflegekräfte.“ Insbesondere die Corona-Pandemie habe das Klinikpersonal enorm gefordert. „Mit regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen, kontinuierlichen Prozessverbesserungen und einem modernen Arbeitsumfeld unterstützen wir unser Team bestmöglich.“ Viele Mitarbeitende, die vor 20 Jahren am Umzug beteiligt waren, sind der Station treu geblieben – darunter auch vier Kolleginnen und Kollegen, die inzwischen das Rentenalter erreicht haben, aber noch regelmäßig auf der Station arbeiten. „Der kollegiale Zusammenhalt und das fachliche Miteinander motivieren uns nach wie vor. Ich freue mich auch immer, wenn ich anderen Kolleginnen und Kollegen helfen und mein Wissen weitergeben kann“, sagt Ursula Melsheimer, die seit 1979 in der Hunsrück Klinik arbeitet. Allein im vergangenen Jahr haben die Pflegekräfte und Ärzte der Intensivstation fast 600 Patienten betreut – darunter schwerkranke und schwerverletzte Menschen sowie Patientinnen und Patienten, die nach einer Operation für kurze Zeit intensiv überwacht werden mussten. Die Bilanz nach 20 Jahren zeigt: Die Investitionen und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten haben sich gelohnt – die Intensivstation der Hunsrück Klinik bleibt auch nach 20 Jahren auf dem neuesten Stand und für die Zukunft bestens gerüstet.
Das Diakonie Klinikum Neunkirchen (DKN) erhält erfahrene Verstärkung: Dr. Mark Neufang übernimmt ab dem 1. Oktober als Chefarzt die Leitung der Inneren Medizin. Er bringt umfassende Expertise mit, die er intensiv für die Weiterentwicklung der Klinik einsetzen will. Neufang kennt das Neunkirchener Krankenhaus bereits gut und kann direkt einsteigen. In den vergangenen Jahren war er bereits als Oberarzt im Diakonie Klinikum tätig bevor er im Fliedner Krankenhaus Chefarzt wurde, als es dort noch eine Abteilung für Innere Medizin gab. Anschließend war er als Chefarzt und Ärztlicher Direktor für das Evangelische Stadtkrankenhaus zuständig. In der Zwischenzeit war er nach Pirmasens gewechselt, wo er ebenfalls die Innere Medizin geleitet hat. Nun kehrt er mit einer klaren Vision nach Neunkirchen zurück: Er möchte das Vertrauen der Mitarbeitenden und der Patienten stärken, das Leistungsspektrum der Inneren Medizin ausbauen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit fördern. „Wir müssen nah an die Menschen und unsere Arbeit gut kommunizieren, Fragen beantworten und jederzeit ansprechbar sein. In den Kliniken sind es oft diese ‚kleinen‘ Dinge, die zählen. So viel habe ich den fast zehn Jahren Chefarzt-Tätigkeit in Neunkirchen, Saarbrücken und Pirmasens gelernt“, subsumiert der 55-jährige Wiebelskirchener. Die wohnortnahe Gesundheitsversorgung der Menschen im Landkreis möchte er weiterhin mit hoher Qualität aufrechterhalten. Dazu gehört die Diagnostik und Therapie von Infektionen jeglicher Art, Erkrankungen der Lunge wie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Herzschwäche, Herzinfarkte, Magen-Darmerkrankungen und Krebs. Hierzu sollen die endoskopischen Leistungen weiter ausgebaut werden. Experte für Diabetes Der Schwerpunkt des erfahrenen Mediziners liegt allerdings in der Diabetes-Behandlung: „Über die Grundversorgung für internistische Erkrankungen und Notfälle hinaus möchte ich natürlich wieder ein Diabeteszentrum aufbauen. Diabetes wird immer wichtiger und ist mittlerweile mit 16 Prozent aller Todesfälle in Deutschland assoziiert.“ Ungefähr jeder zehnte Mensch in Deutschland leidet an Typ-2-Diabetes, mit steigender Tendenz. Betroffene haben ein hohes Risiko für Herzschwäche, Nierenschwäche, Herzinfarkt und Krebs. Der Internist hat bereits Diabeteszentren aufgebaut, maßgeblich dazu beigetragen, dass sie fortlaufend rezertifiziert werden und die Versorgung diabetischer Fußerkrankungen möglich gemacht: „Genau das möchte ich auch in Neunkirchen etablieren. Heutzutage ist es enorm wichtig, mit geeigneten diagnostischen und auch medikamentösen Maßnahmen die Menschen vor schweren Folgeerkrankungen zu schützen. Wir wissen aus Untersuchungen, dass weniger als zehn Prozent diese geeigneten lebensverlängernden Therapien erhalten. Daran möchte ich arbeiten.“ Für Menschen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden, möchte Neufang die besten Voraussetzungen schaffen, einen würdevollen letzten Lebensabschnitt zu erleben, indem er die Palliativmedizin weiter stärkt. Dabei möchte er mit dem Fliedner Hospiz Neunkirchen der Stiftung kreuznacher diakonie eng zusammenarbeiten: „Schwerstkranke Menschen sollten möglichst wenig Schmerzen erleiden und ihre verbleibende Zeit nach ihren Wünschen gestalten können. Wir stellen sicher, dass Angehörige oft und nah bei den Patienten sein können und die Betroffenen einen ganzheitlichen Behandlungsansatz erhalten.“ Darüber hinaus wird Dr. Neufang die anstehenden Veränderungen im Gesundheitssektor, die die Bundesregierung plant, genau im Auge behalten und diese in seine zukunftsgerichteten Pläne einbeziehen: "Die Gesundheitsreformen werden spürbare Auswirkungen auf die Krankenhäuser haben. Wir müssen uns frühzeitig darauf einstellen, um weiterhin eine hochwertige medizinische Versorgung sicherzustellen." Regionalgeschäftsführerin Andrea Massone ist froh, dass sie den Experten für eine zentrale Fachabteilung gewinnen konnte: „Mit seiner Erfahrung und seinem Engagement wird Dr. Mark Neufang eine Schlüsselrolle dabei spielen, das Diakonie Klinikum Neunkirchen für die kommenden Herausforderungen zu rüsten und das Vertrauen der Menschen in die Klinik zu festigen.“
Glücklicherweise wird es nur sehr selten gebraucht – vielleicht bei drei Frühgeborenen pro Jahr – aber die Kinderstation des Diakonie Krankenhauses freut sich sehr, jetzt darauf zurückgreifen zu können: Die Rede ist von einem Hypothermiegerät. Es kann die Körpertemperatur der Babys für 72 Stunden auf 33,5 Grad senken, um dadurch Reaktionen zu stoppen, die aufgrund von Sauerstoffmangel bei der Geburt entstanden sind. Ziel ist es, Folgeschäden zu vermeiden, und in diesen wenigen Fällen erzielt das Gerät das von den Ärztinnen und Ärzten gewünschten Ergebnis. Spende von Küche Creativ und Ossig-Stiftung Bei der offiziellen Übergabe des Hypothermiegerätes bedankten sich Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas, Chefarzt Dr. Christoph von Buch und Oberarzt Dr. Edmondo Hammond herzlich bei Stefan Pallesch, dessen Firma Küche Creativ die Gelder einer Charity-Aktion an die Ossig-Stiftung übergeben hatte, die es nutzte, um das Gerät anschaffen zu können. „Unsere Mitarbeitenden haben im Vorfeld der jährlichen Küchenparty festgelegt, wohin das Geld gehen soll“, so Stefan Pallesch und Dr. Karlheinz J. Ossig, Gründer und Vorsitzender der Ossig-Stiftung, wusste gleich, was gebraucht wird. Ohne Unterstützung wäre dieses Gerät für das Diakonie Krankenhaus nicht finanzierbar gewesen. Hyperthermie-Gerät: Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Behandlung? Wie es genau funktioniert, zeigten die Mediziner anhand einer Puppe. Die Frühchen werden auf eine Matte gelegt, die am Kopf und den Beinen breiter wird, damit sie eng um den Körper herumgelegt werden kann. Um die Bauchmitte herum wird sie wie ein Gürtel angelegt. Der Abkühlungsvorgang wird mit Temperatursonden gesteuert und das Gerät ist so programmiert, dass die Körpertemperatur während der Behandlung genau in dem Bereich von 33,5 Grad gehalten wird. Das anschließende Aufwärmen am Ende der Behandlung erfolgt extrem langsam. „Es ist nicht die Kunst, das Hypothermiegerät richtig anzuwenden, sondern wir müssen herausfinden, für welche unserer kleinen Patientinnen und Patienten dies die passende Behandlung ist und wann genau der richtige Zeitpunkt gekommen ist“, betont Dr. Christoph von Buch. Genau wie seine Kolleginnen und Kollegen freut er sich sehr über die schon seit vielen Jahren laufende Unterstützung durch die Ossig-Stiftung, die durchweg den Kindern in der Region zu Gute kommt.
„Die Gesundheitsstruktur im gesamten Saarland muss auf wirtschaftlich tragfähige Beine gestellt werden. Nur so erreichen wir qualitativ hochwertige und immer verfügbare Medizin für die Menschen im gesamten Bundesland. Um das sicherzustellen, sind wir da!“ Mit diesem Ziel tritt Andrea Massone ihr neues Amt als Regionalgeschäftsführerin für die beiden Neunkircher Krankenhäuser der Stiftung kreuznacher diakonie (Skd), das Diakonie Klinikum (DKN) und das Fliedner Krankenhaus (FKN), an. Seit Mai ist klar: Die Verkaufspläne für das DKN sind vom Tisch, die Skd hält an dem Standort in der Stadtmitte fest und stellt somit die Versorgung der Patientinnen und Patienten im Landkreis sicher. Mit Christian Jungmann als Regionaldirektor, der bereits im Juli eingestiegen ist, und Andrea Massone, die ab sofort im Amt ist, hat der Vorstand der Stiftung, Andreas Heinrich, hochkarätige Unterstützung ins Boot geholt. „Die neue Klinikleitung verfolgt das Ziel, das DKN und das FKN zu modernisieren und im Stadtzentrum eine hocheffiziente Anlaufstelle für ambulante und stationäre medizinische Versorgung zu etablieren. Wir stellen sicher, dass die Menschen in Neunkirchen rund um die Uhr und in unmittelbarer Nähe qualitativ hochwertige Medizin erhalten und sich sicher sein können, dass das auch in Zukunft so bleibt“, erklärt Heinrich. Kooperation ist notwendig Laut der neuen Regionalgeschäftsführerin Andrea Massone funktioniert das nur in Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten der saarländischen Krankenhauslandschaft: „Unser Vorhaben erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Ministerium und den umliegenden Trägern. Ein entsprechendes Konzept mit Zielen und Schwerpunkten ist bereits beim Ministerium eingereicht. Es beinhaltet Alternativen, die Vereinbarungen mit anderen Krankenhausträgern voraussetzen.“ Für das Fliedner Krankenhaus, einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, gibt es ebenfalls infrastrukturelle Modernisierungspläne: Im Mittelpunkt stehen Umbaumaßnahmen, die es ermöglichen, die Autonomie und Lebensqualität der Patientinnen und Patienten im Rahmen der verschiedenen Behandlungsumgebungen weiter zu stärken und individuelle Behandlungsziele noch besser umzusetzen. Andrea Massone hat eine klare Vorstellung von der Zukunft: „Die Patientinnen und Patienten müssen individuell gefördert werden und eine bestmögliche Unterstützung auf dem Weg zur Genesung erhalten. Der Fokus liegt auf einem ganzheitlichen Ansatz, der die körperliche, psychische und soziale Gesundheit gleichermaßen berücksichtigt.“ Die geplanten baulichen Maßnahmen sollen eine heilungsfördernde Umgebung schaffen, die den Bedürfnissen psychiatrisch Erkrankter entspricht. Dazu gehören die Renovierung und Neugestaltung von Patientenzimmern, Aufenthaltsbereichen und Therapieeinrichtungen. Weichen stellen für zukunftsfähige Gesundheitsversorgung Massone und Jungmann sind gut vernetzt und kennen sich mit den Herausforderungen der Gesundheitsversorgung bestens aus: Bevor sie die Klinikleitung des DKN und des FKN übernahmen, leiteten sie die Knappschaftsklinikum Saar GmbH mit den beiden Standorten in Püttlingen und Sulzbach. An beiden Standorten haben sie in den vergangenen Jahren Modernisierungen vorangetrieben, das medizinische Angebot erweitert und dafür gesorgt, dass die Kliniken zukunftssicher aufgestellt werden. Das haben sie nun auch in Neunkirchen vor.„Wir möchten das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger sowie das unserer Mitarbeitenden langfristig gewinnen und stärken, indem wir klare Perspektiven bieten!“, stellt die neue Regionalgeschäftsführerin klar. Als Saarländerin, die sogar im DKN geboren wurde, liegt Massone eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung für jedermann besonders am Herzen: „Die anstehende Gesundheitsreform bietet Chancen, wenn die Politik, die Krankenhausträger und die Kassenärztliche Vereinigung gemeinsam nach Lösungen suchen. Ich glaube, hier sind alle gesprächsbereit. Die Modernisierung der beiden Krankenhäuser stellt die Weichen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung, die sowohl den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten als auch den wirtschaftlichen Anforderungen gerecht wird. Wir sind überzeugt, dass dies eine positive Wirkung auf die gesamte Region haben wird."
Schwangere stehen vor der Wahl: Sollen sie zu Hause, im Geburtshaus oder im Krankenhaus entbinden? Mit den hebammengeleiteten Kreißsälen in der Hunsrück Klinik der Stiftung kreuznacher diakonie gibt es ab Januar eine Alternative. Sie sind ein zusätzliches Angebot für gesunde Frauen mit unkompliziertem Schwangerschaftsverlauf, die eine natürliche und selbstbestimmte Geburt erleben möchten. Anmelden können sich Schwangere ab Mitte September. Von der Aufnahme über die Geburt bis zum frühen Wochenbett und der Entlassung werden Schwangere durchgängig von erfahrenen Hebammen betreut. In Rheinland-Pfalz sind derzeit sieben solcher Hebammenkreißsäle in Planung, die vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit jeweils mit 30.000 Euro gefördert werden. Für die Hebammen in Simmern ist das neue geburtshilfliche Angebot ein Herzensprojekt. „Es ist uns wichtig, wie Frauen ihre Geburt erleben. Wir wollen sie unterstützen, in ihrem ganz eigenen Rhythmus und aus eigener Kraft zu gebären. Sie dabei selbstverantwortlich und sensibel zu begleiten ist ein wesentlicher Teil unserer Arbeit als Hebammen und auch der Grund, warum wir uns für diesen Beruf entschieden haben“, betont die leitende Hebamme Annika Greis. „Die Geburt ist ein natürlicher, physiologischer Vorgang, der keiner intensiven medizinischen Betreuung bedarf, solange keine Komplikationen auftreten. Sollte es während der Geburt doch einmal zu Auffälligkeiten kommen, kann das Hebammenteam sofort durch ein interdisziplinäres ärztliches Team aus Geburtshilfe und Anästhesie ergänzt werden“, ergänzt Dr. Kay Goerke, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in Simmern. „Der Fokus liegt auf einer selbstbestimmten Geburt ohne medizinische Interventionen wie wehenfördernde Medikamente oder starke Schmerzmittel“, erläutert Hebamme Anika Jacot, die an der Einführung des hebammengeleiteten Kreißsaals mitarbeitet. „Durch die sehr enge und individuelle Betreuung ermutigen wir Frauen, auf ihren Körper und ihre Fähigkeiten zu vertrauen, ihr Kind zur Welt zu bringen.“ Sollte weitere Unterstützung nötig sein, um zum Beispiel eine Peridural-Anästhesie (PDA) zu legen, ist eine Überleitung in den interdisziplinären Kreißsaal jederzeit möglich, ohne dass damit ein Wechsel des Raums oder der Hebamme verbunden ist. Für eine Geburt im Hebammen-Kreißsaal empfehlen wir zwei Vorgespräche: eines in der 24. Schwangerschaftswoche und ein weiteres in der 36. Dabei werden eventuelle Ausschlusskriterien wie zum Beispiel Mehrlingsschwangerschaften, Bluthochdruck oder Diabetes geklärt. Eine Geburt im hebammengeleiteten Kreißsaal ist ab Januar möglich, Termine für die Anmeldung in der Hebammensprechstunde können aber bereits ab Mitte September unter Telefon 06761 811411 oder über die Webseite www.kreuznacherdiakonie.de/krankenhaus/hunsrueck-klinik-simmern vereinbart werden. Das Team der Geburtshilfe freut sich schon jetzt auf den Start im nächsten Jahr. „Bei jeder Geburt ist es unser Anspruch, Mutter und Kind individuell in einer geborgenen Atmosphäre und auf höchstem medizinischem Niveau zu begleiten. Die hebammengeleitete Geburt ist die ideale Ergänzung unseres Angebotes, weil sie die Vorteile einer außerklinischen Geburt mit dem Sicherheitsnetz einer Klinik verbindet.“, sagt Hebamme Annika Greis.
Nach drei intensiven Jahren voller Herausforderungen und Lernen beginnt für 13 Frauen und einen Mann an der Pflegeschule der Stiftung kreuznacher diakonie an der Hunsrück Klinik ein neues Kapitel: Am heutigen Montag starten sie mit viel Herz und Engagement ins Berufsleben. Sie sind der zweite Jahrgang, der die generalistische Ausbildung in Simmern erfolgreich abgeschlossen hat – eine Ausbildung, die die Grenzen zwischen Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege auflöst und das Wissen der Pflegefachkräfte auf ein neues Level hebt. Diese neue Form der Ausbildung ermöglicht den Absolventinnen und Absolventen, ihren beruflichen Weg noch flexibler zu gestalten und in verschiedensten Bereichen tätig zu werden. „Sie sind der zweite Jahrgang, der die generalistische Ausbildung in Simmern absolviert hat. Sie werden uns als wissbegieriger, agiler und mutiger Kurs in Erinnerung bleiben, der immer wieder konstruktive Vorschläge zur Verbesserung der Ausbildung eingebracht hat. Und das ist genau das, was die Pflege von morgen braucht: Menschen, die mit Herz und Verstand Veränderungen anstoßen und neue Wege gehen“, betont Schulleiterin Rita Funk. Bei der Examensfeier in der Hunsrückhalle dankten Rita Funk, Kristina Theodoropoulos, Pflegedirektorin der Hunsrück Klinik, und Franziska Krämer, Praxiskoordinatorin, den frisch Examinierten: „In den letzten drei Jahren habt ihr gezeigt, dass ihr bereit seid, Verantwortung zu übernehmen – für eure Mitmenschen und für die Zukunft der Pflege. Ihr habt nicht nur das notwendige Fachwissen erlernt, sondern auch die innere Stärke entwickelt, die in diesem Beruf so wichtig ist. Mit eurem Abschluss stehen euch nun alle Türen offen, und wir sind sehr stolz auf euch“, so Kristina Theodoropoulos. Fast alle examinierten Pflegefachpersonen werden im September an der Hunsrück Klinik ihre Karriere starten. Ihre Perspektiven sind dabei nicht nur im Hunsrück, sondern auch europaweit hervorragend – neue Fachkräfte werden in Arbeitsfeldern der professionellen Pflege dringend gebraucht. Bewerbungen für 2025 ab jetzt möglich Die Pflegeschule in Simmern nimmt ab sofort Bewerbungen für den Ausbildungsbeginn im August 2025 entgegen. Voraussetzungen sind ein guter mittlerer Bildungsabschluss oder die Fachhochschul- beziehungsweise Hochschulreife. Ebenso startet im August wieder ein neuer Kurs der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe, für den ein Hauptschulabschluss oder ein höherer Abschluss erforderlich ist. Diese zwölfmonatige Ausbildung ist ideal für alle, die ihre berufliche Zukunft im pflegerisch-medizinischen Bereich sehen oder sich neu orientieren möchten. Nach Abschluss der Ausbildung gibt es vielfältige Möglichkeiten, sei es durch den Anschluss der dreijährigen generalistischen Ausbildung zur Pflegefachperson oder den direkten Berufseinstieg in Voll- oder Teilzeit. Interessierte können sich per E-Mail bewerben: bewerbung-sim@kreuznacherdiakonie.de